Los Angeles & Las Vegas

Tag 240: Ankunft in Los Angeles

Wir sind über die Nacht von Fiji nach Los Angeles geflogen, aber das Datum hat sich nicht geändert. Wir haben 19 Stunden Zeitverschiebung, gefühlt sind es aber zum Glück nur 5 Stunden. Wir immigrieren schnell und problemlos und sitzen wenig später in der Metro nach Downtown, wo wir ein Hotelzimmer angemietet haben. Auf dem Weg zum Hotel begegnen wir schon ein paar windigen Gestalten und gelegentlich weht uns der Geruch von Marihuana ins Gesicht. Downdown LA ist nicht unbedingt die nobelste Gegend.

Unser erstes Abendessen in den USA ist nobel

Unser erstes Abendessen in den USA ist nobel

Unser Hotel „Stay-On-Main“ ist schicker als erwartet, war aber auch nur deswegen so günstig ist, weil wir ein winziges Gemeinschaftsbad am Ende des Flures nutzen müssen. Nach der kurzen Nacht im Flieger mit Zeitverschiebung machen wir als erstes ein Nickerchen. Am Abend weckt uns der Hunger und wir stellen überraschend fest, dass wir zuletzt im Flieger gefrühstückt haben. Wir schlendern die Straßen entlang und bleiben vor einem Italiener hängen. Der Laden sieht zwar schick (und teuer) aus, aber wir beschließen trotzdem einen Blick auf die Karte zu werfen. Auf gutes italienisches Essen haben wir richtig Lust und ab und zu dürfen wir uns auch etwas gönnen. Das Essen (Ceasar Salat, Carparcio, Tortellini in Vodka Sauce, Steak und Tiramisu) ist phänomenal!

Tag 241: Hollywood & Beverly Hills

Am "Walk of Fame" ist viel los

Am „Walk of Fame“ ist viel los

Wir starten gut ausgeschlafen in den Tag. Mit dem öffentlichen Bus geht es in den Stadtteil Hollywood, von wo man das berühmte Schild und den Walk of Fame bewundern kann. Natürlich ist hier einiges los. Neben den vielen Touristen gibt es auch zahlreiche Schausteller, verkleidete Superhelden und Nachwuchsrapper, die versuchen ein paar Dollar zu verdienen. Ein Rapper „schenkt“ mir seine CD, will dafür aber eine Spende von 10$. Ja ne, ist klar!

Guns'n'Roses Star "Slash" hat auch nen Stern

Guns’n’Roses Star „Slash“ hat auch nen Stern

Nachdem wir den Walk of Fame inspiziert haben, kaufen wir uns ein Busticket für die Rundfahrt zu den Universal Studios und durch Beverly Hills. Das Ticket ist zwar mit 46$ überteuert, aber wir haben nur einen Tag in LA und wollen möglichst viel sehen.

Vor den Universal Studios (im Hintergrund wartet eine Menschentraube)

Vor den Universal Studios (im Hintergrund wartet eine Menschentraube)

Bars und Souveniershops überall

Bars und Souveniershops überall

Bei der Ankunft an den Universal Studios erwartet uns schon eine Menschentraube. Wir vermuten irgendwelche B-Promis und schauen uns ein bisschen um. Vor dem Hardrock Café entdecken wir eine riesige Gitarre. Auf dem Rückweg hören wir schon aus der Ferne lautes Gekreische. Wir sind doch ein wenig neugierig, doch die vermeintlichen Stars haben der Menschentraube den Rücken zugewandt.

Usher (mit Handy beschäftigt), Shakira und Blondie im Interview

Usher (mit Handy beschäftigt), Shakira und Blondie im Interview

Auf dem Weg zum Bus werden wir von der Security genauestens beobachtet und werden darauf hingewiesen erst im Bus Fotos machen zu dürfen. Von hier können wir die Bühne von vorne einsehen. Anstatt der erwarteten B-Promis können wir Usher, Shakira und einen weiteren, uns unbekannten, Star erkennen. Das Interview scheint weniger spannend zu sein, denn Kollege Usher ist primär mit seinem Handy beschäftigt 😉

Wir erreichen die Nobelgegend Beverly Hills

Wir erreichen die Nobelgegend Beverly Hills

Nachdem wir den Programmpunkt „Paparazzi in Hollywood“ abgehakt haben, machen wir eine Rundfahrt durch Beverly Hills. Wir passieren teure Straßen, den berühmten „Rodeo Drive“ mit den edelsten Geschäften Amerikas und zahlreiche Clubs und Hotels, die z.B. in Hollywood-Filmen wie den Blues Brothers oder Oceans Eleven eine Rolle gespielt haben. Der Audioguide informiert uns auch über einen kleinen Schnapsladen am Straßenrand, in dem sich Guns’n‘Roses vor ihrem Durchbruch mit billigem Schnaps eingedeckt haben. Ein Stadtteil mit einer spannenden Geschichte.

