Eine Woche auf Fiji, Teil 1

Tag 232: Ein (paar) Bier auf Fiji

Mit Fiji-Airways geht es weiter

Mit Fiji-Airways geht es weiter

Heute geht es nach Fiji und hoffentlich gibt es dort endlich wieder Sonnenschein! Im Flieger machen wir bereits Bekanntschaft mit einer Frau aus dem Süden Fiji‘s, die uns voller Begeisterung berichtet, dass man bei Fiji Airways unendlich viele Getränke bestellen kann. Ich lasse mich ein wenig anstecken und mache Bekanntschaft mit Fiji Gold und Fiji Bitter.

Wir haben im Vorfeld den sogenannten „Bula-Pass“ gebucht und können am Flughafen unsere Abholung für den nächsten Tag organisieren. Der kostenlose Abholservice unseres Hostels wartet bereits auf uns und wir erreichen wenig später das „Bamboo Backpackers“. Wir haben ein nettes Zimmer und auch die Atmosphäre im Hostel ist gut. Eine Gruppe sitzt um ein paar Gitarrenspieler zusammen und auch der Strand und Pool sind gut besucht.

Unser nettes Zimmer nutzen wir kaum

Unser nettes Zimmer nutzen wir kaum

Mittlerweile ist es allerdings schon nach 22:00 Uhr und da unsere Tour auf die Yasawa Inseln früh morgens startet, wollen wir nur kurz etwas essen und dann schlafen. Dieses Vorhaben scheitert kläglich, nachdem ich mir zum Abendessen ein Bier an der Bar hole und dabei mit ein paar Fijis ins Gespräch komme. Aus einem kleinen Snack und Schlummerbier wird schnell ein großes Abendessen inkl. Druckbetankung. Die 5 Männer leben alle auf den Fijis und arbeiten am Flughafen. Gerade ist Feierabend und die Laune gut. Wie auf den Fijis üblich, teilen wir uns ein Bierglass, das im Sekundentakt aufgefüllt und herumgereicht wird. Wir kommen von einem interessanten Gesprächsthema zum Nächsten und stellen irgendwann mit Erschrecken fest, dass es schon deutlich nach 01:00 Uhr ist. Leicht angeschlagen verabschieden wir uns von der netten Truppe um noch ein paar Stunden zu schlafen.

Tag 233: Safe Landing

Der Strand empfängt uns grau

Der Strand empfängt uns grau

Die Yasawa Inseln liegen westlich von Nadi und können mit der Fähre erreicht werden. Der frühe Start in den Tag schmeckt natürlich gar nicht, aber die Abholung klappt reibungslos. Das besondere am von uns gebuchten Bula-Pass ist, dass man nicht zwingend etwas vorbuchen muss, sondern erst auf der Fähre entscheiden kann, auf welcher Insel man abgesetzt werden möchte. Was uns von der Reiseagentur als „Alles easy und volle Flexibilität“ verkauft wurde, entpuppt sich aber als ziemlich nervig. Auf dem Schiff gibt es zwar ein Office, aber die Wunschinseln müssen immer die Verfügbarkeit bestätigen. Eigentlich sollte das nur ein kurzer Anruf sein, aber auf den Inseln ist nie jemand erreichbar und die Aussage „Ich ruf gleich nochmal an und sage euch dann Bescheid“ hören wir mindestens 5 mal, ohne eine Bestätigung zu bekommen. Nach vier Stunden bekommen wir endlich die Bestätigung für das „Safe Landing Resort“ im Norden der Insel.

Es regnet in Strömen

Es regnet in Strömen

Obwohl die Fijis eigentlich ganzjährig gutes Wetter haben, ist es heute bedeckt und am Abend ist sogar Regen angesagt. Wir haben entsprechend auch ein bisschen Wellengang und sind froh, als wir die Überfahrt mit der Fähre endlich hinter uns haben und mit einem freundlichen „Bula“ auf der Insel begrüßt werden. Unsere gebuchte Hütte ist einfach, groß und sauber. Kurz nachdem wir die Hütte in Beschlag genommen haben, fängt es auch schon an zu regnen. Es schüttet für knapp zwei Stunden wie aus Eimern, doch am Abend klart es wieder etwas auf.

Auch die einheimischen Kids mögen Kuchen

Auch die einheimischen Kids mögen Kuchen

Gute Stimmung am ersten Abend

Gute Stimmung am ersten Abend

Während der Kaffee- und Kuchenpause lernen wir andere Reisende kennen und tauschen uns aus. Fast Alle kommen aus Europa und sind auf Langzeitreise. Fiji ist ein perfektes Reiseziel zwischen Australien/Neuseeland und Amerika, aber für einen Strandurlaub für die meisten Europäer einfach zu weit weg. Wir sind nur zu zwölft und verstehen uns auf Anhieb gut. Trotz Müdigkeit lassen wir uns von der guten Laune anstecken und haben einen schönen ersten Abend.

