Ein Wochenende in Sydney

Tag 198: Sightseeing in Sydney

Zentrale Lage, Seitenstraße: Unsere Wohnung

Zentrale Lage, Seitenstraße: Unsere Wohnung

Nach der kurzen Nacht im Flieger (dank Zeitverschiebung hatten wir maximal vier Stunden Schlaf) müssen wir zunächst noch eineinhalb Stunden am Gepäckband warten und sind nicht die Einzigen, die dieser Umstand kräftig nervt. Die nächste Überraschung wartet im Flughafenbahnhof. Die Fahrt in die wenige Minuten entfernte City kostet 16$/Person. Sydney gilt nicht umsonst als eine der teuersten Städte der Welt und entsprechend schwierig war auch die Suche nach einer gut gelegenen und günstigen Unterkunft. Letztendlich haben wir uns für die Buchung eines Zimmers über die Plattform AirBnB in zentraler Lage entschieden. Die Unterkunft ist zwar nicht ganz so schick wie auf den Bildern im Netz (hier war ein guter Fotograf am Werke), aber die Lage ist dafür top.

Zu Fuß zum botanischen Garten

Zu Fuß zum botanischen Garten

Wir haben keine Zeit für eine Pause, denn ich habe mich mit meine alten Schul- und Studienkollegen Cedric verabredet, der zufällig auch gerade in Sydney seinen Bruder besucht. Kurzerhand haben wir beschlossen, den Sightseeing-Spaziergang gemeinsam zu unternehmen und das Opera House als Treffpunkt festgelegt. Von unserer Bleibe sind das knapp 2,5km Fußweg. Den größten Teil der Strecke legen wir per Spaziergang durch den Botanischen Garten zurück und können dabei schon einen Blick auf die Skyline von Sydney erhaschen.

Ein eindeutiger Treffpunkt

Ein eindeutiger Treffpunkt

Das Opera House ist mit Sicherheit das berühmteste Gebäude in Australien und sehr eindrucksvoll. Leider befindet sich gerade eine riesige Baustelle vor dem Gebäude und wir versuchen kreativ drum herum zu fotografieren. Auch die fast genauso berühmte Harbour Bridge sieht man vom Opera House hervorragend.

Das Opera House

Das Opera House

Die Harbour Bridge
Die Harbour Bridge

Mein alter Studienkollege Cedric ist auch in Sydney

Mein alter Studienkollege Cedric ist auch in Sydney

Wenig später treffen wir Cedric und seinen Bruder Sebi und haben zumindest einen Sündenbock für die Baustelle gefunden. Sebi arbeitet für eine Firma, die an den Bauarbeiten beteiligt ist. Das Wiedersehen mit dem alten Kumpel ist herzlich und obwohl wir Beide uns verändert haben (natürlich nur zum Guten), verstehen wir uns sehr gut. Gemeinsam spazieren wir zurück durch den botanischen Garten und bringen uns auf den neusten Stand der Dinge.

Straßenkunst in der Fußgängerzone

Straßenkunst in der Fußgängerzone

Nachdem wir das berühmte Opera House und die Harbour Bridge aus größerer Entfernung auch gemeinsam vor die Linse bekommen haben, gehen wir weiter durch die Stadt über die Georgstreet. Straßenkünstler zeigen hier ihr Können und die Wolkenkratzer um uns herum sorgen für den Charme einer Großstadt. Sebi wohnt schon seit über einem Jahr hier und kennt sich entsprechend aus. Wir trinken einen Kaffee in einem französischen Café, entsorgen diesen in einer versteckten Designer-Toilette und schlendern durch „The Rocks“. Auch von dieser Seite haben wir einen guten Blick aufs Opera House.

"The Rocks" von oben

„The Rocks“ von oben

Am Abend verabschieden sich die Beiden um ihre Party vorzubereiten, zu der wir auch eine spontane Einladung bekommen haben. Wir lassen uns natürlich nicht lumpen, machen uns frisch und setzen uns dann in den passenden Bus. Meine Handy-App hat allerdings Probleme mit der Adresse und führt uns zunächst an zwei falsche Hausnummern. Wir finden es dann aber doch noch (dank eines vorbeifahrenden Rettungswagens und einigen Telefonaten) und genießen den Abend mit Pizza und guten Gesprächen.

