Reisen um die Welt – die Kilometerbilanz

Unterwegs in Tasmanien

Unterwegs in Tasmanien

Nach einigen Wochen in der Heimat sind wir auf die Idee gekommen, Bilanz zu ziehen und unseren Routenverlauf mal kilometermäßig unter die Lupe zu nehmen. Dabei bin ich auf ein paar spannende Zahlen gestoßen:

  •       500 km mit dem Taxi
  •   3.000 km mit Zügen
  •   6.500 km mit Mietautos
  •   7.500 km mit dem Camper
  • 11.500 km mit Overland-Trucks
  • 14.000 km mit Bussen
  • 92.500 km im Flugzeug

Hinzu kommen natürlich noch zahlreiche Bootfahrten, TukTuk-Trips und natürlich die vielen zu Fuß gelaufenen Kilometer, die auch noch ein paar Tausend ausmachen dürften. Den Wert ganz genau zu bestimmen wird schwierig, aber wir versuchen es mit einer Annäherung. Nimmt man als Richtwert einen Erdumfang von 40.000km, dann sind unsere über 50.000 gefahrenen und 92.500 geflogenen Kilometern locker mehr als drei Reisen um die Welt. Wer mir nicht glaubt, kann gerne unsere Reiseroute entlang schreiten und nachmessen!

Reisen um die Welt – im Taxi

Nach harter Diskussion zahlen wir die längste Taxifahrt unseres Lebens

Nach harter Diskussion zahlen wir die längste Taxifahrt unseres Lebens

Die Taxifahrten waren sehr vielfältig. In westlichen Ländern wir Australien, Neuseeland und den USA haben wir diese Fahrten aufgrund der saftigen Preise weitestgehend vermieden Visit Website. In Südostasien ist es dagegen sehr günstig und für kleinere Strecken kein Problem. In wenig entwickelten Ländern wie Bolivien oder Indien ist es zwar auch schön billig – aber auch ein wenig abenteuerlich und wir haben sicher selten den einheimischen Preis gezahlt. Unsere längste Taxifahrt dauerte tatsächlich 8 Stunden.

Reisen um die Welt – mit dem Zug

Bahnfahren in Indien - auch daran gewöhnt man sich

Bahnfahren in Indien – auch daran gewöhnt man sich

Die meisten Zug-Kilometer haben wir in Indien abgerissen. Meistens haben wir die dritte Klasse genommen: bullig warm, leichter Urin-Geruch und völlig überfüllt. Die Bilder kommen mir sofort wieder in den Kopf. Es gibt aber auch klimatisierte Abteile mit Bettlaken und Catering, die für europäische Verhältnisse auch bezahlbar sind. Im Süden kann man sich die Tickets einfach am Bahnhof kaufen und einsteigen, im Norden ist das schon komplizierter. Man muss sich die Tickets im Vorfeld besorgen und wird als Europäer dabei ordentlich über den Tisch gezogen.

Reisen um die Welt – im Mietwagen

Der Toyota AigDer Toyota Aygo: klein aber feino: klein aber fein

Der Toyota Aygo: klein aber fein

Zum Mietwagen fällt mir sofort die Gardenroute in Südafrika ein. Die Strecke von Kapstadt bis Port Elisabeth ist dafür geradezu prädestiniert. Unser kleiner Nissan Aygo war nagelneu und mit 17€/Tag (inkl. Versicherung) auch nicht besonders teuer.

In Australien haben wir uns die Great Ocean Road mit einem süßen Fiat 500 angeschaut und sind später mit einem Nissan Tiida von Perth bis Exmouth gefahren – zum Glück mit Tempomat, denn in Australien liegt die Maximalgeschwindigkeit bei 110 kmh und bei den Stundenlangen Fahrten durch die Wüste wären uns sicher sonst die Beine eingeschlafen. Aufgepasst: Die Mietwagenfirmen in Westaustralien geben oft eine maximale Entfernung zur Abholstation vor. Vor der Anmietung wussten wir davon nichts und da wir unsere Pläne nicht vollständig umschmeißen wollten, sind wir über 1.000km ohne Versicherung durch die Pampa gedüst. Zum Glück ist nichts passiert.

