Ningaloo Reef und zurück nach Perth

Tag 188: Schnorcheln im Ningaloo Reef

Bunte Unterwasserwelt am Ningaloo Reef

Bunte Unterwasserwelt am Ningaloo Reef

Neben dem Tauchen mit Walhaien gibt es im Ningaloo Reef unzählig viele schöne Spots zum Tauchen und Schnorcheln. Wir fahren an der Küste westlich von Exmouth in den Nationalpark. Hier gibt es zahlreiche Buchten für Tagesauflüge und auch einige Campingplätze. Am schönsten soll der „Turquoise Bay“ sein, wo es nicht nur eine schöne Stelle zum Schnorcheln, sondern auch -wie der Name schon sagt – einen wunderschönen Sandstrand und türkisblaues Meer zu bewundern gibt.

Turquoise Bay - Der Name ist Programm

Turquoise Bay – Der Name ist Programm

Das Schöne am Niangaloo Reef ist, dass man nicht unbedingt eine Tour buchen muss, sondern auch schon ein paar Meter vom Strand entfernt wunderbar schnorchel und das Unterwasserleben erforschen kann.

Es ist über 40°C und es gibt keinen Schatten

Es ist über 40°C und es gibt keinen Schatten

Das Meer ist ruhig und die Sicht klar

Das Meer ist ruhig und die Sicht klar

Momentan ist es in Exmouth richtig warm. Tagsüber liegt die Temperatur bei über 40°C im Schatten und auch die letzte Nacht war schon unangenehm mit über 30°C im Zelt. Dazu ist es heute auch noch recht windstill und wir sind froh, als wir mit Schnorcheln und Unterwasserkamera bewaffnet im kühlen Meer schwimmen.

Ein neugieriger Fisch

Ein neugieriger Fisch

Die Unterwasserwelt und auch der Strand sind toll und wir genießen unsere Zeit. Wir gehen am traumhaften Strand spazieren und kühlen uns gelegentlich im seichten Wasser. Sonnenbaden ist heute allerdings nicht wirklich drin, denn dafür ist es zu heiß und die Sonne brät uns ordentlich durch. Am frühen Nachmittag haben wir bereits genug von der Sonne und fahren zurück nach Exmouth. Es wäre zwar auch eine Option gewesen, direkt an einem der traumhaften Strände zu campen, aber hier gibt es überhaupt keinen Schatten und bei der Hitze erscheint uns das als keine gute Option.

Der „Big Four Caravan Park“ in Exmouth überrascht uns dann auch positiv. Das Personal ist sehr nett, wir bekommen einen schönen schattigen Campingplatz und die Küche und sanitären Einrichtungen sind erste Sahne. Es gibt einen schön angelegten Pool und kostenloses Internet. Zwischen diesem Campingplatz und dem schäbigen „Lighthouse Caravanpark“ etwas weiter im Norden liegen Welten und hier zahlen wir sogar weniger. Leider ist es immer noch so gut wie windstill und in der Nacht haben wir wenig Abkühlung und Schlaf.

Tag 189: Blowholes und Rückfahrt nach Carnevan

Die Blow Holes von weitem

Die Blowholes von weitem

Exmouth mit den tollen Stränden und der Unterwasserwelt des Ningaloo Reef sind wirklich fantastisch, aber nach den letzten heißen Tagen und Nächten sehnen wir uns tatsächlich nach ein bisschen Abkühlung. Schweren Herzens nehmen wir Abschied und fahren mit der Gewissheit, dass wir in wenigen Wochen in Neuseeland wieder einstellige Temperaturen haben und uns die Hitze zurückwünschen werden.

Wir haben auf der Hinfahrt schon einiges gesehen und entsprechend zügiger geht die Rückfahrt. Wir sparen uns den Umweg nach Coral Bay und fahren weiter bis kurz vor Carnevan. Etwa 50 km nördlich gibt es eine Ausfahrt zu den „Blowholes“ und einer kleinen Lagune. Die Wasserfontäne der Blowholes können wir schon bald von der Straße aus sehen. Das Wellen schlagen hier unterirdisch in die Felsen und werden durch etwa fußballgroße Löcher an der Oberfläche gepresst.

Die Blowholes in Schusslinie

Die Blowholes in Schusslinie

Das Ergebnis ist eine fast 10 Meter hohe Wasserfontäne. Dank wasserdichter Kamera bin ich mutig, gehe etwas näher heran und bin wenig später klatschnass. Auf die Sonne ist aber Verlass und als wir keine 10 Minuten später wieder einsteigen, ist meine Hose fast schon wieder trocken.

Hier gibt es hauptsächlich Muscheln und Seeigel

Hier gibt es hauptsächlich Muscheln und Seeigel

Wir machen unsere Mittagspause an der Lagune und ich kühle mich bei einem weiteren Schnorchelgang ein wenig ab. Das Wasser ist aber sehr flach (weniger als 1m) und neben einigen Fischen und Muscheln gibt es hier auch sehr viele Seeigel, so dass dieser Schnorchelausflug etwas kürzer ausfällt.

