Eine Woche auf Fiji, Teil 2

Tag 237: Manta Rays und das „Downgrade“ Kuata

Der unerwartete Umzug beschwert uns zumindest eine schicke Hütte

Der unerwartete Umzug beschwert uns zumindest eine schicke Hütte

Nach dem unerwarteten Umzug in der Nacht beginnt der heutige Tag fantastisch. Kurz nach dem Frühstück ertönt die Trommel, dass Signal für die gesichteten Manta Rays. Wir sprinten sofort zum Tauchcenter um unsere Ausrüstung entgegen zu nehmen und auf dem ersten Boot dabei zu sein. Da die Manta Rays in den letzten Tagen wegen dem schlechten Wetter nicht gesehen wurden, hatten wir angenommen, dass es sehr voll werden könnte. Zu unserer Verwunderung haben sich außer uns nur 6 der 60 Gäste pünktlich eingefunden und wir fahren mit der kleinen Gruppe die wenigen Meter bis zum Kanal.

Riesenrochen lassen sich von uns nicht irritieren

Riesenrochen lassen sich von uns nicht irritieren

Im Kanal ist es so stark, dass wir nur mit der Strömung schwimmen können und mit dem Boot an das andere Ende des Kanals gebracht werden. Die Manta Rays schwimmen gegen die Strömung und lassen sich so das Plankton im flachen Wasser ins Maul spülen. Als erstes sehen wir nur einen riesigen Fischschwarm, doch dahinter taucht der erste Riesenrochen vor uns auf.

Mit offenem Maul fischen die Rochen nach Plankton

Mit offenem Maul fischen die Rochen nach Plankton

 

Majestätisch gleitet der Rochen mit seiner Spannweite von 3-4 Metern auf uns zu. Wie im Briefing besprochen, versuchen wir nicht direkt vor dem sanften Giganten zu schwimmen, doch dieser lässt sich durch unsere Anwesenheit ohnehin wenig stören und schwimmt direkt an uns vorbei. Wir treiben weiter und treffen auf zwei weitere Rochen, die gemeinsam an uns vorbeischwimmen.

Einer der riesigen Rays schwimmt unter mir durch

Einer der riesigen Rays schwimmt unter mir durch

Wir lassen uns vom Boot wieder einsammeln und zum Beginn der Strömung bringen. Beim zweiten Tauchgang haben wir noch mehr Glück. Ein Manta Ray hat seinen Weg gegen die Strömung gerade beendet und wendet. Wir können nicht nur das Wendemanöver aus nächster Nähe betrachten, sondern den Riesenrochen mit der Strömung begleiten. Wir gleiten eine Zeit lang gemeinsam durch das Wasser, bis sich unsere Wege am anderen Ende des Kanals wieder trennen.

Mittlerweile sind auch die Boote aus den anderen Resorts angekommen. Da das Barefoot direkt am Kanal liegt, konnten wir den Vorsprung nutzen und die ersten beiden Gänge mit der kleinen Gruppe in Ruhe genießen. Völlig begeistert fahren wir wieder zurück zum Resort. Wir hatten ausgezeichnete Lichtverhältnisse im flachen Wasser und konnten die beeindruckenden Meeresbewohner aus nächster Nähe sehen. Der Ablauf war völlig unkompliziert und mit 15€/Person auch noch spottbillig.

Unsere Hütte steht unter Quarantäne

Unsere Hütte steht unter Quarantäne

Bei unserer Rückkehr befindet sich unsere Hütte unter einer dicken Plane. Die Resortbetreiber kennen sich scheinbar mit Bettwanzen aus und „reinigen“ gerade die Hütte. Wir würden gerne noch eine Nacht bleiben, denn auch die Korallenriffe direkt an der Insel sind fantastisch. Leider ist aber alles bereits ausgebucht und auch an der Rezeption erfahren wir, dass auch unser nächstes Wunschresort ausgebucht sein soll. Wieder dauert es über eine Stunde, bis wir endlich eine Bestätigung haben und ärgern uns sehr über unsere Reiseagentur, die uns im Vorfeld mehrfach versichert hat, dass man alles „völlig entspannt vor Ort regeln kann“.

Unsere Unterkunft ist im Kuata leider nicht so doll...

Unsere Unterkunft ist im Kuata leider nicht so doll…

Wir erreichen das Resort Kuata, doch unsere Ankunft steht unter keinem guten Stern. Der Telefonanruf vom letzten Resort ist hier offensichtlich nicht angekommen, das winzige Resort ist nicht auf unsere Ankunft vorbereitet und die verantwortliche Dame sichtlich genervt. Unsere gebuchte (und bezahlte) Hütte ist nicht verfügbar und wir müssen in ein 8-Bettzimmer ausweichen. Der Schlafsaal ist dreckig und steht direkt neben dem laut brummenden Stromgenerator. Nachdem wir bekanntgegeben haben, dass wir statt der ursprünglich geplanten zwei Nächte nur eine Nacht bleiben möchten, reagiert die ohnehin wenig freundliche Dame vom Resort regelrecht eingeschnappt und verweigert uns die Reservierung in einem andere Resort.

