Zion, Grand Canyon & Monument Valley

Tag 243: Zion National Park

Unsere erste Wanderung in Amerika geht zu den Emerald Pools

Unsere erste Wanderung in Amerika geht zu den Emerald Pools

Wir verlassen Las Vegas und fahren einige Stunden bis zum Zion Nationalpark. Während der Fahrt waren wir schon einkaufen und sind für die nächsten Tage gut gerüstet. In den nächsten Tagen werden wir campen und wir bauen als erstes unsere Zelte auf. Das Camp steht schnell und wir haben sogar noch Zeit, eine kleine Wanderung zu machen.

Oberhalb der Felskante liegen die Emerald Pools

Oberhalb der Felskante liegen die Emerald Pools

Es gibt zahlreiche Wanderwege und wir entscheiden uns für eine kurze Runde zu den Emerald Pools. Die Seen und Wasserfälle haben zwar wenig Wasser, aber die Umgebung ist trotzdem sehr schön. Morgen Vormittag haben wir Zeit für eine längere Wanderung und Liv (unser Guide) steigert unsere Vorfreude auf die Wanderung zu „Angels Landing“.

Der Zion Nationalpark ist schön

Der Zion Nationalpark ist schön

Am Abend stärken wir uns mit selbstgemachten Buritos und verschwinden danach in die Zelte. Die Nacht ist kühl, aber in unseren Daunenschlafsäcken schlafen wir warm.

Tag 244: Angels Landing und die Cowboy Ranch

Nur die halbe Gruppe steht für "Angels Landing" früh auf

Nur die halbe Gruppe steht für „Angels Landing“ früh auf

Wir werden schnell mit einer tollen Aussicht belohnt

Wir werden schnell mit einer tollen Aussicht belohnt

Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr. Da wir heute noch weiterfahren und es während der Wanderung wenig Schatten gibt, haben wir uns für diesen frühen Aufbruch entschieden. Wir fahren mit dem Bus zur Einstiegsstelle, von wo der Wanderweg sich in Serpentinen den Berg hochschlängelt. Wir gewinnen schnell an Höhe und die Aussicht wird dadurch immer besser.

Hinter uns geht es mehrere 100 Meter steil nach unten

Hinter uns geht es mehrere 100 Meter steil nach unten

Nach den Serpentinen beginnt der spannende Teil des Weges. Um die Plattform hoch über dem Tal zu erreichen, wandern wir über einen schmalen Grad. Rechts und links geht es mehrere hundert Meter in die Tiefe. Es gibt keine Geländer, sondern nur eine Eisenkette, an der wir uns an schmalen und steilen Stellen festhalten können. Wir folgen dem Grad für etwa eine Meile und erreichen dann die Plattform „Angels Landing“. Die Aussicht ist fantastisch und der Weg hierher sehr spannend. Wir machen eine kurze Pause und treten den Rückweg an.

Mittem auf dem Grad

Mittem auf dem Grad

Angels Landing ist eine unser bisher schönsten Wanderungen

Angels Landing ist eine unser bisher schönsten Wanderungen

"The Narrows" - der Fluss ist eiskalt

„The Narrows“ – der Fluss ist eiskalt

Wieder unten angekommen fahren wir mit dem Bus weiter und steigen beim Narrow River aus. Hier gibt es einen weiteren schönen Wanderweg und wir haben noch ein bisschen Zeit. Der Wanderweg führt allerdings durch den Fluss und im Gegensatz zu vielen Anderen, haben wir uns keine wasserdichten Schuhe geliehen. Wir versuchen es barfuß, aber die Wassertemperatur hat nur wenige Grad. Nachdem wir den Fluss zweimal überquert haben, kehren wir wieder um.

Ausritt in Utah

Ausritt in Utah

Das Camp wird zügig abgebaut und wir fahren weiter. Unser Ziel ist eine Cowboyranch in Utah. Wir werden von einem bärtigen Cowboy begrüßt und wenig später zu unserem Ausritt abgeholt. Die Runde mit den Pferden ist ganz nett, aber wie bei den meisten Ausritten mit Touristen verläuft das Ganze im Schneckentempo. Für das richtige Cowboyfeeling wären wir gerne ein bisschen durch die Prärie getrabt.

Wir schleichen durch die Prärie

Wir schleichen durch die Prärie

Steakdinner auf der Cowboy-Ranch

Steakdinner auf der Cowboy-Ranch

Am Abend gibt es erst ein Steak-Dinner und danach lernen wir die Gruppe bei einer Runde „Dirty Jenga“ näher kennen. Neben den Aufgaben auf den Holzklötzchen muss der Verlierer eine Runde um unsere Zelte drehen. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen und die Strafe wird dadurch noch gemeiner. Wir haben auf jeden Fall viel zu lachen.

