New York & Connecticut

Tag 261: Ankunft in New Jersey

Das Hotels in New York teuer sind, ist kein Geheimnis. Nach den guten Erfahrungen mit der Onlineplattform Airbnb haben wir uns kurzerhand wieder dazu entschieden, eine private Unterkunft anzumieten. Dieses Mal sind wir zwar etwas außerhalb, haben aber dafür ein ganzes Apartment in New Jersey bekommen. Ein großer Vorteil, denn wir haben neben einem netten Schlafzimmer auch eine Küche, Waschmaschine und kostenloses WiFi und können so komfortabler (und günstiger) leben, als in einem Hotel.

falsche Richtung...

falsche Richtung…

Die Anreise erschweren wir uns selbst ein wenig. Von der Newark Pennstation sind es eigentlich nur zwei kurze Stationen aber wir sind in Hektik und steigen in die falsche Richtung ein. Wir bemerken es zwar sehr schnell, aber der Zug ist schon in Bewegung. Dummerweise haben wir auch noch einen Schnellzug erwischt, der ganze 7 Stationen auslässt, ehe wir wieder in die richtige Richtung umsteigen können. Der Rückzug hält natürlich an allen Stationen und es dauert fast 30 Minuten…

Über "AirBnB" finden wir ein schickes Apartment

Über „AirBnB“ finden wir ein schickes Apartment

Das Apartment gefällt uns gut und da wir auf dem Hinweg schon ein paar Dinge eingekauft haben, müssen wir selbst zum Abendessen nicht mehr raus. Der Rucksackinhalt wird schnell in der ganzen Wohnung verteilt und wir fühlen uns schnell heimisch. Eine Dusche mit 4 verschiedenen Einstellungen, eine gut und hochwertig ausgestattet Küche und ein weiches Queensize-Bett sind für uns mittlerweile absoluter Luxus.

Tag 262: New York City

Times Square

Times Square

New York wir kommen

New York wir kommen

Ausgeschlafen und gut erholt fahren wir mit dem Bus nach Manhattan. Natürlich ist viel Verkehr und es dauert über eine Stunde bis wir den Timesquare erreichen. Wie im Film laufen die Menschenmassen hektisch durch die Straßen. Auf dem Timesquare sehen wir nicht nur zahlreiche Touristen, sondern auch unseren Tourfreund Deyn wieder, mit dem wir heute gemeinsam die Stadt erkunden werden.

Nach einer Stärkung bei Starbucks (unheimlich, wie schnell man sich an die Ketten in Amerika gewöhnt) machen wir uns auf den Weg und besichtigen erst die städtische Bibliothek und dann die prunkvolle Grand Central. Über uns sehen wir riesige Wolkenkratzer, wie das Crysler Building oder das Empire State Building (die ich zu anfangs prompt miteinander verwechsel).

Grand Central

Grand Central

Empire State oder Crysler Building?

Empire State oder Crysler Building?

Die Skyline von New York

Die Skyline von New York

Wer New York zu Fuß erkunden will braucht viel Zeit und Ausdauer. Die Distanzen sind nicht unerheblich und nachdem wir über 20 Blocks zu Fuß abgelaufen sind, entscheiden wir uns für die Metro in den Süden Manhattans. Wir laufen zur Fähre, die regelmäßig und kostenlos nach Staten Island ausläuft. Während der Fahrt bekommen wir einen wunderbaren Blick auf die Skyline und fahren an der Freiheitsstatur vorbei. In Staten Island angekommen nehmen wir dieselbe Fähre und fahren wieder zurück. Dieses Mal war der Weg wortwörtlich unser Ziel.

Die berühmte Freiheitsstatur

Die berühmte Freiheitsstatur

Wall Street

Wall Street

Natürlich gehört ein Spaziergang über die berühmte Wall-Street zu einem Besuch in New York. Es ist schon deutlich nach fünf und es ist ruhig auf den Straßen. Wir laufen am „New York Stock Market Exchange“ vorbei und von dort in Richtung Chinatown. In diesen Stadtteil dringen wir allerdings nicht besonders tief ein. Wir sind hungrig und nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns für ein Restaurant in Little Italy, wo wir wieder ein leckeres Abendessen serviert bekommen.