Tag 234: Wanderung, Blue Lagoon und Sport

Mit Bodo aus Stuttgart gehen wir auf Wanderschaft

Mit Bodo aus Stuttgart gehen wir auf Wanderschaft

Selbst das Strand- und Tauchparadies auf den Yasawa Inseln hält uns nicht von einer kleinen Wanderung ab. Es ist ohnehin bewölkt und die Anhöhe in der Ferne verspricht einen ausgezeichneten Ausblick auf die Insel. Mit Bodo aus Stuttgart haben wir sogar noch einen Mitstreiter gefunden, der unsere Wanderlust teilt.

Wir schlagen uns durch 2 Meter hohe Felder

Wir schlagen uns durch 2 Meter hohe Felder

Wir lassen uns eine Route empfehlen und folgen dem Trampelpfad, den man nur mit viel Fantasie als Weg bezeichnen könnte. Die Gräser und Farne sind über zwei Meter hoch und derjenige der als Erstes vorgeht, hat das Vergnügen die zahlreichen quer über den Pfad gespannten Spinnweben mitzunehmen. Es ist zwar bewölkt, aber trotzdem sehr warm und wir schwitzen nicht zu knapp. Die Anstrengung lohnt sich, denn am Ziel haben wir einen Ausblick über die ganze Insel und können die umliegenden Korallenriffe aus der Vogelperspektive betrachten.

Wir werden mal wieder mit einer Aussicht belohnt

Wir werden mal wieder mit einer Aussicht belohnt

Das nächstliegende Korrallenriff aus der Vogelperspektive

Das nächstliegende Korrallenriff aus der Vogelperspektive

Der Rückweg ist nicht weniger anstrengend. Mittlerweile jucken Arme und Beine vom Weg durch Gräser und Buschwerk und wir müssen uns zudem noch beeilen, um das Mittagessen nicht zu verpassen.

Unser erster Schnorchelgang auf Fiji

Unser erster Schnorchelgang auf Fiji

Am Nachmittag machen wir die erste Bekanntschaft mit der Unterwasserwelt. Unser Ausflugsziel ist die „Blue Lagoon“. Der erste Schnorchelgang ist im Vergleich zu unseren vorherigen Zielen (Ningaloo Reef) recht unspektakulär. Der zweite Schnorchelgang über einem riesigen, bunten und sehr intakten Korallenriff zwischen den Inseln ist wesentlich schöner. Erschreckend stellen wir aber fest, dass die Kinder aus dem Dorf sich ohne Rücksicht auf die Korallen im Wasser bewegen und diese beschädigen. Während unserer Tour überrascht uns ein kurzer und heftiger Regenschauer. Das Wasser ist aufgewühlt und der Himmel schwarz. Der Schauer verzieht sich aber genauso schnell, wie er gekommen ist.

Ein schönes Korallenriff

Ein schönes Korallenriff

Grüße aus der Tiefe

Grüße aus der Tiefe

Am Nachmittag haben wir uns zum Fußballspielen verabredet. Seit 8 Monaten spiele ich damit zum ersten Mal wieder Fußball und es macht viel Spaß. Das gelegentliche Kicken mit Freunden ist eine tolle Sache, aber auf Reisen schwer zu realisieren.

Der Abend verläuft heute völlig anders als gestern. Eine große Gruppe ist am Nachmittag angekommen und wir sind jetzt mit 23 Personen im Resort. Nach dem Essen und Abendprogramm löst sich die Runde schnell auf und auch wir beschließen, heute früher schlafen zu gehen.

Tag 235: Chillen und Fischen

So sieht unser Strand bei gutem Wetter aus

So sieht unser Strand bei gutem Wetter aus

Am Morgen begrüßt uns die Sonne und wir können den Strand zum ersten Mal in seiner vollen Pracht bewundern. Im Resort gibt es überall Hängematten und wir nutzen die Sonnenstunden um dort zu relaxen und zu lesen.

Der Sonnenschein bleibt uns leider nicht erhalten. Nach dem Mittagessen erleben wir einen weiteren heftigen Schauer und flüchten in unsere Hütte. Zum Abend hin wird es zum Glück wieder etwas besser. Wir haben uns für einen Angelausflug angemeldet, der nach „Fiji-Time“ (45 Minuten später als angekündigt) startet.

Heute gehen wir angeln

Heute gehen wir angeln

Wir sind zu sechst + Skipper und mit kleinen Handangeln ausgestattet. Die Köder sind schnell im Wasser und wir warten. Zum Angeln braucht es Geduld, denn die erste Stunde passiert nichts. Wir wechseln den Ankerplatz, doch auch hier tut sich nichts. Nachdem die Sonne untergegangen ist, hat unser Skipper als erster Erfolg und zieht einen Barrakuda aus dem Wasser. Wenig später hat auch Yvonne Einen an der Angel und einer der Britten holt einen weiteren an Board. Den größten Barrakuda ziehen Yvonne und ich gleichzeitig aus dem Wasser. Der gierige Fisch hatte doch tatsächlich unsere beiden Köder verschluckt. Im Dunkeln fahren wir zurück zum Resort, wo das Abendessen schon angerichtet ist.