Tag 245: Colorado River

Glen Canyon Staudamm

Glen Canyon Staudamm

Wir haben eine längere Fahrtstrecke vor uns und brechen pünktlich auf. Nach einigen Stunden machen wir die erste Pause am 216 Meter hohen Glen Canyon Staudamm. Dieser Staudamm ist zwar weniger bekannt als der berühmte Hoverdamm bei Las Vegas, verursacht aber einen wesentlich größeren Rückstau und eine riesige Seenlandschaft. Dass den Mexikanern dadurch vor vielen Jahren die Wasserzufuhr abgeschnitten wurde, hat die Amerikaner beim Bau nicht interessiert. Der Bau dieser gigantischen Dämme war auf jeden Fall ein aufwendiges Spektakel und wurde im anliegenden Museum dokumentiert.

Der Colorado River schlängelt sich durch die Schlucht

Der Colorado River schlängelt sich durch die Schlucht

Wir fahren ein bisschen flussabwärts, wo sich der Colorado in Hufeisenform durch einen Canyon schlängelt. Wir können bis zur Kante vorgehen und den Ausblick genießen.

Der Grand Canyon hält was er verspricht

Der Grand Canyon hält was er verspricht

Wir fahren weiter und erreichen den bekanntesten Canyon Amerikas, den Grand Canyon. Die Schlucht ist etwa 450km lang, bis zu 30km breit und bis zu 1700m tief. Mit geschlossenen Augen werden alle „Erstbesucher“ an die Kante geführt und können das Panorama so mit Überraschungseffekt auf sich wirken lassen. Der Canyon ist wirklich gigantisch!

Bowling - Hier ist es wenigstens warm

Bowling – Hier ist es wenigstens warm

Yvonne wurde heute Abend zur Chefköchin befördert und wir machen leckere Spaghetti Bolognese slimming supplements. Nach dem Essen fahren wir zu einer naheliegenden Bowlingbahn. Unsere Bowlingkünste sind zwar nur mäßig (Dayn schafft den Rekord von 7 Doppelnullen in einer Runde), aber hier ist es wenigstens warm. Die obere Kante des Canyons und unser Campingplatz liegen auf über 2000 Meter Höhe und in der Nacht klettert die Temperatur unter 0°C.

Tag 246: Grand Canyon

Wir haben einen ganzen Tag am Grand Canyon

Wir haben einen ganzen Tag am Grand Canyon

Wir haben den ganzen Tag Zeit, den Grand Canyon zu erkunden. Tagsüber ist es zwar nicht heiß, aber in der Sonne sind die Temperaturen angenehm. Wir fahren mit dem Bus zum South Kaibab, von wo eine Wanderung bis tief in den Canyon möglich ist. Wir laufen bis zum ersten Aussichtspunkt. Bei den kühlen Temperaturen wäre ein Abstieg bis zum Fluss vielleicht möglich (in warmen Monaten wird davon dringend abgeraten), aber wir gehen nur bis zu einem Aussichtspunkt, wo wir kurz pausieren.

Wir laufen bis zum "Oh Ah Point"

Wir laufen bis zum „Oh Ah Point“

Unsere Aussicht beim joggen ist so toll, dass wir die Zeit (und den Weg) vergessen

Unsere Aussicht beim joggen ist so toll, dass wir die Zeit (und den Weg) vergessen

Unsere Mittagspause verbringen wir am Visitor Center mit einem leckeren Kaffee in der Sonne. Während ich den Nachmittag im Camp verbringe, fährt der größte Teil unserer Gruppe zum südlichen Ende des Canyons. Ich bekomme am späten Nachmittag noch Auslauf und finde mit Dayn einen Laufbegleiter. Der Lauf an der Kante des Grand Canyon ist landschaftlich der Hammer, aber auch sehr anstrengend. Liegt es an der Höhe oder der Trainingspause? Jedenfalls sind wir gemütlich unterwegs und sind (dank eines ungewollten Umwegs) fast eineinhalb Stunden unterwegs. Wir kommen zu spät zum Camp zurück uns kassieren dafür jeweils einen „Dick-Point“ (Der Punktesammler des Tages muss einen dämlichen Hut tragen). Ich bin aber weit aus der Gefahrenzone, den Dayn ist ein zuverlässiger und stetiger Sammler.

Die Gruppe am Grand Canyon (vlnr: Amber, Laura, Yvonne, Alicia, Kate, Jules, Sabine, Lydia, Alina, Mel. u: Pat, Liv, Deyn)

Die Gruppe am Grand Canyon (vlnr: Amber, Laura, Yvonne, Alicia, Kate, Jules, Sabine, Lydia, Alina, Mel. u: Pat, Liv, Deyn)

Durch unsere verspätete Rückkehr verpassen wir zwar das Museum, aber zum Pizzaessen werden wir wieder eingesammelt. Die Pizzen sind im „American Style“ mit tonnenweise Käse belegt aber gar nicht übel. Nach dem Essen fahren wir wieder ins warme Bowlingcenter, wo wir uns dieses Mal aber mit Billard, Airhockey und Schach vergnügen.

