Von Can Tho bis zur Halong-Bucht

Tag 91: Schwimmende Märkte

Cai Rang: Der schwimmende Großmarkt

Cai Rang: Der schwimmende Großmarkt

Pünktlich um 05:30 erwartet uns unser Tourguide „Lee Du“. Auch das am Vortag kennengelernte britische Pärchen ist schon startklar und dank Nicoles Recherche liegt unser Hotel direkt gegenüber der Anlegestelle, so dass wir nur wenig später ein kleines Boot besteigen. Als erstes besuchen wir den „Cai Rang“, den Großmarkt der schwimmenden Märkte. Wir sind nur Beobachter, denn als Touristen können wir hier nichts kaufen. Die Abgabemengen liegen bei 10kg und mehr und die Boote der einheimischen Bauern sind beladen mit tonnenweise Ananas, Melonen, Mangos, Kokosnüssen und Vielem mehr.

Flußmarketing mit Bambusstange

Flußmarketing mit Bambusstange

Um auf die geladenen Waren aufmerksam zu machen, haben sie eine exemplarische Frucht mit einem langen Bambusstock oberhalb des Bootes befestigt. Ein interessantes Marketing, das hier natürlich etabliert ist und gut funktioniert. Lee Du erklärt uns, dass hier nahezu kein Bauer über ein Auto verfügt und der komplette Handel auf den Schiffen stattfindet. Von diesem Markt werden die kleineren Märkte auf den Flüssen, in der Stadt und die größeren Restaurants versorgt.

Als nächstes besuchen wir eine Reisnudelfabrik am Ufer und können den Herstellungsprozess begutachten.

Reisnudelherstellung mit traditionellen Ofen

Reisnudelherstellung mit traditionellen Ofen

Der Reisnudelteig wird zunächst angerührt, auf einem mit Reishülsen betriebenen Ofen ähnlich wie Crêpe zu Platten gebacken und dann in schmale Streifen geschnitten. Jeder Arbeitsschritt erfolgt per Hand. Der Familienbetrieb stellt bis zu 600kg Reisnudeln her und diese werden für ca. 3.000D/kg (ca. 10 Cent) weiterverkauft. Das macht einen Tagesumsatz von 1.800.000 Dong, was gerade einmal 60€ sind. Nicht besonders viel, wenn man bedenkt, dass dafür Rohstoffe eingekauft und 8 Leute den ganzen Tag arbeiten müssen.

Lee Du beim Degenflechten

Lee Du beim Degenflechten

Der zweite schwimmende Markt, „Phong Diem“, liegt etwas entfernt und während wir darauf zusteuern, stellen Lee Du und die Bootsfrau ihre Künste im Bambusflechten unter Beweis. Wer an Bambuskörbe und –hüte denkt liegt falsch, denn die beiden präsentieren uns aufwändig und detailgetreue Rosen, Heuschrecken und Degen. Scheinbar ist das Bambusflechten hier eine verbreitete Kunst, denn auch auf den anderen Touristenbooten können wir diese Kunstwerke entdecken.

Die Reise zum Phong Dien ist normalerweise doppelt zu teuer

Die Reise zum Phong Diem ist normalerweise doppelt zu teuer

Lee Du hat eine erfrischende Art und berichtet uns ganz offen über das „Touristenkartell“ in Can Tho. In allen Hotels und Touristeninformationen werden den Touristen völlig überteuerte Touren verkauft und die Preise sind untereinander abgesprochen. Lee Du gefällt das nicht besonders und er hat sich mit ein paar Freunden zusammengetan, um Reisetouren zu fairen Preisen anzubieten. Um dabei nicht erwischt zu werden, hat die Truppe keine Visitenkarten oder ein richtiges Office. Deswegen wurde uns die Reise also über einen Souvenirshop vermittelt.

Leckere Früchte überall - Auf dem Phong Diem schlagen wir zu

Leckere Früchte überall – Auf dem Phong Diem schlagen wir zu

„Phong Diem“ ist ein kleiner Markt, wo wir die Gelegenheit bekommen uns reichlich mit Kokosnüssen, Mangos und Ananas einzudecken. Die Früchte sind frisch und köstlich. Kurz nach dem Markt ist es Zeit für eine frühe Mittagspause und wir bestellen uns einen „Hot Pot“. Dies beinhaltet einen Topf mit kochender, bereits mit einigen Kräutern, Gemüse und Fisch/Fleisch vorbereiteter Brühe, in der wir weiteres Gemüse frisch dazugeben und garen können. Dazu haben wir uns noch Reis und Frühlingsrollen bestellt. Bis auf ein paar gewöhnungsbedürftige Fleischbällchen schmeckt es vorzüglich.