Das "House of Bijan" auf dem Rodeo Drive ist eine der teuersten Shoppingadressen der Welt

Das „House of Bijan“ auf dem Rodeo Drive ist eine der teuersten Shoppingadressen der Welt

Auf dem Rückweg fahren wir absichtlich eine U-Bahn Station weiter, um den Weg zu unserem Treffpunkt zu erkunden. Morgen früh startet unsere Tour von Los Angeles nach New York. Der Rückweg wird dann jedoch unerwartet erschwert, nachdem ich mit FlipFlops in eine scharfe Eisenkante am Gehwegrand laufe und mir den dicken Zeh aufschlitze. Nachdem wir die 4 Blocks zurückgehumpelt sind, wollen wir nur noch Abendessen und uns ausruhen. Der Sushiladen neben dem „Stay-On-Main“ sieht zwar nicht besonders toll aus, aber wir wollen/können nicht mehr weit laufen und setzen uns rein. Kurz darauf erleben wir eine tolle Überraschung. Das bestellte Sushi ist nicht nur sehr gut, sondern auch viel und günstig und auch das Hauptgericht überzeugt auf ganzer Linie. Der Besitzer kann uns offensichtlich gut leiden, denn wir bekommen noch eine zusätzliche Portion Sushi und zwei Stücke frische Melone aufs Haus. Ein absolut überzeugendes Abendessen!

Tag 241: Viva Las Vegas

Hollywood Hills

Hollywood Hills

Am morgendlichen Treffpunkt lernen wir unsere Reisegruppe kennen. Auf dem Sofa im Hotelfoyer sitzen 10 Mädels und begrüßen uns freundlich. Eine Minute später kommt immerhin noch ein männlicher Reiseteilnehmer dazu und ich bin glücklicherweise keine 3 Wochen alleine unter Frauen. Deyn ist die Freude über meine Anwesenheit auch sichtlich anzusehen.

Deyn lässt sich ein paar wirklich schlechte HipHop-CDs verkaufen

Deyn lässt sich ein paar wirklich schlechte HipHop-CDs verkaufen

Wir sind mit einem Kleinbus samt Hänger unterwegs und fahren zunächst nochmal zum Walk of Fame, den einige Gruppenmitglieder noch nicht gesehen haben. Nach einem kurzen Spaziergang laufen wir gerade zurück, als wir Deyn auf der anderen Straßenseite mit zwei schwarzen Herren diskutieren sehen. Zurück am Bus erfahren wir, dass sich Deyn nicht eine, nicht zwei, sondern sogar drei CDs für insgesamt 30$ aufschwatzen lassen hat und sich damit schon am ersten Tag den Spitznamen „CD“ sichert.

Durch den dichten Verkehr fahren wir zum bekannten Venice Beach. Hier hat Arnold Schwarzenegger einst in der „Muscle Bar“ trainiert und auf der Strandpromenade gibt es allerlei zu sehen. Auf den Basketballfeldern ist schon morgens einiges los und auch die Geschäfte und „Green Doktors“ sind schon frequentiert. Die vielen schrägen Gestalten sind sicherlich die Hauptattraktion am Venice Beach.

Ankunft in Las Vegas

Ankunft in Las Vegas

Wir verlassen Los Angeles und befinden uns auf dem Highway nach Las Vegas. Auf dem Weg gibt es noch eine „gesunde“ Stärkung in einer Burgerkette namens In ’n Out, die nur im Westen von Amerika vertreten ist. Die Vorfreude steigt immer weiter und endlich taucht die Stadt der tausend Versuchungen vor uns auf. Wir übernachten am nördlichen Ende der Fermont Street im Casino „Golden Nugget“ und bekommen einen ersten Eindruck von Vegas. Überall stehen Spielautomaten rum und die Blackjack-Tische sind auch schon am frühen Abend gut besetzt. Das Hotel ist groß und bietet allerlei Annehmlichkeiten. Es gibt einen großen Pool, in dessen Mitte sich ein großes Haifischbecken befindet, mindestens 10 Restaurants, einen SPA und diverse Bars. Wie selbstverständlich befindet sich auch ein eigener Starbucks im Gebäude.