Nagelneu: Das neue World Trade Center

Nagelneu: Das neue World Trade Center

Unser letzte Sehenswürdigkeit für heute ist der Ground Zero, wo einst die beiden Türme des World Trade Centers gestanden haben. Hier wurde und wird noch extrem viel gebaut. Ein gigantischer neuer Wolkenkratzer ragt in den Himmel und ein weiteres Gebäude und ein großer Bahnhof sind im fortgeschrittenen Baustadium. Der Ground Zero selbst wurde auf eindrucksvolle und künstlerische Weise hergerichtet. In der Form der Bodenplatten der beiden Tower wurden zwei Brunnen ausgehoben, auf deren Rändern die Namen der Verstorbenen ausgespart wurden. Es ist schon dunkel und sowohl die Brunnen als auch die Namen werden passiv beleuchtet. Ein andächtiger Anblick.

Der Ground Zero

Der Ground Zero

Wir verabschieden uns von Deyn und fahren zurück „nach Hause“.

Tag 263: Central Park & Brooklyn Bridge

Wir relaxen im Central Park

Wir relaxen im Central Park

In New York kann man viel sehen und erleben, aber auch am zweiten Tag lassen wir es ruhig angehen. In einem Kurzurlaub hat man nicht viel Zeit und möchte möglichst viel erleben. Wir haben aber gelernt, dass das auf Langzeitreise anders ist und man Städte und Dinge viel besser genießen (und verarbeiten) kann, wenn man es manchmal auch gemächlich angehen lässt. Wir haben uns für heute nur einen langen Spaziergang durch den Central Park vorgenommen, was für einen Ganztagsausflug auch völlig ausreichend ist. Der Park erstreckt sich über mehrere Kilometer und ist sehr vielfältig.

Reges Treiben im Central Park

Reges Treiben im Central Park

Die Sonne scheint und wir sind heute nicht die einzigen, die gemütlich im Gras sitzen und das rege Treiben beobachten. Mitten in der Stadt sitzen wir im Grünen und über den Baumwipfeln erstrecken sich die Hochhäuser New Yorks. Eine schöne Atmosphäre, die wir genießen können.

Mitten im grünen in New York

Mitten im grünen in New York

Der Spaziergang ist abwechslungsreich. Wir sehen Künstler und Schausteller, laufen vorbei an Sportplätzen und Flüssen, einem großen See und besuchen die Shakespeare Gardens.

Auf der Brooklynbridge ist viel los

Auf der Brooklynbridge ist viel los

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zur Brooklyn Bridge, die heute stark frequentiert ist. Nachdem wir uns durch die Fußgänger und Radfahrer gekämpft haben, müssen wir leider feststellen, dass gerade Umbauarbeiten stattfinden, die das Gesamtbild der Brücke doch ein wenig schmälern.

Tag 264: Jersey GardensWatch movie online The Transporter Refueled (2015)

Heute machen wir heute einen Abstecher in die Jersey Gardens, eine Outlet-Shoppingmall in der Nähe des Newark-Flughafens. Yvonne hat sich einen Shoppingausflug gewünscht und meine Laufschuhe haben es nach 9 Monaten Dauernutzung (inkl. Himalaya-Wanderung und Halbmarathon) auch hinter sich. Die Anreise gestaltet sich aber als schwieriger als erwartet. Den ersten Bus bekommen wir wie geplant, aber der Zweite kommt erst eine halbe Stunde zu spät und ist dann auch noch so voll, dass der Busfahrer abwinkt und erst gar nicht an der Haltestelle hält. Derartige Probleme gibt es offensichtlich nicht zum ersten Mal, denn wenig später taucht ein privater Fahrer auf und nimmt uns mit.