Über kleine Kanäle fahren wir zu den Farmern

Über kleine Kanäle fahren wir zu den Farmern

Bevor wir wieder zurück fahren, besichtigen wir noch ein paar kleine Kanäle und können die Farmen der Bauern aus nächster Nähe betrachten. Gerade die kleinen Bauern haben keine Monokulturen, sondern die Früchte wachsen durcheinander und geben ein schönes Bild. Neben Gewürzen und Reis wachsen hier alle Früchte, die wir auch schon auf den Märkten entdeckt haben. Von den Bäumen dürfen wir uns aber keine frischen Früchte stibitzen, denn das sehen die Farmer hier gar nicht gerne. Dafür bekommen wir die Möglichkeit, eine einheimische „Affenbrücke“ zu überqueren, bevor es weitergeht.

Mit der Fähre nach Vinh Long

Mit der Fähre nach Vinh Long

Nach unserer Rückkehr holen wir nur schnell unsere Rucksäcke aus dem Hotel und betreten kurz darauf eine kleine Fähre, die uns auf die Insel Vinh Long bringen soll. Die Überfahrt wird etwa vier Stunden dauern und unser britischer Freund Henry, der am Morgen etwas schläfrig war, stellt fest „wenn wir jetzt vier Stunden auf diesem Boot festsitzen, brauchen wir Bier!“. Zwei weitere Deutsche, die wir am Vorabend getroffen und denen wir die Reiseagentur empfohlen hatten, begleiten uns ab hier und scheinen ebenfalls nicht abgeneigt zu sein.

Unser Proviant für die Überfahrt

Unser Proviant für die Überfahrt

Kurzerhand organisiert uns die aufgedrehte Jeen (eine Partnerin von Lee Du, die uns während der Überfahrt begleitet) ein Packet Bier aus einem Restaurant am Flussufer und kurz darauf auch noch einen Eisblock, damit wir unsere Getränke kühlen können. Gut gelaunt und gesprächig setzen wir unsere Bootsfahrt fort, bis wir nach etwa 3 Stunden abrupt stehenbleiben. Unweit vor uns ist eine Brücke eingestürzt, einige Stromkabel liegen im Wasser und der Fluss ist damit unpassierbar.

Die Brücke vor uns ist eingestürzt

Die Brücke vor uns ist eingestürzt

Wir legen an einer Markthallte an, wandern über einige Straßen, bis wir schließlich einen Taxistand finden und unsere Fahrt fortsetzen können. Nach der Taxifahrt und einer Überfahrt mit einer weiteren Fähre, erreichen wir zur Abenddämmerung dann unser „Homestay“. Wir finden ein paar nette Schlafsäle und saubere sanitäre Einrichtungen vor und sind zufrieden. Das Abendessen ist sehr lecker und die Gruppe unterhaltsam, aber der lange erlebnisreiche Tag steckt uns in den Knochen und wir verkriechen uns wenig später unter die Moskitonetze.

Tag 92: Fahrradfahrt durch die Dörfer und Abflug

Mit dem Fahrrad durch Vinh Long

Mit dem Fahrrad durch Vinh Long

In unsere Tour inbegriffen ist eine morgendliche Fahrradfahrt durch die Dörfer Vinh Longs. Wir bekommen einen schönen Eindruck, wie die Menschen hier leben und von kleinen rumpligen Wellblechhütten bis zu netten kleinen Häuschen ist alles dabei. Die Menschen sind sehr freundlich, lächeln uns zu oder Grüßen, während wir auf dem kleinen Weg entlang der Häuser radeln. Die Atmosphäre empfinden wir als sehr angenehm, denn oft wird man als Reisender entweder ignoriert oder lediglich als potentielle Einnahmequelle gesehen.

