Perth & ein Ausflug nach Albany

Tag 174: Von Melbourne nach Perth

Heute geht die Reise weiter nach Perth. Australien ist groß und da wir zwei unserer sechs Wochen in Australien schon auf Tasmanien (Mit dem Camper durch Tasmanien Teil 1 & Teil 2) verbracht haben, mussten wir uns zwischen der Ost- und der Westküste Australiens entscheiden.

Yvonne war bereits an der Westküste und hat mir so viel vorgeschwärmt, dass uns diese eigentlich schwere Entscheidung leicht gefallen ist. Zudem wohnt unsere Freundin Uschi in Perth und wir haben damit eine Anlaufstelle.

Wir fliegen mit der Discount-Airline Tigerair

Wir fliegen mit der Discount-Airline Tigerair

Morgens haben wir noch ein bisschen Zeit und schlendern ein letztes Mal durch die City. Mittlerweile wissen wir, dass es auf den Billigflügen von Tigerair keinen kostenlosen Boardservice gibt und decken uns bei Coles (eine günstige Supermarktkette) mit ein paar Snacks und Getränken ein.

Obwohl die Aussies an den Flughäfen sehr streng sind, darf man bei Inlandsflügen sogar Getränke mit in den Flieger nehmen. Der Flug selbst ist eigentlich unspektakulär. Der kleine Junge mit den großen Blähungen (wir riechen im Viertelstundentakt richtig ekelhafte Kinderfürze) ist eigentlich nur erwähnenswert, weil sich jedes Mal zeitgleich alle Menschen in den umliegenden Reihen die Nasen zuhalten, was eine gewisse Situationskomik hat.

Ein herzlicher Empfang in Perth

Ein herzlicher Empfang in Perth

Am Flughafen in Perth spüren wir den Wetterwechsel sofort. Während es in Melbourne noch recht kühl war, sind es in Perth direkt über 30°C buy cialis overnight shipping. Den Luxus von Freunden (auf Reisen hat man vielmehr Bekanntschaften als Freunde) dürfen wir direkt nach der Ankunft spüren. Uschi holt uns vom Flughafen ab und wir dürfen ein paar Tage bei ihr wohnen. Das Haus liegt in einer schicken Gegend und ist groß. Wir haben sogar ein eigenes Schlafzimmer und fühlen uns auf Anhieb wohl. Kurz nach der Ankunft sitzen wir auch schon am Flussufer und ich genieße ein kühles Bier. Das wir am Abend auch noch Heringsfilet mit Kartoffeln bekommen (das hatten wir uns gewünscht, denn die gute deutsche Küche kann so Einiges!) krönt den Ankunftstag.

Tag 175: Perth City

Perth City

Perth City

Durch die 3-Stunden Zeitverschiebung zu Melbourne werden wir früh wach. Vor dem Frühstück drehe ich mit Ralph (Uschis vierbeinigem Mitbewohner) eine Runde durch die Wohnsiedlung. Ralph ist mega-aktiv und nutzt meine fehlende Ortskenntnis für eine extra lange Runde.

Nach dem Frühstück fahren wir in die Innenstadt. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind hier gut organisiert und in weniger als einer halben Stunde haben wir die Innenstadt erreicht. Auch in der Innenstadt gibt es Busse (gelbe, blaue, rote und grüne Linie), die sogar umsonst sind. Es dauert ein bisschen bis wir uns wieder orientiert haben, aber dann gehen die Fahrten durch Perth reibungslos. Die Innenstadt ist gemütlich und wir finden schnell einen Mittagssnack in einer „Foodcorner“.

Kings Park in Perth

Kings Park in Perth

An der Uferpromenade wird gerade kräftig gebaut und die Gegend um den „Bell-Tower“ sieht aktuell nur auf der Zeichnung am Bauzaun gut aus. In einigen Jahren wird sich hier viel verändern.

Viel schöner ist dagegen der Kingspark. Von hier kann man das Zentrum und die Skyline von Perth sehen und gleichzeitig durch den schön angelegten Park spazieren. Hier gibt es Gedenktafeln, verschiedene botanische Gärten und eine schicke Brücke mit Blick auf Perth.

Perth vom Kings Park gesehen

Perth vom Kings Park gesehen

Am Abend begleite ich Uschi zu ihrem Training im Park. Ich wurde zwar vorgewarnt, aber die fünf Übungen mit jeweils 8 Sätzen bei fast 30°C sind noch schweißtreibender als erwartet und der Muskelkater ist vorprogrammiert. Das Workout wird dafür mit einer kulinarischen Köstlichkeit belohnt (und der Kalorienverbrauch neutralisiert).