Von weitem sieht das Resort bezaubernd aus

Von weitem sieht das Resort bezaubernd aus

Von Schiff sah das Resort auf der kleinen Südseeinsel einfach bezaubernd aus, aber unter diesen Umständen ist es alles andere als ein Paradies. Ein anderes Pärchen hat die ganze Geschichte mitbekommen und versucht uns mit ihrem Handy (mit Fiji-SIM) auszuhelfen, aber der Empfang ist extrem schlecht. Irgendwann geben wir auf und beschließen das Beste aus der Situation zu machen. Das fällt nicht ganz leicht, denn das Abendessen ist nicht besonders lecker und anstatt eines Abendprogramms verdrückt sich das Personal um in einer der Hütten Kava (ein nationelles Getränkt auf Fiji, dass aus gemahlenen Wurzeln besteht und eine leicht betäubende Wirkung hat) zu trinken. Am Abend sitzen wir mit dem Pärchen, Eddy und Jette, zusammen und verbringen den Abend gemeinsam. Die Beiden sind von den Bedingungen auch nicht begeistert, haben das Resort aber für vier Tage fest gebucht.

Tag 238: Waya Lai Lai

Eddy und Jette sind nett und hilfsbereit

Eddy und Jette sind nett und hilfsbereit

Aus unerfindlichen Gründen gibt es auf dieser Insel schon um 7 Uhr morgens Frühstück. In den letzten Resorts gab es immer Pancakes, Müsli und verschiedene Früchte, aber heute müssen wir uns mit trockenem Bananenbrot (es gibt noch nicht mal Butter oder Marmelade) zufrieden geben.

Den Tag verbringen wir mit Eddy und Jette am Strand. Etwas anderes ist auch gar nicht möglich, denn heute ist Sonntag und damit Ruhetag und alle angebotenen Aktivitäten sind gestrichen. Einziger Lichtblick ist eine nette Jamsession mit einem 14-jährigen Jungen, der hier wohnt und erstaunlich gut Gitarre spielt. Hier zu wohnen ist sicherlich auch nicht einfach. Die Insel ist winzig und bis auf die ein- und ausreisenden Touristen ist jeder Tag gleich.

Im "Waya Lai Lai" fühlen wir uns auf Anhieb wohl

Im „Waya Lai Lai“ fühlen wir uns auf Anhieb wohl

Am Mittag rede ich nochmal mit der Dame von Resort und endlich gibt sie nach und bucht uns im gegenüberliegenden Resort ein. Wir setzen mit dem Boot über und erleben eine freudige Überraschung. Das Resort „Waya Lai Lai“ ist wieder sehr schön, das Personal überfreundliche und unsere Hütte sauber und schön. Zum Abendessen gibt es ein köstliches und vielfältiges Buffet und wir treffen ein paar andere Reisende aus Barefoot und Safe Landing wieder. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl und sind zurück im Südseeparadies. So unterschiedliche können die Resorts also sein.

Tag 239: Tauchen mit Haien, Wandern und Abreise

Die ersten Sonnenstrahlen des letzten Tages auf Fiji

Die ersten Sonnenstrahlen des letzten Tages auf Fiji

Wir gehen mit Haien tauchen

Wir gehen mit Haien tauchen

Wir werden durch die ersten Sonnenstrahlen geweckt. Heute ist schon der letzte Tag unseres kurzen Zwischenstopps auf Fiji und beginnt mit einem weiteren Highlight. Wir fahren mit einer Gruppe raus aufs Riff, wo wir die Möglichkeit haben, mit Haien zu schwimmen. Die Haie sind deutlich kleiner und ungefährlicher als die großen Weißen in Kapstadt, aber dafür werden wir auch nicht durch einen Käfig abgeschirmt. Die 1-2 Meter großen Haie schwimmen direkt durch die Gruppe und lassen sich sogar anfassen. Unser Guide kann sich die Haie sogar mit der Hand schnappen und mit ihnen spielen und posieren. Wir entfernen uns etwas von der Gruppe und tauchen mit den Haien etwas außerhalb durch das Riff.

Die erfahrenen Guides haben keine Berührungsängste, die Haie scheinbar auch nicht

Die erfahrenen Guides haben keine Berührungsängste, die Haie scheinbar auch nicht

Unserer Abschluss ist die Wanderung auf den Berggipfel

Unserer Abschluss ist die Wanderung auf den Berggipfel

Zum Mittagessen gibt es wieder ein vielfältiges Buffet und bevor wir das Tauchparardies Fiji verlassen, nutzen wir den letzten freien Nachmittag für eine Wanderung zum Gipfel der Insel. Es ist heiß und schweißtreibend, doch die Aussicht bei klarem Sonnenschein ist die Anstrengung wert.

Geschafft!

Geschafft!

Grandiose Aussicht

Grandiose Aussicht

Bye Bye Fiji!

Bye Bye Fiji!

Am Nachmittag müssen wir uns von den Inseln und den vielen netten Bekanntschaften verabschieden und fahren mit der Fähre zurück nach Nadi. Insgesamt hat uns der Aufenthalt trotz schlechtem Wetter und diversen Problemen  gut gefallen. Die traumhaften Korallenriffe und die tollen Erlebnisse mit den Haien und Manta Rays haben alles wieder wett gemacht. Jetzt freuen wir uns auf unsere nächste Reiseetappe ins „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Hollywood wir kommen!