Phu Quoc und Reise nach Can Tho

Tag 85: Ankunft in Phu Quoc

Nach einer kurzen Nacht in Kuala Lumpur (Malaysia) fliegen wir nach Hoe Chi Minh City (auch bekannt als Saigon), von wo wir unseren Anschlussflug zur Insel Phu Quoc geplant haben. Natürlich müssen wir nach der Ankunft in Vietnam zunächst immigrieren. Wir haben uns für ein „Visa on arrival“ entschieden und haben Glück, denn entgegen unserer Erkundigungen ist der Schalter bei unserer Ankunft nicht überfüllt. Alles klappt reibungslos, bis wir bezahlen müssen und ich eine 100 Dollarnote aus meinem Geldgürtel hole. Der Schein ist nagelneu und lediglich zweimal sauber geknickt, doch die Frau am Schalter ist unzufrieden und fragt uns nach einem makellosen Schein. Wir hatten gelesen, dass die Scheine gut erhalten sein müssen, aber dass die Beamten in Vietnam derart penibel sind, hätten wir nicht gedacht. Nach einiger Diskussion streicht die Dame den Schein dann mit den Fingern glatt und wir bekommen unsere Visa. Geht doch!

Hurra! Wir sind Millionäre ;-)

Hurra! Wir sind Millionäre 😉

Den Anschlussflug nach Phu Quoc haben wir über eine kleine vietnamesische Airline gebucht und für den Flug gerade einmal 22€ pro Person gezahlt. Leider sind die Gepäckkosten nicht inbegriffen, aber mit knapp 5€ pro Person zum Glück noch überschaubar. Gefühlt geben wir aber ziemlich viel Geld aus, denn unsere Unkosten am Flughafen betragen sich schon auf über 1.000.000 Dong, was aber umgerechnet zum Glück nur knapp 35 € sind. An diesen Umrechnungskurs müssen wir uns auch erst gewöhnen.

Wir landen auf dem nagelneuen internationalen Flughafen in Phu Quoc und fahren mit dem Taxi zu unserem Ressort. Phu Quoc ist eine traumhafte Insel, aber touristisch erst teilweise erschlossen.

Sonnenuntergang auf Phu Quoc

Sonnenuntergang auf Phu Quoc

Die Straßen sind dementsprechend auch nur teilweise ausgebaut und bis zu unserem Resort müssen wir über teilweise über ziemlich schottrige Schotterwege.

Pünktlich zum Sonnenuntergang sitzen wir am Strand und genießen ein leckeres vietnamesisches Abendessen. Das Resort ist etwas versteckt, hat einen traumhaften kleinen Sandstrand und auch unser Zimmer ist groß und komfortabel. Genauso hatten wir uns ein paar Tage zum Ausspannen vorgestellt.

Tag 86: Sonne, Strand und Meer

Schöne Grüße aus dem Meer

Schöne Grüße aus dem Meer

Nachdem wir in Nepal jeden Tag früh aufgestanden und stundenlang gewandert sind, machen wir heute einfach mal nichts. Wir schlafen aus, liegen am Strand, schwimmen im Meer und gönnen uns am Abend im Nachbarresort ein Abendessen. Das Nachbarresort „Mango Bay“ ist deutlich größer und die Atmosphäre und das Essen noch eine Klasse besser. Wir sind aber trotzdem glücklich mit unserer Unterkunft, denn hier kostet die Nacht fast das Dreifache und zum Abendessen sind wir trotzdem immer willkommen. Während wir uns über Ausflugsmöglichkeiten in Phu Quoc erkundigen, bekommen wir von einem Hotelangestellten Hintergrundinfos zur Insel.

Einsame Traumstrände - ob das so bleibt?

Einsame Traumstrände – ob das so bleibt?

Der neue internationale Flughafen soll den bereits wachsenden Tourismus beflügeln und es ist sogar ein Direktflug nach Moskau geplant. Die Anzahl der Touristen soll von aktuell knapp 400.000/Jahr in 2015 auf über 3 Millionen gesteigert und bis dahin zahlreiche neue Resorts eröffnet werden. Ein Casino ist ebenfalls bereits im Bau. Wahrscheinlich wird man die Insel in ein paar Jahren ganz anders erleben und die abgelegenen ruhigen Strände und günstigen Resorts werden selten. Vielleicht werden auch die Inselbewohner internationaler, denn aktuell sprechen viele Vietnamesen (z.B. Taxifahrer, Ladenbesitzer oder Hotelangestellte) auf Phu Quoc) noch kein Wort Englisch.