Unsere Fähre ist gut besucht

Unsere Fähre ist gut besucht

Nach der Fahrradtour fahren wir mit der Fähre zurück aufs Festland, verabschieden wir uns von Lee Du und Jeen und machen uns in einem kleinen Minibus auf den Weg nach Ho Chin Minh City. Hier wartet auch schon der nächste Abschied auf uns, denn Nicole wird uns heute verlassen und wieder zurück nach Ratingen fliegen. Wir fliegen fast zeitgleich nach Hanoi, so dass wir gemeinsam am Flughafen warten können.

Nachdem wir gemeinsam gegessen und gemeinsam eingecheckt haben, ist es dann auch schon „Time to say goodbye!“. Der Gedanke, dass Nicole jetzt nach Hause fliegt und unsere Freunde und Familien wiedertrifft, verursacht bei uns ein komisches Gefühl. Am liebsten würden wir ein paar Tage mitfliegen, aber stattdessen sitzen wir wenig später im Flieger nach Hanoi.

Nach einem kurzen Flug und der Fahrt mit dem Shuttle zum Hostel erwartet uns eine unangenehme Überraschung. Unsere Betten sind dreckig, voller Haare und der Müll unserer Vorgänger hängt noch am Bettpfosten. Scheinbar wird im „Central Backpacker Hostel“ nicht nach jeder Übernachtung gereinigt…

Tag 93: Hanoi

Wir wachen gerädert auf. Während der Nacht sind noch ein paar trunkene Backpacker hinzugestoßen und am Morgen die Ersten wieder um 6:00 Uhr aufgestanden. Anstatt Rücksicht zu nehmen, reißen unsere Bettnachbarn die Fenster auf, was natürlich den morgendlichen Straßenlärm ins Zimmer lässt.

Motorroller sind überall

Motorroller sind überall

Auf der Toilette finde ich wenig später einen gebrauchten Tanga, das Bad ist dreckig und die Toilettenspülung haben unsere neuen Mitbewohner auch noch nicht entdeckt. Kurzentschlossen buche ich für die nächste Nacht ein nettes Hotel, dass gerade einmal 5€ mehr kostet (Hotels sind in Hanoi sehr günstig!). Wir sind nicht zimperlich, aber diese Nacht war dann doch etwas zu viel des Guten.

Hanoi selbst gefällt uns recht gut. Zwar ist auf den Straßen extrem viel Verkehr (auf 6 Millionen Einwohner kommen hier 4 Millionen Mopeds), aber alle Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Reisebüros sind fußläufig zu erreichen. Zum Glück haben wir schon in Inden gelernt, wie man völlig überfüllte Straßen überquert: Einfach mit dem Verkehr fließen.

Frische Frühlingsrollen im Ngon Restaurant

Frische Frühlingsrollen im Ngon Restaurant

Interessanterweise sind die Straßen hier nach Gewerken unterteilt, so dass es z.B. die Schuhstraße, die Regalstraße, die Kleiderstraße, die Spielzeugstraße, die Knopfstraße oder sogar eine Grabsteinstraße oder gibt.

Für das Mittagessen folgen wir der Empfehlung des Hotels und finden uns wenig später im „Ngon Restaurant“, einem Hof mit netten Sitzgelegenheiten und ganz vielen kleinen Essensständen wieder. Die Atmosphäre ist nett und das Essen gut.

Frisch gestärkt machen wir uns auf die Suche nach einem Reiseanbieter für die nächsten Tage. Wir wollen natürlich die berühmte Halong Bucht besichtigen und nun vor Ort einige Touren vergleichen. Der Dschungel aus Reiseanbietern in Hanoi ist undurchdringlich und riesengroß. Wir bekommen zahlreiche Angebote zwischen 80$ und 250$ und entscheiden uns letztendlich für die Buchung über unser Hotel für 100$. Das Hotel hat gute Bewertungen auf Agoda und Tripadvisor und der Hotelmanager damit etwas zu verlieren. Dass wir trotzdem noch zu viel bezahlen erfahren wir erst später…

Das Wasserpuppentheater in Hanoi

Das Wasserpuppentheater in Hanoi

Am Nachmittag besuchen wir dann noch das berühmte Wasserpuppentheater. Leider haben wir – clever wie wir sind – unsere Tickets im Hotelzimmer liegen lassen. Netterweise dürfen wir zwar trotzdem rein, müssen aber am Rand auf Klappstühlen Platz nehmen. Das Theater ist auf jeden Fall sehenswert. Bei traditioneller Musik werden verschiede Sequenzen aus dem Leben in Vietnam gezeigt und zwischendurch gibt es feuerspeiende Drachen und andere historische Figuren. Nach etwa 45 Minuten kommen die Darsteller aus ihrer Deckung hervor und es gibt gebührenden Applaus.