Karneval in Australien

Karneval in Australien

Eine voll ausgestattete Küche gibt es auch nicht überall. Während wir beim Training sind, hat Yvonne Käsespätzle gezaubert und auch Uschis australischer Ehemann Darren scheint die österreichische Küche sehr zu schmecken. Nach dem Essen legen wir ein paar alte Krawatten an und suchen uns ein paar schräge Klamotten raus. Die Krawatten werden den Abend nicht überleben und bald der Schere zum Opfer fallen. Heute ist ein besonderer Donnerstag, im Rheinland als Altweiber bekannt. Wir feiern heute solidarisch auch in Australien und standesgemäß gibt es dazu einen deutschen Schnaps.

Tag 176: Bürotag und Abendessen in Fremantle

Gelegentlich brauchen wir während der Reiserei auch mal einen Bürotag um die aktuellen Planungen und Finanzen im Auge zu behalten. Neben dem Berichten auf unserem Reiseblog gibt es auch zahlreiche technische Möglichkeiten, die das Lesen und Schreiben vereinfachen und verbessern können. Die Möglichkeiten sind fast unendlich, was die Sichtung und Auswahl nicht vereinfacht. Ich fuchse mich aber immer besser rein und werde dem Blog bald mal wieder ein kleines Update verpassen.

Die Brauerei "Little Creatures" in Fremantle

Die Brauerei „Little Creatures“ in Fremantle

Nachdem ich den ganzen Tag am Rechner gesessen habe, ist der Ausflug nach Fremantle eine willkommende Abwechslung. Wir haben uns mit zwei weiteren Freunden von Uschi in einem Brauhaus verabredet. Der Abend ist nett und das Bier köstlich. Da wir momentan keine Übernachtungskosten zahlen, ist auch der Bierpreis von 10$ zu verschmerzen. Unsere Gastgeber fahren uns dann netterweise noch einmal durch die City und zum Hafen. In Fremantle startet die Fähre nach “Rottnest Island“ und wenn wir es zeitlich noch hinbekommen, wollen wir uns auch diese Insel anschauen (und darüber berichten). Wir schnuppern noch kurz in das Nachtleben von Fremantle, bevor wir den Heimweg antreten.

Tag 177: Albany

Ein riesiges Anwesen in der Nähe von Albany

Ein riesiges Anwesen in der Nähe von Albany

Albany liegt über 400km von Perth entfernt an der Südküste Australiens. Darrens Vater wohnt noch dort, hat aber sein Haus verkauft und Darren und Uschi wollen ein letztes Mal ein Wochenende dort verbringen. Wir haben die Ehre, die Beiden zu begleiten und so die Gelegenheit, den Südwesten Australiens ein bisschen zu erkunden. Darren muss noch arbeiten und entsprechend können wir erst gegen Mittag starten und müssen uns dann ranhalten.

Eine alte Minigoldbahn befindet sich auf dem weitläufigen Gelände

Eine alte Minigoldbahn befindet sich auf dem weitläufigen Gelände

Am Abend kommen wir endlich an und stellen fest: Es handelt sich weniger um ein Haus, als vielmehr um ein Anwesen mit einem Haupthaus, einem Nebengebäude und fast 10.000m² Grundstücksfläche. Hinter dem Haus führt ein Fluss entlang und auf dem Gelände gibt es eine alte Minigolfbahn, die aber seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr bespielt wurde. Das Haupthaus ist schon über 100 Jahre alt und es gibt hohe Decken und Kaminöffnungen in den zentralen Räumen. Wir werden von Jeff und Chester (einen riesiger schwarzer Labrador) freundlich begrüßt. Wir sind alle hungrig und entsprechend wird der Grill zügig in Betrieb genommen. Ein Kilo Lammsteak, frische Maiskolben, ein Nudelsalat und zahlreiche Kaltgetränke später sitzen wir auf der großzügigen Veranda und singen und lachen bis uns die Müdigkeit einholt.

Ein ausgiebiges Abendessen mit Gastgeber Jeff

Ein ausgiebiges Abendessen mit Gastgeber Jeff

178: Sightseeing in Denmark und Albany

In der Nähe von Albany gibt es tolle Strände

In der Nähe von Albany gibt es tolle Strände

Ein Wochenende ist eigentlich viel zu kurz um die vielen Ausflugsziele in- und um Albany zu erkunden. Uschi und Darren kennen sich zum Glück gut aus und so können wir trotz kurzer Zeit Einiges sehen. Nach der Rundfahrt an den Stränden mit Blick auf Albany und einer kurzen Pause an einem weißen Sandstrand fahren wir zur „Edge to Antarctica“. Hier befindet sich in der felsigen Steilküste ein großer Spalt, in den die Wellen schlagen. Die Felswand ist kerzengrade und geschätzte 50m hoch. Der Blick von oben in das tobende Meer ist beeindruckend. Direkt daneben gibt es auch eine „Natural Bridge“, die wir uns natürlich auch anschauen.