Tag 87: ‚Wasserfälle‘,  Fischerdörfer und Nachtmarkt

Mit dem Roller über Schotter

Mit dem Roller über Schotter

Nachdem wir uns 2010 in Thailand mit einem geliehenen Roller hingelegt haben, sind wir von der Idee, die Insel mit dem Motorroller zu erkunden, zunächst gar nicht angetan. Da es auf Phu Quoc aber keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt und unsere einzige Alternative ein vielfach teureres Taxi wäre, leihen wir uns zwei Roller aus, um die Insel zu erkunden. Der Verkehr auf Phu Quoc ist zum Glück gering und es werden sogar Ampel und Verkehrsschilder genutzt und berücksichtigt. In einer asiatischen Metropole würden wir niemals Roller fahren, aber hier gibt es keine Probleme. Die Straßen sind zwar schlecht ausgebaut, aber wir fahren konzentriert und mit einer gehörigen Portion Respekt.

Die Brücke sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus

Die Brücke sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus

Unser erstes Ziel sind ein paar ‚Wasserfälle‘ im Inland. Wir hatten uns am Vortag extra erkundigt, ob diese auch während der Trockenzeit sehenswert sind und uns wurde daraufhin der nördliche gelegene, weniger touristische Wasserfall empfohlen. Die Fahrt über die ruckeliegen staubigen Straßen ist anspruchsvoll, klappt aber ohne Probleme. Über eine deformierte Brücke und einen kleinen Trampelpfad erreichen wir dann das Wasser – ein eher kleines Rinnsal, das sich durch die Felsen der fast ausgetrockneten Wasserfälle schlängelt und sich lediglich ab- und zu in einer Vertiefung sammelt. „Sehenswert“ ist eben Auslegungssache. Nach einiger Kletterei finden wir zumindest eine Stelle, an der das  Wasser tief genug für eine kurze Abkühlung ist und machen eine kurze Pause.

Ein kilometerlanger Steg in Ham Ninh

Ein kilometerlanger Steg in Ham Ninh

Unser zweites Ziel ist das Fischerdorf Ham Ninh im Osten der Insel. Ein kilometerlanger Steg führt aufs Meer hinaus und es gibt zahlreiche kleine Verkaufsstände und Restaurants, die Ihren Fang zur Schau stellen. Wir entscheiden uns für ein Restaurant etwas weiter hinten und begutachten unser potentielles Essen. Wir entscheiden uns für Nudeln mit Meeresfrüchten, Krabben und Austern. Das Essen ist gut, aber die Portionen relativ klein. Wie wir später erfahren, ist das in Vietnam keine Ausnahme und die Reiseführer empfehlen einfach mehrere Gerichte zu bestellen.

Am Abend haben wir einen Ausflug auf den hier bekannten Nachtmarkt geplant, aber wir sind etwas zu früh dran und nutzen die Zeit den bekanntesten Strand auf Phu Quoc, den Long Beach zu besuchen. Nach einem kurzen Aufenthalt und einem noch kürzerem Bad (und der Bekanntschaft mit Quallen) beschließen wir, dass unser abgelegender Strand am Ong Lang Beach deutlich schöner ist und wir uns Ausflüge zu anderen Stränden sparen können. Im Süden soll es noch ein paar Inseln und schöne Strände geben, aber die sind mehr als 40km weit weg und für uns daher nicht interessant.

Frischen Fisch gibt es auch beim Nachtmarkt

Frischen Fisch gibt es auch beim Nachtmarkt

Die restliche Zeit bis zum Nachtmarkt verbringen wir mit einem kleinen Missgeschick. Nachdem wir ein paar Dinge verstaut und den Rollersitz zugeklappt haben, stellen wir fest, dass der Schlüssel ebenfalls im Sitzfach sein muss. Wir zerren und rütteln eine Weile und sehen uns schon mit einem Roller zum Resort zurück fahren. Noch einmal versucht Yvonne ihren Arm in den dünnen Schlitz zu stecken, diesmal gelingt es ihr, in den Innenraum zu greifen und den Schlüssel herauszufischen. Das war knapp und spart uns die einstündige Rückfahrt zur Besorgung eines Ersatzschlüssels.

