Unseren Tour durch Afrika – Die Reise beginnt!

Bye bye, liebe Freunde!

Bye bye, liebe Freunde!

Tag 1: Start unserer Tour durch Afrika

Unsere einjährige Weltreise beginnt! Ab heute werden unseren ersten Kontinent  bereisen und starten die lang ersehnte Reise mit einer Tour durch Afrika. Es ist toll, dass uns so viele Freunde am Flughafen verabschiedet haben. Der erste Flug ist wie erwartet lang und wir haben noch einen 6-stündigen Aufenthalt in Dubai, wodurch sich die Reisezeit natürlich nochmal verlängert. Nach einem Nickerchen am Flughafen geht es dann weiter nach Johannesburg.

Auf dem Weg ins Hotel dürfen wir direkt die Bekanntschaft mit den sehr hilfsbereiten Afrikanern in Johannesburg machen. Freundlich aber bestimmt wird uns der Weg zu unserem Shuttleparkplatz gezeigt (ca. 100 Meter entfernt und gut ausgeschildert) und dafür müssen wir einen beachtlichen Tip von 20 Rand (1,50 €) bezahlen. Nach wenigen Minuten sind wir so das erste Mal überrumpelt worden. Den freundlichen jungen Mann, der unsere Rucksäcke einladen will, schicken wir aber schnell weg. Das können wir selbst und wer weiß, wie teuer das dann wird…

Das Hotel „The Aviator“, welches wir im Vorfeld über Booking.com gebucht hatten, ist solide und entspricht voll und ganz unseren Vorstellungen. Wir essen zum Einstand etwas vertrautes: eine Pizza und einen Burger. Danach können wir uns kaum noch wach halten und schlummern ganz schnell ein. Am nächsten Morgen geht es mit dem Flieger direkt weiter nach Livingstone (Zambia), wo wir uns einer Reisegruppe anschließen. Wir werden von dort mit einer organisierten Tour durch Afrika reisen. Insgesamt sind wir über 5.000km unterwegs und durchqueren vier verschiedene Länder Afrikas: Sambia, Botswana, Namibia und Südafrika.

Tag 2: Livingstone, Kuhhandel und Treffen der Reisegruppe

Ankunft in Livingstone

Ankunft in Livingstone

Das Frühstück im Hotel war überraschend umfangreich, so dass wir gut gestärkt in den Flieger steigen. Wir haben zwar kein Entertainment (wir sind verwöhnt, die ersten langen Flüge waren mit Emirates), aber der 1:50h lange Flug kommt uns trotzdem sehr kurz vor. Der Flughafen in Livingstone ist sehr klein und wir gehen über das Rollfeld in das Flughafengebäude. Das Visa bekommen wir nach 45 Min. warten in der Schlange am Schalter für 50$ pro Person. Unkalkulierte Kosten, aber leider nicht zu vermeiden. Am Ausgang des Flughafens wartet ein Shuttle unseres Reiseanbieters, der zwar auf andere Gäste wartet, aber das gleiche Camp anfährt, so dass wir uns anschließen können und dadurch ganz raffiniert 20$ sparen.

Wir haben unsere Tour durch Afrika über STA-Travel gebucht, die uns von hier bis nach Kapstadt führen wird. Livingstone liegt in Sambia in unmittelbarer Nähe zu den Victoriafällen, nahe der Grenze zu Botswana und Zimbabwe. Unser Camp liegt etwas außerhalb direkt am Zambezi-River. Wir lassen unser Gepäck an der Rezeption und machen Bekanntschaft mit den ersten Tourteilnehmern, Aman und John aus UK und Mosi(-bier) aus Südafrika. Danach fahren wir gemeinsam nach Livingstone, um uns Kwachas (die einheimische Währung) zu holen und damit neue Flip Flops für Yvonne zu kaufen, da sie Ihre direkt im Flieger vergessen hat. Der Taxifahrer holt uns vom Hotel ab. Er ist sehr nett und verspricht uns wieder abzuholen. Wir nehmen den Service gerne an und müssen ihn sogar erst auf dem Rückweg bezahlen. Als wir in der Stadt angekommen sind, verstehen wir auch warum: Hier stehen duzende von Taxis, so dass eine fest vereinbarte Rückfahrt eine sichere Einnahmequelle für den Taxifahrer ist.