Party in Vegas

Party in Vegas

Wir machen einen kleinen Spaziergang und decken uns mit Getränken für die wenig später startende Limosinentour ein. Blinkende Lichter, Schausteller, Fastfoodläden und Casinos prägen das Straßenbild. Nachdem wir zum „Vortrinken“ das Hotelzimmer von Mel gestürmt haben, treffen wir vor dem Hotel eine zweite Reisegruppe. Gemeinsam entern wir den Partybus. Während der Fahrt zum berühmten Las Vegas Schild und der Wassershow am Bellagio wird im Bus zu lauter Musik ausgelassen getanzt.

The Fabulous Las Vegas

The Fabulous Las Vegas

Beim BlackJack gibt es einen Dauergewinner: Die Bank

Beim BlackJack gibt es einen Dauergewinner: Die Bank

Zurück am Hotel komme ich natürlich nicht an den Spieltischen vorbei. Wir setzen uns (natürlich nicht ohne vorher den Ausweis vorzeigen zu müssen) an einen Blackjack-Tisch und beobachten wie unser Chipstapel größer und kleiner wird. Der Kaufmann in mir schimpft über eine Gewinnwahrscheinlichkeit von unter 50%, aber wir sind in Las Vegas! Die Bank macht heute leider den besseren Schnitt und wir beginnen den Rückzug, noch bevor wir das vorher festgesetzte Limit erreicht haben. Es hat viel Spaß gemacht und es war interessant, den Reiz des schnellen Geldes zu spüren. „Sollen wir nicht doch noch etwas setzen und den Verlust ausmerzen?!“ Im Gegensatz zu den vielen hoffnungslosen Spielern bleiben wir aber konsequent und beenden unsere erste Nacht in Vegas.

Tag 242: Vegas, Strip & Poker

Inmitten des Pools ist ein Haifischbecken

Inmitten des Pools ist ein Haifischbecken

Der zweite Tag in Vegas beginnt entspannt. Wir schlafen aus und schaffen es gerade noch rechtzeitig zum üppigen Frühstücksbuffet, dass während wir essen ins Lunchbuffet umgewandelt wird. Nicht nur die vielen leckeren Speisen, sondern auch die Zettel am Tisch und Zahlen auf den Monitoren, mit denen während des Essens eine Art „Bingo“ gezockt werden kann, führen die Gäste in Versuchung.

Nachdem wir ausführlich gefrühstückt haben, entspannen wir uns eine gute Stunde am Pool. Natürlich gibt es auch hier Spieltische, die schon am Vormittag besetzt sind. Wir genießen die Sonne und schwimmen eine Runde im Pool, in dessen Mitte sich ein riesiges Haifischbecken befindet.

Das "Paris" ist unerkennbar

Das „Paris“ ist unerkennbar

Mit dem Bus fahren wir zum berühmten Strip. Die Architektur der ganzen Welt wird hier eindrucksvoll zur Schau gestellt. Wir laufen bis zum „New York New York“, vor dessen Toren eine verkleinerte Version der Freiheitsstatur steht. Nachdem wir einen Blick ins Innere geworfen haben, geht es auf der anderen Straßenseite zurück. Vorbei am „MGM“, die Topadresse für Shows und Konzerte, laufen wir weiter zum „Planet Hollywood“. Auch von innen wird der architektonische Stil der gigantischen Casinos aufgegriffen. Vor dem „Paris“ steht ein Eifelturm, dessen Stahlträger auch im Inneren zu sehen sind. Der „Ceasars Palace“ (bekannt aus „Hangover“) ist riesig und wir irren kurz durch das Casino, in dem es mehr Ein- als Ausgänge gibt. Die detailgetreuen Wasserkanäle im „Venetian“ mit kleinen Restaurants am Ufer, Gondeln und einem gemalten Himmel gefallen uns am besten.