Volle Einkaufstüten und trotzdem noch Geld im Portmonaie

Volle Einkaufstüten und trotzdem noch Geld im Portmonaie: So macht einkaufen Spaß

Ich bin kein großer Shoppingfan, aber zumindest die Preise machen hier deutlich mehr Spaß als zu Hause. Selbst bei Aberacrombie, Hollister & Co gibt es was zu erschwinglichen Preisen und für 150$ gibt es eine ganze Tasche voll neuer Klamotten (und neue Flipflops). Die Auswahl an Laufschuhen ist ebenfalls groß, auch wenn die von mir bevorzugten Trailrunningschuhe in Amerika nicht weit verbreitet zu sein scheinen. Obwohl wir den ganzen Nachmittag in der Mall verbringen, ist das Budget noch nicht aufgebraucht und wir gehen bei Applebees Abendessen. Auf dem Rückweg nehmen wir nur einen Bus und dann die Metro, was reibungslos funktioniert.

Tag 265: Connecticut: Yvonnes Gastfamilie

Mit dem Rucksack durch New York

Mit dem Rucksack durch New York

Mit gepacktem Rucksack fahren wir heute wieder in die City. Unser Ziel ist der Grand Central, von wo wir mit dem Zug weiterfahren werden. Dazu müssen wir Port Authority (Busbahnhof) eine Blocks laufen und mit dem Trekkingrucksack auf den Schultern fühlt sich New York gleich ganz anders an. Am Times Square vorbei erreichen wir den Bahnhof und setzen uns in einen Zug Richtung Connecticut. Yvonne hat dort vor 7 Jahren als Au Pair gelebt und wir fahren ihre alte Gastfamilie besuchen.

Das Haus der Gastfamilie

Das Haus der Gastfamilie

Schon aus der Bahn und im Bus bekomme ich einen kleinen Eindruck von Connecticut: Schicke kleine Dörfer und Wald. Yvonne hatte mir schon berichtet, dass ihre Gastfamilie im nirgendwo wohnt und man ohne Auto nirgends hinkommt. Autos gibt es hier aber genug und Audi, BMW und Porsche sind sehr beliebt. Connecticut gilt als der reichste Bundesstaat der USA. Es verwundert daher nicht, dass Yvonnes ehemaliger Gastvater uns mit einem schicken Audi Cabrio abholt.

Der "Kleine" ist in 7 Jahren ordentlich gewachsen

Der „Kleine“ ist in 7 Jahren ordentlich gewachsen

Wir erreichen das weitläufige Grundstück und betreten das Haus. Yvonne hat hier ein Jahr gelebt und kennt sich natürlich noch aus. Hier und da hat sich ein bisschen was verändert, aber ihr altes Zimmer sieht (und riecht) noch wie früher aus. Bis auf den ältesten Sohn können sich die Kinder aber kaum an Yvonne erinnern. Die Familie beschäftigte seit 13 Jahren 12 unterschiedliche Au Pairs und vor sieben Jahren waren die meisten der Kinder auch noch sehr klein. Besonders spannend ist die Unterhaltung mit dem aktuellen Au Pair, die in vielerlei Hinsicht auch Jahre später ähnliche Erfahrungen mit der Familie gemacht hat.

Das Leben im Überfluss steht im krassen Gegensatz zu unseren Erfahrungen in ärmeren Ländern. Countryclubs, Villen und teure Autos sind hier normal und wenn ein Kind etwas haben möchte, wird es eben gekauft. Lebensfreudiger empfinden wir die Menschen hier aber nicht. Geld macht das Leben leichter, aber nicht glücklicher.

Tag 266: Connecticut: Yvonnes Au Pair Freundinnen

Au Pairs wiedervereint

Au Pairs wiedervereint

Am nächsten Tag verabschieden wir uns von der Gastfamilie und besuchen mit Ceci, eine Freundin aus Yvonnes Zeit als Au-Pair. Ceci hat uns indirekt schon einmal Unterschlupf gewährt, als wir bei ihrer Familie in Malaysia untergekommen sind und wir eine tolle Zeit mit ihrem Bruder Gerald verbringen durften. Die Begrüßung ist herzlich und wir fühlen uns auch hier wieder willkommen.

Bei Ceci hat sich seit ihrer Au Pair Zeit einiges verändert. Sie hat einen Amerikaner geheiratet, lebt in den Staaten und hat einen 2-jährigen Sohn. Der kleine Logan ist aufgeweckt und wird sogar dreisprachig erzogen (Mandarin, Englisch und Zeichensprache), was er beeindruckend gut hinbekommt. Die beiden leben gerade bei ihrer Tante und werden in wenigen Tagen nach Florida ziehen.