Tag 199: Bondi Beach

Wir haben zwar ein kleines Zimmerchen, aber gegenüber den ungemütlichen Hostelnächten in Melbourne können wir in Ruhe schlafen und kommen zwar spät, aber jetlagfrei aus den Federn. Für heute Vormittag ist noch Sonnenschein angesagt und da bietet sich ein Ausflug zu einem der bekannten Stadtstrände an. Wir fahren zum berühmten Bondi Beach. Über das gut funktionierende Bussystem kommt man überall gut hin und im Nachhinein hätten wir auch gut eine etwas günstigere Unterkunft etwas außerhalb nehmen können. Wie sagt man so schön: Hinterher ist man immer schlauer.

Der Bondi-Beach

Der Bondi-Beach

Es ist Sonntag und die Sonne scheint. Schon von weitem sehen wir, dass am Bondi Beach einiges los ist. Wir sind die traumhaft einsamen Sandstrände aus Westaustralien gewöhnt und zunächst wenig beeindruckt, aber aus der Nähe betrachtet ist es dann doch ganz schön. Der Strand ist riesig und wir finden ein schönes Plätzchen in der Sonne, können die Surfer beobachten und uns noch ein bisschen aufwärmen. In den nächsten Tagen ist das Wetter leider nicht mehr so gut angesagt. In einem der vielen Cafés und kleinen Restaurants stärken wir uns mit einem gegrillten Schwertfisch und fahren dann zurück.

Ich habe mich mit Cedric und Sebi zum joggen verabredet. Wir wollen uns im Queenspark treffen, doch irgendwie laufen wir aneinander vorbei und ich habe die ersten sechs Kilometer unter den Sohlen, als wir uns endlich treffen. Das macht aber nichts, denn ich wollte heute ohnehin etwas länger laufen. Wieder zurück in der Unterkunft melde ich mich zufrieden und erschöpft für den „Great Forest Half Marathon“ in Neuseeland an. Ich bin in den letzten Jahren im Frühjahr immer viel gelaufen und warum sollte ich auf Reise mit dieser Tradition brechen?!

Tag 200: Abreise und Regen

Der 200ste Reisetag ist trist

Der 200ste Reisetag ist trist

Wahnsinn! Wir sind jetzt schon 200 Tage auf Achse und haben schon so viel erlebt. Wir hatten schon eine unvergessliche Zeit und es gibt noch weitere spannende Reiseziele. Bezeichnenderweise fällt uns erst morgen auf, dass heute der zweihundertste Reisetag ist. Wochentage und Daten (bis auf Flugdaten) sind auf Reisen eben nicht ganz so wichtig.

Der 200ste Tag beginnt auch äußerst unspektakulär. Es ist grau und hat sich eingeregnet. Wir nutzen eine Regenpause und schlendern ein bisschen durch die Stadt und zum etwa eineinhalb Kilometer entfernten Hafen.

Wild Life, Sea Life und Madame Tussauds

Wild Life, Sea Life und Madame Tussauds

Hier gibt es das National Maritim Museum, Sea Life, Wild Life und Madame Tussauds. Irgendwie haben wir aber keine Rechte Lust und selbst wenn man das Ticket online verbucht (und 30% Rabatt bekommt) würde der Eintritt jeweils 28$/Person kosten. Während wir stattdessen durch die Stadt schlendern fängt es wieder heftig an zu regnen und wir flüchten in eine Shopping-Mall. Wir brauchen ohnehin noch ein paar Kleinigkeiten und von daher passt das noch halbwegs.

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Wir werden im Regen verabschiedet

Eigentlich wollten wir mit dem Bus zum Flughafen (man muss ein bisschen laufen, aber der Bus kostet nur 3$ im Gegensatz zum Flughafenzug für 16$), aber unser Vermieter Nathan hat sich als Taxi angeboten und wir nehmen diesen Service gerne an. Er erzählt uns, dass die Menschen in Sydney wenig Regen gewöhnt sind und sobald es auf den Straßen nass wird, „verlernen“ die Leute offensichtlich das Autofahren. Obwohl noch keine Rushhour ist, stehen wir kräftig im Stau. Wir bekommen so zumindest die Möglichkeit zu einem interessanten Gespräch. Nathan bestreitet seinen Lebensunterhalt mit zwei Wohnungen (in Sydney und London), deren Zimmer er an Touristen vermietet und durch das handeln an der Börse. Daneben findet er viel Zeit zu reisen und war schon in über 90 Ländern unterwegs. Nicht schlecht!

Gerade noch pünktlich erreichen wir den Flughafen und checken wenig später ein. Kurz vor Mitternacht sollen wir Neuseeland, dem Land von dem uns schon so viel vorgeschwärmt wurde, erreichen und sind schon sehr gespannt.