Aman handelt: Socken und 2$ gegen ein Nilpferd

Aman handelt: Socken und 2$ gegen ein Nilpferd

Wir schlendern die Straße entlang und kommen an einen Markt, wo viele Afrikaner ihre Schnitzereien und Malereien anbieten. Die Einheimischen sind sehr nett, haben aber natürlich auch ihre Verkaufsmaschen. „You don’t need to buy – just looki looki“ . Aman läuft an einem Stand vorbei und bietet aus Scherz seine Socken für ein geschnitztes Nilpferd an.  Der Verkäufer geht sofort darauf ein „I like your socks, lets make a deal“. Aman tauscht daraufhin seine Socken und 2$ gegen ein geschnitztes Nilpferd. Sie nehmen den Handel mit einer Videokamera auf, was sehr amüsant ist. Wir beide sind an unserem ersten Tag natürlich nicht daran interessiert etwas zu kaufen und wir verlassen dann auch recht zügig den Markt, um nicht allen Händlern erklären zu müssen, dass wir kein Interesse haben. Die FlipFlop-Suche gestaltete sich ziemlich kompliziert. Nach einigen Versuchen auf dem Markt und der Suche in einigen Supermärkten, bringt uns der Taxifahrer auf dem Rückweg zu einem weiteren Supermarkt, wo wir endlich fündig werden.

Am Abend treffen wir dann unsere restliche Reisegruppe unserer Tour durch Afrika und bringen unser Gepäck in die Zelte. Wir sind eine Gruppe von 22 Personen und werden mit Zelten und einem großen Offroad-Truck nach Kapstadt fahren. Der nächste Tag steht zur freien Verfügung und am Tag darauf geht es nach Botswana. In Livingstone wird eine Vielzahl an Aktivitäten angeboten: Helicopterflug über die Victoriafälle, Devils Pool (ein Wasserbecken direkt am Rand der Fälle), Wildwasserrafting auf dem Sambesi, „Get in touch with Lions“ und einiges mehr. Aufgrund einiger Empfehlungen „Rafting is amazing!“ entscheiden wir uns für das Wildwasserrafting und eine anschließende Sunset-Cruise auf dem Fluss. Mittag- und Abendessen sind inkludiert, so dass uns der etwas höhere Betrag von 920 Kwacha pro Person (ca. 120€) nicht ganz so weh tut. Leider ist das Activity-Center nach unserem gemeisamen Treffen mit der Gruppe bereits geschlossen, doch man empfiehlt uns, einfach am nächsten Morgen um 06:00 Uhr dort vorbeizuschauen und die Touren kurzfristig zu buchen.

Tag 3: Rafting an den Victoria Falls und Sunset-Cruise

Die Investition hat sich gelohnt! Das Rafting an den Victoria Falls ist einfach der Wahnsinn. Die Tour startet direkt unter den Victoriafällen, wo der Fluß sehr schnell und wild ist. Nachdem wir ein ausführliches Safety-Briefing bekommen haben und den Abhang zur Einstiegsstelle heruntergeklettert sind, geht es auch schon gleich los. Es ist von Anfang an wild, aber unsere Tourguides sind sehr erfahren und kennen die Stromschnellen wie ihre Westentasche. Wir bekommen die Kommandos erklärt und auch den Ablauf der ersten „Rapid No. 1“. Wie  sich später herausstellt, kommt der Satz „We might flip, we might not“ in fast jeder Erklärung vor. „Rapid No. 5“ wird uns dann zum Verhängnis und das Schlauboot kippt komplett um. Das Wasser ist sehr wild und wir verlieren kurz die Orientierung. Wir tauchen unter und beim auftauchen ist dann das Boot verkehrt herum über unserem Kopf. Natürlich haben wir Schwimmwesten und einen Helm an, aber die Strommschnellen wirbeln uns ordentlich durch und wir sind beide und weitere Teilnehmer unter dem Boot  gefangen. Nach einigen Schocksekunden unter Wasser (die uns ewig lang vorkamen) kommen wir endlich unter dem Boot wieder hoch. Wow! Das war heftig und unser Respekt vor den nächsten Stromschnellen ist gewaltig gewachsen.