"Ceasars Palace", bekannt aus "Hangover"

„Ceasars Palace“, bekannt aus „Hangover“

Stilecht: Das Venetian

Stilecht: Das Venetian

Das "Statosphere". Auf dem Dach befinden sich Achterbahnen und der "BigShot"

Das „Statosphere“. Auf dem Dach befinden sich Achterbahnen und der „BigShot“

Ein weiteres Highlight ist das Stratosphere. Der über 300 Meter hohe Turm hat selbstverständlich auch ein Casino im Erdgeschoss, aber den Adrenalinkick bekommt man hier nicht beim Spielen. Auf dem Turm über der Aussichtsplattform befinden sich ein Karussell, eine kurze Achterbahn und der „Big Shot“. Das Stratosphere überragt ganz Las Vegas und wir genießen die Aussicht.Watch movie online The Transporter Refueled (2015)

Hoch über Las Vegas

Hoch über Las Vegas

Wir betreten die Aussichtsplattform und der Wind pfeift uns um die Ohren. Über eine Stahltreppe klettern wir weiter hoch und erreichen den „Big Shot“. In wenigen Sekunden werden wir auf die Spitze des Turms geschossen, bevor die Schwerkraft uns einholt und es im freien Fall wieder abwärts geht. Ich habe schon in diversen Freizeitparks in solchen Türmen gesessen, doch der Kick in über 300 Meter ist ungleich intensiver. Wir sitzen nebeneinander im Turm und werden festgeschnallt. Dann werden wir hochgeschossen und Las Vegas wird noch kleiner. Wir erreichen den höchsten Punkt und schweben für eine Millisekunde, bevor wir anfangen zu fallen. Ich habe aufgehört zu atmen. Wir befinden uns fast 350 Meter über der Stadt und stürzen hinab. Der Kick ist unbeschreiblich.

In über 300 Meter Höhe werden wir gleich weitere 40 Meter hochkatapultiert

In über 300 Meter Höhe werden wir gleich weitere 40 Meter hochkatapultiert

Impressionist Gordie Brown ist unterhaltsam

Impressionist Gordie Brown ist unterhaltsam

Mit dem Bus fahren wir zurück zum Hotel und machen uns schnell fertig. Wir haben weiterhin volles Programm und kaufen uns Karten für die Show von „Gordie Brown“. Sicherlich nicht die berühmteste und beste Show in Vegas, aber die Karten gibt es günstig und das Abendessen ist inkludiert. Gordie Brown wird als einer der besten Impressionisten (Stimmenimitator) angekündigt und die Show ist tatsächlich sehr unterhaltsam. Die deutschen Synchronstimmen sind uns zwar geläufiger, aber auch so können wir zahlreiche Imitationen erkennen. Die dümmlichen Kommentare im „Georg W. Bush“-Style kommen originalgetreu rüber und Gordie und Band interpretieren diverse Popsongs auf unterhaltsame Art.

Nach dem sehr umfangreichen Buffet muss ich mich beeilen um pünktlich wieder im Casino zu sein, denn ich wollte unbedingt mal an einem Pokerturnier in Vegas teilnehmen. Das Turnier startet mit 30 Teilnehmern. Schon nach wenigen Minuten kann man die Touristen von den abgezockten Vegas-Veteranen unterscheiden. Die Spieler kennen sich untereinander und sogar einige der Dealer beim Vornamen. Poker ist nur bedingt ein Glücksspiel und die unerfahrenen Spieler lassen sich schnell ein Paar Chips klauen. Auch ich verliere relativ früh die Hälfte meiner Chips, doch ab dann steigt meine Risikobereitschaft und es geht stetig aufwärts. Ich spiele konzentriert und nutze meine Positionen auf die anderen Spieler aus. Mit nur wenig wirklich guten Händen schaffe ich es bis ins Finale und kann durch ein gut getimtes All-in verdoppeln. Trotzdem beende ich das Turnier unglücklich auf dem fünften Platz, nachdem ich mit AJ gegen einen Flush auflaufe. Besonders ärgerlich, da ich auf dem vierten Platz schon über 200$ gewonnen hätte. Es war trotzdem eine spannende Erfahrung und ich konnte mit den erfahrenen Zockern zumindest mithalten.

Während ich zocke, macht Yvonne grandiose Fotos

Während ich zocke, macht Yvonne grandiose Fotos

Morgen verlassen wir Las Vegas und starten unsere Campingtour durch die Staaten.