Mittagessen mit Ceci, Mery, Marcin, Logan und Patryck

Mittagessen mit Ceci, Mery, Marcin, Logan und Patryck

Zum Mittagessen sind wir mit zwei weiteren Freunden verabredet. Mery und Marcin sind ebenfalls alte Bekannte aus der Zeit als Au Pair und wir treffen uns in einem nahegelegenen Restaurant. Mery kommt aus Peru (unser nächstes Reiseziel) und die Gesprächsthemen gehen uns nicht aus. Mit dabei ist auch der kleine Patryck, für den wir nach dem Essen einen Spielplatz suchen. Wir finden aber Keinen und laufen stattdessen durch einen Park, wo Patryck das klettern auf umgestürzten Bäumen für sich entdeckt.

Am Abend lernen wir Cecis Tante und die Familie kennen. Wir essen gemeinsam und tauschen uns über die Unterschiede zwischen Amerika und Europa aus.

Tag 267: Mittagessen mit Yvonnes Gastmutter

Das letzte Treffen aus der Zeit als Au Pair haben wir heute mit ihrer Gastmutter und ihrer Tochter, die vor zwei Tagen noch nicht zuhause war. Wir gehen gemeinsam Mittagessen und unterhalten uns. Die meiste Zeit hören wir dabei zu, denn Ritu und ihre Tochter Kirina waren am Wochenende bei einem internationalen Problemlösewettbewerb und haben sehr viel zu erzählen. Interessant dabei ist, dass Kirina schon damals als 2-jähriges Mädchen sehr „bossy“ (bestimmend) war, was sich bis heute nicht geändert hat.

Den restlichen Tag verbringt Yvonne mit Ceci und Logan, während ich die nächsten Beiträge für den Blog einstelle. Meistens macht mir die Arbeit am Blog Spaß, manchmal muss ich mich aber auch ein bisschen dazu zwingen. Nach 9 Monaten will ich die Berichterstattung natürlich nicht einreisen lassen und das eine Reiseblogs auch Arbeit bedeutet, ist kein Geheimnis. Abends haben wir noch ein paar interessante Gespräche mit unseren Gastgebern. Das „beste Land der Welt“ (so sehen es einige Amerikaner) ist weit vom besten Bildungssystem der Welt entfernt. Ein Studium an einer guten Universität kostet etwa 40.000$/Jahr und ist damit nur Elitestudenten (mit Stipendium) und reichen Familien vorbehalten. Das Bildungssystem forciert die Kluft zwischen Arm und Reich und auch das Gesundheitssystem dient nicht unbedingt der sozialen Gleichheit. Europa ist in dieser Hinsicht deutlich fortschrittlicher aufgestellt.

Tag 268: Abflug nach Lima

Es geht weiter nach Lima

Es geht weiter nach Lima

Da fast jeder in Connecticut ein teures Auto hat, ist die Verbindung zum Flughafen in New York mit öffentlichen Verkehrsmitteln denkbar kompliziert. Um nicht schon mitten in der Nacht aufstehen zu müssen und um das Risiko zu vermeiden, in der Rushhour stecken zu bleiben, haben wir uns einen privaten Fahrer organisiert, der uns wieder zum Flughafen fährt. Wir fahren früh los und gehen damit kein Risiko ein, im Verkehr festzustecken und den Flug zu verpassen. Wir kommen aber erstaunlich schnell durch und erreichen den Flughafen fast 3 Stunden vor Abflug.

Ein Freund hat mal gefragt, wie viele Stunden wir schon an Flughäfen gesessen haben. Mittlerweile dürfte es schon weit mehr als einen ganzen Tag sein. Nach dem ein- oder anderen stressigen Flug sitzen wir aber auch mal ganz gerne am Flughafen. Man kann ein bisschen runterkommen, lesen oder das oft kostenlose Flughafen-Wifi nutzen. Besser als der Stress bei knappen Zeitplänen, den wir auch schon öfters erleben durften.

Unsere heutige Wartezeit ist auch wieder entspannt und voller Vorfreude. Nach über 3 Monaten in der westlichen Kultur freuen wir uns wieder auf ein wenig Abenteuer in Südamerika!