Riesengarnelen gehören zu unseren Favoriten

Riesengarnelen gehören zu unseren Favoriten

Der Nachtmarkt ist kleiner und unspektakulärer als erwartet, aber es gibt ein paar Verkaufsstände und zahlreiche Stände mit Seafood, die sich langsam füllen. Wir haben die Wahl zwischen verschiedenen Fischen, Krabben, Hummer, Garnelen und sogar Frösche und Wasserschlangen. Wir entscheiden uns aber eher konservativ und wählen ein halbes Kilo Riesengarnelen, Thunfisch, Reis mit Krabben und Knoblauchbrot.

Tag 88: Plantag am Strand

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Schöne Umgebung für einen „Arbeitstag“

Schon seit geraumer Zeit machen wir uns Gedanken über unsere weiteren Pläne, denn insbesondere zwischen Weihnachten und Neujahr ist Südostasien ein beliebtes Reiseziel und gute Hotels entsprechend ausgebucht. Natürlich wollen wir auch eine nette Unterkunft haben und wie wir feststellen, ist Thailand bereits völlig dicht. Vietnam ist zum Glück nicht ganz so überlaufen und wir finden über Weihnachten noch eine nette Unterkunft.

Zukünftige Lehrer?!

Zukünftige Lehrer?!

Auch im Januar haben wir schon Pläne und werden nun für drei Wochen an einem Freiwilligenprojekt in Thailand teilnehmen. Hier werden wir an einer Schule arbeiten und thailändische Kinder unterrichten. Auf diese Erfahrung freuen wir uns schon jetzt und auch eine kleine Reisepause wird uns sicherlich gut tun. Unsere Pläne für die nächsten Tage haben ebenfalls Gestalt angenommen. Übermorgen fliegen wir nach Can Tho (*singend* nur 22,- €) und dann machen wir das Mekong-Delta unsicher.

Tag 89: Der letzte Tag auf Phu Quoc

Noch einmal richtig ausspannen

Noch einmal richtig ausspannen

Am letzten Tag auf Phu Quoc ist es erstmals etwas bewölkt. Vielleicht ist das auch ganz gut so, denn Yvonne und Nicole haben sich an den Vortagen einen leichten Sonnenbrand geholt. Wir recherchieren noch ein wenig im Internet und ich suche nach praktischen Reisehelfern im Appformat. Bisher haben sich einige Apps als sehr praktisch erwiesen. Meine Erfahrung teile ich gerne und habe meine bisherige Sammlung zusammengefasst (s. Menüpunkt Reiseapps). Anmerkungen und Tipps sind natürlich gerne erwünscht. Der Tag ist ansonsten unspektakulär, bis wir nach dem Abendessen ein deutsches Pärchen kennenlernen.

Ein letztes Abendessen am Strand - mit unerwartetem Ausgang

Ein letztes Abendessen am Strand – mit unerwartetem Ausgang

Markus und Frederike sind gerade erst auf Phu Quoc angekommen und wie wir schnell erfahren, planen die beiden morgen früh ganz heimlich und inoffiziell am Strand zu heiraten. Das sind doch mal Neuigkeiten!
Natürlich sind wir begeistert und verbringen einen redseligen Abend mit Gitarrenmusik und einigen Kaltgetränken. Zu einer inoffiziellen Hochzeit gehört natürlich auch ein inoffizieller Junggesellenabschied und nachdem die Bar um kurz vor zehn schließt, bemächtigen wir uns noch zweier Flaschen Wein, die im leichtsinnig unverschlossenen Kühlschrank an der Strandbar lagern. Die Stimmung ist gut und so feiern wir bis fast 1.00 Uhr. So lange waren wir schon lange nicht mehr wach.

Tag 90: Hochzeit am Strand und Ankunft in Can Tho

Hochzeit am Strand

Hochzeit am Strand

Natürlich freuen wir uns sehr, dass wir die Hochzeit von Markus und Frederike begleiten dürfen. Am Abend haben wir schon kurz ein paar Pläne geschmiedet und uns für 10:30 Uhr am Strand verabredet. Als wir pünktlich am Strand erscheinen, warten die beiden schon im Hochzeitsdress auf uns. Obwohl kein fester Ablauf geplant ist, orientieren wir uns ein wenig an einer klassischen Hochzeit, allerdings im „Beach-Style“. Anstatt dem Gang zum Altar gehen die beiden gemeinsam zum Strand, anstatt einer Orgel gibt es ein paar Töne auf der Minigitarre und ich habe die große Ehre die beiden mit ein paar warmen Worten am Strand empfangen.