Tag 247: Monument Valley

Monument Valley

Monument Valley

Vom Grand Canyon sind es knapp 300 km zu unserem nächsten Reiseziel. Die Felslandschaft in der Einöde von Monument Valley gehört ebenfalls zu den Vorzeigelandschaften Amerikas und beim Anblick der Felsen kommt mir sofort der einsamen Cowboy auf seinen Weg in den Sonnenuntergang in den Sinn. Wir erkunden die Gegend, aber im Gegensatz zum Cowboy fahren wir mit einem Jeep. Auch Monument Valley ist kühl bis schweinekalt und während der Fahrt brauchen wir eine dicke Jacke. Wir halten ein einigen Aussichtspunkten und interessanten Felsgebilden. An einem Spot wird der „einsame Cowboy“ zelebriert und man kann sich dort für 5$ auf ein Pferd setzen und ein Klischeefoto knipsen.

Im Valley befinden sich zahlreiche interessante Steinformationen

Im Valley befinden sich zahlreiche interessante Steinformationen

Wir posen ohne Pferd

Wir posen ohne Pferd

Wir hören ein "Navajo-Liebeslied"

Wir hören ein „Navajo-Liebeslied“

Nach der Tour fahren wir zum Abendessen. Wie an vielen amerikanischen Touristenspots ist man hier kommerziell bestens vorbereitet. Das Abendessen wird nicht für jede Gruppe einzeln zubereitet, sondern alle umliegenden Reisegruppen werden zusammengefahren und zentral (ab)gespeist. Nach dem Abendessen werden wir zusammengetrommelt und gruppieren uns um ein Feuer. Jetzt wo die Sonne weg ist, ist es noch bedeutend kälter geworden. Der Erzähler ist nach eigenen Angaben ein echter Navajo und kennt nicht nur die Geschichte, sondern auch traditionelle Tänze und Lieder.

Wir hören uns einige Lieder an und Yvonne und ich dürfen/müssen bei einem Lied sogar nach vorne kommen. Da wir das einzige Pärchen in unserer Reisegruppe sind, haben wir die Ehre und bekommen ein Navajo-Liebeslied gesungen. Nach uns gibt es dann auch noch ein Geburtstagsständchen und zum Schluss dürfen dann alle gemeinsam tanzen. Insgesamt hatten wir eine nette Vorstellung, auch wenn die traditionellen Tänze und Gesänge nicht so authentisch präsentiert wurden, wie wir es beispielsweise in Afrika erlebt haben.

Wir schlafen heute in einem "Hogan"

Wir schlafen heute in einem „Hogan“

Gitarrenmusik und Gruselgeschichten

Gitarrenmusik und Gruselgeschichten

Die heute Nacht verbringen wir in einem Hogan. Die traditionellen Hütten bestehen von Innen aus Holz und sind Außen mit Erde verkleidet. In der Mitte befindet sich ein Holzoffen, um den wir unsere Isomatten gruppieren. Die ganze Gruppe schläft in einem einzigen Hogan und wir verbringen den Abend mit „Greatest and best song in the world“ und weiteren Liedern auf meiner Reisegitarre und Gruselgeschichten aus dem Buch „Death in the Canyon“, in dem Unfälle und Todesursachen im Grand Canyon beschrieben sind. Es wird gut eingeheizt und für viele, die keinen guten Schlafsack haben, ist es heute Nacht erstmals angenehm warm.

Tag 248: Fahrttag

Der Sonnenaufgang im Valley geht (zum Glück) schnell

Der Sonnenaufgang im Valley geht (zum Glück) schnell

Wir werden früh morgens geweckt und haben so die Möglichkeit, den Sonnenaufgang im Valley zu beobachten. Mit dem Jeep geht es zu einer Aussichtsstelle, wo wir frierend auf die Sonne warten. Nachdem die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erschienen sind, geht das zum Glück schnell und wir können unsere Fahrt fortsetzen.

Wir verlassen den Nationalpark mit Verzögerung

Wir verlassen den Nationalpark mit Verzögerung

Wenig später verlassen wir Monument Valley und wollen den entsprechenden Nationalpark eigentlich schnellstmöglich verlassen. Das Ganze verzögert sich allerdings, weil unser Tourguide Liv die Quittung der Nationalparkgebühr verlegt hat und wir Auto und Parkplatz eine knappe Stunde absuchen müssen.

Den restlichen Tag verbringen wir, bis auf eine Shopping & Kaffeepause, im Auto. Am Abend erreichen wir unseren Campinplatz in der Nähe von Santa Fe. Es ist schon spät und wir fangen zügig an zu kochen. Nach der asiatischen Nudelpfanne sitzen wir gemütlich zusammen und genießen ein paar Kaltgetränke. Offensichtlich scheint mir dabei jemand heimlich Alkohol in die Cola gemischt zu haben…