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Heuschrecke angebraten im „Highway 4“ – probieren geht über studieren

Am Abend wollen wir eigentlich noch den Nachtmarkt (nur Fr.-So.) besichtigen, aber nachdem wir ein nettes Dinner im „Highway 4“ hatten, ist es leider noch zu früh und der Markt ist noch aufgebaut. Nach der kurzen Nacht können wir uns dann später nicht mehr aufraffen und bleiben im Hotel.

Tag 94: Aufbruch zur Halongbucht

Überteuerter Souvenirladen

Überteuerter Souvenirladen

Wir werden direkt vor der Tür abgeholt. Halong Bay City ist zwar nur 170km entfernt, aber bei dem vietnamesischen Verkehr dauert die Fahrt knapp 3,5 Stunden. Hinzu kommt eine halbstündige Pause, die als „Pinkelpause“ getarnt wird und ‚zufällig‘ an einer riesigen Halle mit völlig überteuerten Souvenirs liegt. Gegen Mittag erreichen wir dann endlich unser Boot. Wie erwartet ist das Boot weniger glamourös als die uns zuvor gezeigten Bilder, aber im Grunde ganz okay. Wir haben uns schließlich für eine günstigere Variante entschieden (dachten wir!). Wenig später erfahren wir, dass jeder auf dem Boot einen anderen Preis gezahlt hat und die günstigste Tour bei 55$ liegt. Natürlich ärgern wir uns ein wenig, aber die Laune lassen wir uns trotzdem nicht versauen.

Die ersten Felsen der Halong-Bucht

Die ersten Felsen der Halong-Bucht

Auf dem Weg zu unserem ersten Stopp, einer riesigen Höhle, passieren wir die ersten der skurril geformten Sandsteinfelsen. Kein Wunder, dass die Halongbucht das Touristenziel Nr. 1 in Vietnam sind. Der Anblick ist wirklich schön und erinnert mich Bilder einsamer Pirateninseln. Es ist eine wirklich bezaubernde Atmosphäre: Der Nebel liegt in der Luft, das Meer ist ganz ruhig, um einen herum ragen die riesigen grünen Felsbrocken aus dem Meer. Dabei sieht jeder Fels anders als aus und man kann verschiedenste Formen daraus erkennen. Es ist schon unglaublich, was die Natur hier geschaffen hat.

Überraschung: Die "Surprising Cave"

Überraschung: Die „Surprising Cave“

Die „Song Sot Cave“ oder auch „Surprising Cave“ mit den unzähligen Stalagmiten und Stalagtiten ist ebenfalls beeindruckend, wenn auch ein wenig überlaufen. Zahlreiche Boote halten hier gleichzeitig und die Touristen werden in Scharen durch die riesige Höhle geschleust. Die Höhle selbst ist durch den sinkenden Meeresspiegel und Rückgang des Wassers entstanden und wurde nach Erzählungen per Zufall entdeckt, als ein paar Affen auf der Flucht vor einem Sturm in den Felsen verschwanden und dabei beobachtet wurden.

Floating Village

Floating Village

Nach einer kurzen Weiterfahrt halten wir im „Floating Village“ und können uns ein Kajak leihen. Die Menschen hier leben ihr ganzes Leben auf dem Wasser und es gibt sogar eine Schule für die Kinder. Wir paddeln ein wenig durch die Felsen und können über einen natürlichen Tunnel einen See inmitten der Felsen erreichen. Über uns kreisen einige Adler und der Anblick ist überwältigend.

Die Nacht schlaffen wir direkt auf dem Schiff und verbringen den Abend mit Gesprächen, einem Film über drei Briten, die mit Motorrädern durch Vietnam reisen, und ein paar Kartenspielen. Zum Glück ist hier kein Seegang, so dass wir seegesund zum Brummen des Schiffmotors einschlafen.