Wir tanken noch ein paar Minuten Sonne, bevor wir weiter nach Carnevan fahren. Dort angekommen gehen wir einkaufen und finden wenig später auch einen schönen Campingplatz, der uns während der Fahrt zum Supermarkt schon aufgefallen ist. Er ist schön grün und gibt jede Menge Schatten. Scheinbar wird der Platz schon seit vielen Jahren privat betrieben. Beim einchecken fragen wir nach WiFi und bekommen als Antwort „Nein, aber nach sowas hat letztens schon mal jemand gefragt. Ich muss mir das mal aufschreiben“. Bis auf einige „Residentials“ (Leute die dauerhaft auf dem Campingplatz leben) ist hier auch nicht viel los. Auf unserer Campingwiese sind wir die Einzigen und auch die Küche ist unberührt. Während wir kochen taucht dann aber doch noch ein anderes Pärchen auf und der junge Mann begrüßt uns mit „Ich habe schon gehört, ihr seid auch aus Deutschland“.

Axel und Sandra haben sich auch eine Auszeit gegönnt und bereisen die Welt. Wir kommen schnell ins Gespräch und tauschen unsere Erfahrungen aus. Dazu gibt es leckere Steaks vom Barbecue, zünftige Bratkartoffeln und ein Gläschen Weißwein. Wir verstehen uns gut und Sandra gesteht, dass sie versehentlich zu viel süßen Weißwein gekauft hat, der aber als Schorle durchaus zu genießen sei. Wir unterstützen natürlich gerne und lassen uns auch nicht irritieren, als um kurz vor 22:00 Uhr die Campingplatzlichter ausgeknipst werden. Wenig später geht es dann aber doch ins Bett. Es weht ein kühler Wind, die Temperatur ist wieder human und wir können gut einschlafen.

Tag 190: Geraldton

Zwischen Northampton und Geraldton gibt es wenig sehenswertes

Zwischen Northampton und Geraldton gibt es wenig sehenswertes

Von Carnevan nach Geraldton sind es etwas etwa 400km und per Tempomat fahren wir den größten Teil der Strecke in einem durch. Nördlich von Geraldton liegt das Dorf „Northhampton“ und von hier gibt es einen Abzweig durch ein paar Weingebiete. Unser Plan, auf dem Weg vielleicht noch einen Weingutbesichtigung mitzunehmen scheitert aber. Das einzige ausgeschilderte Weingut hat geschlossen und ansonsten gibt es auf dieser Strecke nicht wirklich viel zu sehen.

Mittagspause

Mittagspause mit Windschutz

Mittlerweile haben wir ziemlichen Hunger und machen eine Pause an einem Parkplatz. Dank mitgebrachter Pfanne und Campingkocher können wir uns auch unterwegs ein paar Nudeln brutzeln, was trotz Wind einwandfrei klappt.

Ein kurzer Spaziergang durch Geraldton

Ein kurzer Spaziergang durch Geraldton

Am Ziel angekommen fahren wir in die Innenstadt und spazieren durch Geraldton.

Unser Campingplatz liegt am "Sunset Beach"

Unser Campingplatz liegt am „Sunset Beach“

Es gibt eine schöne Strandpromenade und eine kleine Einkaufsstraße, aber wirklich besonders ist es hier nicht. Beim Campingplatz haben wir aber wieder ein gutes Händchen. Wir übernachten am Sunset-Beach und wie der Name schon sagt, können wir wenig später einen farbenfrohen Sonnenuntergang beobachten.

Tag 191: Dongara und zurück in Perth

Eigentlich haben wir gut geschlafen, aber gegen 05:00 Uhr werden wir durch eine Gruppe von Campern geweckt, die lautstark und volltrunken von ihrer Sauftour kommen. Die Truppe wohnt im Zelt neben uns und den „Assi-Slang“ kann man auch im englischen sofort raus hören. Leider glaubt die Gruppe, dass Zeltwände einen erhöhten Schalschutz darstellen und diskutieren in erhöhter Lautstärke über die „abgefuckt beschissenen Taxifahrer“, die die volltrunkene Truppe nicht mehr mitnehmen wollte und den Erfolg, von der Damenwelt nicht sofort in die Wüste geschickt worden zu sein. Die Truppe lässt sich durch pfeifen und Rufe nicht irritieren und so müssen wir uns die primitive Unterhaltung über eine halbe Stunde lang anhören. So eine Reise hält eben jeden Tag ein paar Überraschungen bereit…

Mit dem Auto am Strand

Mit dem Auto am Strand

Auf dem Weg zurück nach Perth halten wir südlich von Geraldton in dem kleinen Städtchen Dongara, an dem es schöne Strände geben soll. Tatsächlich finden wir nach kurzen Suche einen schönen Strand im Süden der Stadt und wunderlicherweise dürfen wir diesen sogar mit dem Auto befahren. Wir suchen uns eine schöne Düne, machen es uns gemütlich und ich springe nochmal in’s Meer.

Der Strand in Dongara ist schön aber windig

Der Strand in Dongara ist schön aber windig

Mit einem Burger von der Tanke (der überraschenderweise richtig gut ist) gestärkt fahren weiter bis nach Perth. Nach einigen Stunden haben wir es endlich geschafft und sind zurück in der Zivilisation. Der Ausflug nach Exmouth und das Ningaloo Reef war ein weiteres tolles Kapitel unserer Reise, auch wenn es zwischenzeitlich auch mal anstrengend (heiß und fliegenreich) war. Jetzt freuen wir uns auf ein paar erholsame Tage in Perth.