Markus und Frederike geben sich das JA-Wort

Markus und Frederike geben sich das JA-Wort

Natürlich haben die beiden ihre Hochzeitsringe dabei und nachdem die Hochzeitsgelübte (auf eleganten Hotelservierten verfasst) verlesen sind, geben sich die beiden mit den Füßen im Sand das JA-Wort. Eine außergewöhnliche und sehr ungezwungene Hochzeit und auch für uns ein bewegender Moment!

Auch den „Segen von Oben“ scheinen die beiden zu haben, denn im Gegensatz zum Vortag und der Wettervorhersage strahlt heute wieder die Sonne. Beste Voraussetzungen für das anschließende Fotoshooting, bei dem wir spontan auch ein grünes Schlauboot mit einbeziehen.

Wir wünschen euch nur das Beste!

Wir wünschen euch nur das Beste!

Leider können wir die Hochzeit nicht zu lange genießen, denn unser Flieger nach Can Tho ist bereits gebucht. Immerhin schaffen wir es noch, gemeinsam auf das Glück der beiden anzustoßen, bevor uns unser bestelltes Taxi abholt. Ein toller Abschluss unseres Aufenthaltes auf Phu Quoc.

Der Weiterflug nach Can Tho ist schnell vorüber, denn ich nicke kurz nach dem Start ein. Kein Wunder, denn der „Junggesellenabschied“ steckt mir noch ein wenig in den Knochen. Am (ebenfalls nagelneuen Flughafen) in Can Tho versuchen wir uns mit zwei Briten ein Taxi in die Stadt zu teilen, aber das Unterfangen scheitert leider an der hektischen jungen Dame die uns unterschiedliche Fahrzeuge zuweist. Nachdem wir in der Stadt angekommen und unser Hotel gefunden haben und uns auf in die Stadt machen, treffen wir die Beiden zufällig wieder.

Auf der Suche nach einem Reiseanbieter landen wir in einem Souveniershop

Auf der Suche nach einem Reiseanbieter landen wir in einem Souveniershop

In unserem Hotel wurde uns unsere gewünschte Route (schwimmende Märkte, Übernachtung auf Vinh Long und Weiterreise nach Ho Chin Minh City) angeboten, aber der Preis von 110 $/Person erschien uns doch ein wenig übertrieben. Unsere neue Bekanntschaft, Daisy, hat aber zum Glück eine Empfehlung bekommen und wir finden nach kurzer Suche diesen Anbieter, der uns befremdlicherweise nicht über ein Touristenbüro sondern über einen Souvenierladen in einer kleinen Mall vermittelt wird. Das Angebot beinhaltet die gleiche Tour, kostet aber nur die Hälfte. Zum Glück hatte Daisy bereits Mailkontakt und die Organisation hat einige positive Bewertungen auf Tripadvisor, so dass wir uns auf das Abenteuer dieser ungewöhnlichen Reisevermittlung einlassen.

Ein Bierchen mit Daisy und Henry auf einem lokalen Markt

Ein Bierchen mit Daisy und Henry auf einem lokalen Markt

Am Abend schlendern wir dann durch die Straßen von Can Tho, trinken ein gemeinsames Bier auf einem lokalen Markt (interessanterweise wird das Bier nicht vorher gekühlt, sondern erst mit einem Eisblock im Glas) und gehen danach in einem lokalen Restaurant essen. Ich entscheide mich erstmals für ein kulinarisches Experiment und bestelle Nudeln mit Schlangenfleisch. Das Schlangenfleisch ist lecker (ich finde es schmeckt wie eine Mischung aus Fisch und Hühnchen), aber das restliche Essen (Nicole bekommt eine Tiefkühlpizza serviert) ist weniger genießbar. Nach dem Essen gehen wir früh zu Bett, denn wir werden (hoffentlich) um 05:30 abgeholt, um im Morgengrauen die schwimmenden Märkten auf dem Mekong zu besichtigen.

Zum vorherigen Beitrag (Trekking in Nepal – Teil2)