Reisen um die Welt – mit dem Camper

Die erste Nacht im Camper ist kühl

Die erste Nacht im Camper ist kühl

Der Camper ist zwar nicht die günstigste Variante, aber die Unabhängigkeit und der Komfort sind einfach Spitze. In Neuseeland und auf Tasmanien hatten wir für insgesamt sieben Wochen ein fahrendes Eigenheim und haben die Zeit sehr genossen. Endlich mal den Rucksack ausgebreitet lassen, ein kühles Blondes aus dem eigenen Kühlschrank genießen und fahren wohin man will. Mit den praktischen Apps zur Lokalisierung von Campingplätzen und Aussichtspunkten war die Weiterreise extrem stressfrei und die Landschaft auf der anderen Seite der Welt superschön!

Reisen um die Welt – mit Overland-Trucks

Unser Truck beim überqueren des "Chobe"In Afrika sind wir von Livingstone bis nach Kapstadt mit einem Overland-Truck (G-Adventures) gefahren. Für uns war die Wahl dieses Verkehrsmittels goldrichtig. Die Straßen sind teilweise sehr schlecht und sandig, so dass man schon ein Offroad-taugliches Gefährt braucht, was mangels öffentlicher Verkehrsmittel die einzige Alternative gewesen wäre. So konnten wir uns auf die Reise und die vielen neuen Bekanntschaften konzentrieren, statt stundenlang am Steuer zu sitzen.

In den USA haben wir die gebuchte Tour ein wenig bereut. Hier hätte man alles sehr leicht selbst organisieren können, was vielleicht schöner gewesen wäre. Der von uns gewählte Touranbieter (TrekAmerika) hat fleißig an der eigenen Gewinnoptimierung gearbeitet: wenig Platz im Van, schlechtes Equipment und eine schlecht bezahlte und überforderte Reiseleitung. Das schmälert natürlich das Gesamterlebnis für die Teilnehmer.

Reisen um die Welt – mit Bussen

Buspanne - zum Glück müssen wir nicht lange warten

Buspanne – zum Glück müssen wir nicht lange warten

Die meisten Stunden im Bus haben wir mit Sicherheit in Südamerika verbracht. Hier gibt es (bis auf das teure Flugzeug) kaum Alternativen, aber die Organisation der Weiterreise ist zum Glück auch relativ unproblematisch. Einen Glücksgriff hatten wir mit PeruHop in den ersten Wochen unserer Südamerikareise. Ansonsten gibt es überall kleine bis mega-große Busterminals, wo man die Tickets vor Ort bekommt. Die meisten Busse sind  in einem adäquaten Zustand – wir sind aber auch in absoluten Schrottkisten gereist. Auch ein Erlebnis!
In Vietnam sind wir von Hanoi bis Saigon knapp 2.000 Kilometer für 50$ im Nachtbus von TheSinhTourist gereist und alles hat bestens geklappt.

Reisen um die Welt – im Flugzeug

Der kleinste Flieger in dem wir bisher geflogen sind

Der kleinste Flieger in dem wir bisher geflogen sind

Die teuerste, aber auch schnellste Variante. Mit ein bisschen Flexibilität und regelmäßigen Preischecks auf Vergleichsplattformen wie Skyscanner lassen sich aber auch viele Schnäppchen finden. Für 150 Euronen von Kuala Lumpur nach Melbourne – da kann man nicht meckern. Insgesamt waren die Flüge wesentlich günstiger als zunächst angenommen. Wir haben insgesamt nur 3.600 €/Person für etwa 15 Flüge bezahlt. Die Reisekasse freut sich!

Du planst auch eine Reise und hast Fragen zur Fortbewegung? Dann schreib uns einfach!