Ring frei für das Krabbenrennen

Ring frei für das Krabbenrennen und Superkrabbe „Fiete“

Nach dem Essen gibt es wieder ein Unterhaltungsprogramm. Wir veranstalten ein Krabenrennen. Die Inselbewohner haben im Vorfeld Kraben gesammelt und diese nummeriert. Nachdem sich jeder eine Krabbe ausgesucht und ein „Kampfnamen“ vergeben hat, werden die Krabben in der Mitte eines Kreises ausgesetzt. Die Krabbe, die zuerst den Kreis verlässt hat gewonnen. Yvonnes „Fiete“ gewinnt die Vorrunde souverän, während mein „Spongebob“ nach schlechtem Start im Mittelfeld ausscheidet. Auch die Finalrunde gewinnt „Fiete“ souverän und beschert Yvonne damit den Hauptpreis.

Tag 236: Barefoot

So haben wir uns die Trauminseln um Fiji vorgestellt

So haben wir uns die Trauminseln um Fiji vorgestellt

Auch auf Fiji ist das schlechte Wetter jetzt endlich überstanden und wir genießen die morgendliche Sonne. Wir wollen heute die Insel wechseln, was mit dem von uns gebuchten Bula-Pass eigentlich kein Problem sein sollte. Wir hatten bereits gestern nachgefragt und wollen zwei Nächte im Resort „Barefoot“ verbringen. Auf die Buchungsbestätigung warten wir aber immer noch und nachdem wir bestimmt fünfmal nachgefragt haben, bekommen wir endlich eine Auskunft. Die erste Nacht ist bestätigt, die darauffolgende Nacht ist aber bereits ausgebucht. Sehr ärgerlich, da Barefoot als das beste Tauch- und Schnorchelresort gilt. Wir haben immerhin einen Tag dort und hoffen, in dieser Zeit die Schnorcheltour zu den Manta Rays (Riesenrochen) mitmachen zu können.

"Fiji-Time" ist nur manchmal toll

„Fiji-Time“ ist nur manchmal toll

Heute Vormittag hatten wir uns eigentlich für einen Kochkurs, zur Zubereitung der gestern gefangenen Barrakudas, angemeldet. Der Kurs beginnt wieder nach „Fiji-Time“ und wir lernen die deutsche Pünktlichkeit weiter zu schätzen. Nach dem verspäteten Start kratzen wir zunächst ein paar Kokosnüsse aus. Ansonsten bekommen wir aber nichts gezeigt und wundern uns, dass dieser Programmpunkt als „Kochkurs“ ausgeschrieben wurde. Die Barrakudas werden ohne uns in der verschlossenen Küche zubereitet. Der Fisch wird uns kurz vor unserer Abreise serviert und schmeckt köstlich.

Das Resort "Barefoot" hat drei Strände

Das Resort „Barefoot“ hat drei Strände

Das Resort Barefoot liegt auf einer Inselzunge und ist von drei Seiten von Stränden umgeben. Es gibt ein Tauchcenter, eine Strandbar und im hinteren Bereich einen Wanderweg. Schon bei der Ankunft fällt uns auf, dass dieses Resort etwas kommerzieller und professioneller geführt wird. Nachdem wir unsere kleine Hütte am Strand bezogen und den Rundgang durch das Resort beendet haben, gehen wir zum Manta Ray-Briefing. Das Resort liegt direkt an einem natürlichen Kanal zwischen zwei Inseln, in dem die Manta-Rays während der Flut zu sehen sind. Sobald die Riesenrochen entdeckt werden, wird die Trommel geschlagen und alle Interessierten können sich zum Schnorcheln am Tauchcenter melden. Voraussetzung ist aber ein zuvor erfolgtes Briefing.

k-DSC00346Auf der Insel treffen wir Bodo wieder, mit dem wir im Safe Landing schon eine nette zeit verbracht haben. Wir initiieren eine Runde Flunkiball am Strand und finden schnell ein paar interessierte Mitspieler.

Das Abendessen und Abendprogramm auf Barefoot haben ebenfalls ein völlig anderes Niveau. Wir sehen zunächst eine Choreografie eines traditionellen Tanzes zu moderner Musik und danach eine Feuershow.

Ein traditioneller Tanz zu moderner Musik

Ein traditioneller Tanz zu moderner Musik

Abendprogramm auf Hohem Niveau: Die Feuershow

Abendprogramm auf Hohem Niveau: Die Feuershow

Yvonne ist müde und schläft früh ein, während ich noch ein bisschen lese. Zum Glück bin ich noch länger wach und merke das ungewöhnliche jucken am Arm. Wir hatten schon im Vorfeld auf Tripadvisor gelesen, dass Bettwanzen auf den Inseln nichts Ungewöhnliches sind und entsprechend aufmerksam untersuche ich das Bett. Ich finde tatsächlich zwei der ekeligen Viecher und nachdem ich Yvonne geweckt habe, entdecken wir am Reisverschluss der Matratze eine ganze Kolonie. Wir reagieren sofort und geben an der Rezeption Bescheid, die professionell reagiert und uns in eine andere Hütte umquartiert. Mit 5 Stichen sind wir im Vergleich zu letzten Mal noch glimpflich davon gekommen. Morgen erleben wir hoffentlich wieder ein positives Highlight und gehen mit Manta Rays schwimmen!