Tag 95: Cat Ba

Die nördliche Anlegestelle

Die nördliche Anlegestelle

Unser Schiff lag über Nacht in der Nähe der nördlichen Anlegestelle von Cat Ba, so dass wir die Insel direkt nach dem Frühstück betreten. Nach kurzer Wartezeit am Pier und der Weiterfahrt mit einem Bus, halten wir inmitten der Insel für eine Wanderung zum Gipfel eines der bewachsenen Sandsteinfelsen. Dass während der Fahrt ein Reifen geplatzt ist, interessiert weder den Fahrer noch unseren Guide. Scheinbar ist das hier normal und hinten haben Busse ja ohnehin zwei Reifen pro Seite.

Wir wandern auf einen Berg

Wir wandern auf einen Berg

Die Wanderung durch den Dschungel ist nett und der Weg gut ausgeschildert. Leider ist es heute wieder etwas diesig, aber wir haben von oben trotzdem einen schönen Blick über die vielen Felsformationen auf der Insel. Wir brechen etwas früher auf, um nicht wieder mit der großen Gruppe wandern zu müssen und erreichen zu Zweit das kleine Restaurant am Fuß des Felsens. Hier gönnen wir uns ein Eis und stellen fest, dass wir seit über einem Monat Keines mehr gegessen haben.

Am Abend erreichen wir dann Cat Ba City und erfahren hier, warum es so große Preisunterschiede bei der Buchung gab.

Zum Schluss bekommen wir ein schönes Zimmer

Zum Schluss bekommen wir ein schönes Zimmer

Während einige Reisende in einem günstigen Hotel in der City bleiben, fahren wir mit einer kleinen Gruppe weiter zu einem Strandresort. Das Resort liegt zwar nicht auf der gebuchten Insel, ist aber trotzdem ganz schön. Wir sind wieder etwas besserer Dinge, aber auf dem Weg zu unserem Zimmer passieren wir die schönen Hütten mit Meerblick und uns wird eine winzige Hütte im hinteren Teil des Resorts gezeigt, in der eine Matratze auf dem Boden liegt. Jetzt reicht es uns, denn immerhin wollen die Reiseanbieter mit dieser Unterkunft einen Preisunterschied von 45$ pro Person rechtfertigen (was ohnehin schon unverschämt ist, denn ein kurzer Blick auf meine Bookingapp zeigt einen Preisunterschied von 10€/Person). Nach unserer Beschwerde und der Drohung von Regressansprüchen, die überraschenderweise sogar Wirkung zeigt, werden wir dann aber doch in einer der – zugegeben – sehr schönen Strandhütten einquartiert.

Selbsterkundung mit dem Kajak

Selbsterkundung mit dem Kajak

Das Hotel bietet wenigstens auch noch kostenlose Kajaks an. Wir nutzen die Zeit und fahren ein ordentliches Stück durchs Meer und die Kalksteinfelsen. Auf der Suche nach „Monkey Island“, unserer gebuchten Insel, passieren wir einige Felsformationen und finden nach einer Zeit einen kleinen einsamen Strand. Hier gibt es keine Touristen und die Umgebung ist einfach herrlich. Nach einer kreativen Rast und einer Erfrischung im Meer fahren wir nach fast zwei Stunden wieder zu unserem Resort. Neben den schönen Erlebnissen haben wir jetzt auch ein kleines Workout hinter uns. Am Abend sitzen wir mit zwei Schweden, zwei Kanadierinnen und einem britischen Pärchen bei ein paar Cocktails an der Strandbar.

Unsere Reisegruppe aus Kanada, Schweden und UK

Unsere Reisegruppe aus Kanada, Schweden und UK

Bis auf die Damen aus Kanada sind wir alle Langzeitreisende und haben entsprechenden Gesprächsstoff. Zum Thema „Trinkgeld“ erfahren wir, dass die Schweden auf ihrer bisher 3-monatigen Reise durch Russland, China und Vietnam überhaupt kein Trinkgeld gegeben haben (weil es in Schweden nicht üblich ist und die beiden Low-Budget reisen), während die Briten eher „heimlich“ tippen (man lässt das Geld auf dem Tisch und verschwindet). Die Kanadier sind recht selektiv und bewerten den Service. In Vietnam wird ein kleines Trinkgeld eher negativ wahrgenommen und da ein Tipp in vielen Restaurants bereits in der Rechnung enthalten ist, halten wir es hier meistens schwedisch (es sei denn der Service ist ausgesprochen gut).

Zum vorherigen Beitrag (Phu Quoc und Reise nach Can Tho)