Abkühlung gefällig?

Abkühlung gefällig?

Während es an der „Edge of Antarctica“ recht kühl war (windig und bewölkt) ist das Wetter wieder viel schöner als wir am Strand in der Nähe der „Elephant Rocks“ ankommen. Aufgrund einer vorgelagerten Felsformation werden die Wellen abgefangen und man kann hier wunderbar schwimmen gehen. Eine Abkühlung können wir auch gut gebrauchen.

Im hinteren Bereich finden wir weniger später auch den Weg zu den Elephant Rocks. Die Felsen sehen – völlig überraschend – tatsächlich ein wenig aus wie Elefanten. Wir wandern ein bisschen umher und können dabei auch ein paar Krebse im seichen Wasser zwischen den Felsen beobachten.

Yvonne und die "Elephant Rocks"

Yvonne und die „Elephant Rocks“

Die Gegend um Albany ist bekannt für die zahlreichen Weingüter und am Nachmittag fahren wir eins an. Neben Wein gibt es auch wieder zahlreiche Konfitüren und Chutneys zu probieren. Im ersten Weingut ist es allerdings so überfüllt, dass es gar nicht zur Weinprobe kommt. Auch im zweiten Weingut können wir an keiner Verkostung teilnehmen, da diese während eines Livekonzerts nicht angeboten werden. Das alternative Livekonzert ist aber durchaus unterhaltsam und wir machen es uns mit ein paar Bekannten auf der Wiese bequem und kaufen auch ohne Verkostung ein Fläschchen.

Wein- und Desertprobe

Wein- und Desertprobe

Zum Abendessen sind wir in einer örtlichen Brauerei. Neben einer ordentlichen Portion Fish&Chips gibt es anstatt einer Weinprobe noch eine Bierprobe. Das deutsche Bier gefällt mir aber immer noch besser!

Tag 179: Albany und Heimfahrt

Die Bürger in Albany sind offensichtlich schwerhörig

Die Bürger in Albany sind offensichtlich schwerhörig

Wir verabschieden uns vom großzügigen Anwesen in Albany, das in wenigen Wochen endgültig den Besitzer wechseln wird. Bevor wir den Rückweg antreten, machen wir aber noch einen Stopp in Albany und besuchen Darrens Mutter. Natürlich machen wir auch noch einen Rundgang durch Albany. Vielleicht liegt es am Feiertag (der 3. März ist „Labour Day“), denn tote Hose wäre noch eine lebhafte Beschreibung des Stadtlebens. Die spannendste Begegnung haben wir noch mit einem wandelnden Stock, auch bekannt als „malaiische Riesenstabschrecke“. Die perfekte Holztarnung funktioniert natürlich nur, wenn man sich nicht vor einer einfarbigen Hauswand hängt. Das scheint der kleine Erdenbewohner noch nicht verstanden zu haben und wird so sehr schnell von uns entdeckt.

Eine malaiische Riesenstabschrecke

Eine malaiische Riesenstabschrecke

Während der Heimfahrt halten wir bei einer Erdbeerfarm und können uns mit frischen Erdbeeren und einem Glas frischer Erdbeermarmelade versorgen. Im Hintergrund sehen wir zahlreiche Backpacker beim verpacken. Wenn wir vor unserer Reise nicht genug gespart hätten, würden wir hier vielleicht auch arbeiten. Work&Travel ist in Australien sehr beliebt und der Stundenlohn mit 20$ ganz gut. Mit der Kohle kommt man lange hin, wenn man sich zügig nach Asien absetzt.

Auf der weiteren Heimfahrt geben wir Gas, soweit das in Australien möglich ist. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 110 km/h und dazu kommen noch gelegentliche kurze Pausen, Baustellen und zusätzliche Geschwindigkeitsreduzierungen. Kurz nach der Ankunft organisieren die Mädels das Abendessen beim Asiaten während ich mit Darren in der Garage ein paar Reiseutensilien zusammenstelle. Wir dürfen uns jede Menge Campingequipment borgen und sind damit bestens für unsere morgige Tour in den Nordwesten Australiens gerüstet.

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