Die Victoriafälle:Wenig Wasser aber trotzdem beeindruckend

Die Victoriafälle:Wenig Wasser aber trotzdem beeindruckend

Zum Glück ist das auch unser einziger „Flip“, so dass wir den Rest der Fahrt genießen können. Der letzte Teil ist dann aber auch nochmal ordentlich anstrengend, denn nun heißt es in der Mittagshitze ca. 300 Höhenmeter aus der Schlucht zu klettern.

Zurück im Hotel gibt es erstmal eine kräftige Stärkung. Das Rafting an den Victoria Falls war doch sehr kräftezerrend. Nun haben wir noch zwei Stunden, bevor die Sunset-Cruise startete. Wir entscheiden uns spontan mit dem Taxi zum oberen Teil der Victoriafällen zu fahren, da wir diesen Anblick natürlich nicht verpassen wollen. Morgen geht schließlich unserer Tour durch Afrika weiter und wir verlassen Zambia. Da Trockenzeit ist, sind die Fälle sehr wasserarm, aber trotzdem noch beeindruckend. Wir machen einige Fotos und wandern umher, ehe wir wieder zurück ins Camp fahren. Hier können wir direkt zum Pier weitergehen, da unsere Tour schon bald startete.

Auch die Sunset-Cruise ist sehr schön. Wir beobachten einige Nilpferde im Wasser und sehen einen schönen Sonnenuntergang. Auf der Tour treffen wir auch Coleman, der mit uns bis nach Kapstadt reist. Er ist ein ehemaliger New Yorker Broker, der seinen Job aufgegeben hat und seit nunmehr 8 Monaten durch die Welt reist. Coleman schreibt auch einen Blog www.lifewaitsfornoone.com und ist gut drauf.

Badende Nilpferde im Zambesi-River

Badende Nilpferde im Zambesi-River

Auf der Cruise ist nicht nur das Barbeque kostenlos, sondern auch alle Getränke inklusive. Wir kommen sehr schnell ins plaudern und selbst als das Boot wieder zurück ist, können wir den Barkeeper mit einem kleinen Trinkgeld dazu ermutigen, ein paar extra Drinks auszuschenken. Wir plaudern noch mit einem Afrikaner aus Zambesi, der über sein Land, sein Leben und seine Meinung über Reisende berichtet. Für einen kurzen Moment sind wir wie alte Freunde und der Mann lädt uns spontan zu sich ein. Für uns geht es aber morgen schon weiter und wir können die Einladung leider nicht annehmen. Gefühlt ist es mittlerweile auch schon sehr spät, aber die Uhr zeigt gerade mal 18:30. Wir bleiben noch ein wenig bei der Gruppe ehe wir uns etwa gegen halb 9 in Richtung Zelt verabschieden. Am nächsten morgen müssen die Zelte um 06:45 abgebaut sein, so dass unser Schlafrhytmus sich an das frühe Aufstehen gewönnen muss.

Gute Laune beim Sunset-Cruise

Gute Laune beim Sunset-Cruise

Ein aufregender erster Tag und ein guter Start in unsere Reise und die Tour durch Afrika. Morgen geht es über die Grenze nach Botswana auf dem Weg zum Okavango-Delta. Wir freuen uns sehr darauf!

PS: Mehr Fotos gibt es, wenn  das Internet schneller ist. Das dauert vielleicht Ewigkeiten 😉