Die letzte Woche in Indien: Thekkedy, Munnar und Varkala

Tag 64: Reise nach Thekkedy

Bahnfahren in Indien - auch daran gewöhnt man sich

Bahnfahren in Indien – auch daran gewöhnt man sich

Obwohl Thekkedy nur 200km Luftlinie von Varkala entfernt ist, brauchen wir einen ganzen Tag um dorthin zu reisen. Die kleine Stadt liegt im Inland und wir müssen zunächst mit der Bahn die nächstgelegene größere Stadt erreichen, um von dort aus mit dem Bus weiterzufahren. Das Inland von Kerala (der Bundesstaat im Süden Indiens) ist bergig und bekannt für seine Tee- und Gewürzplantagen, sowie zahlreiche Nationalparks. Um Geld zu sparen, nehmen wir wieder die „Holzklasse“ und wir liegen in der 3. Etage auf einer gepolsterten Holzbank, da die Sitzplätze völlig mit Indern überfüllt sind. Wir gewöhnen uns mittlerweile daran auf engen Raum, mit schwül heißen Temperaturen und nicht sonderlich guten Gerüchen zu reisen. Als nächstes steht eine vierstündige Busfahrt an, die ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist. Die Straßen sind sehr kurvig und voller Schlaglöcher, so dass uns ein wenig schwindelig und schlecht wird. Zudem ist der Bus recht voll und ich muss zeitweise stehen, um einer Frau mit Kleinkind den Sitzplatz neben Yvonne frei zu machen. Während ich im Gang stehe und mich ordentlich festhalten muss, sitzt Yvonne nun zwischen der Frau mit Baby (welches Yvonnes Zopf zum Nuckeln in den Mund steckt) und einer garstigen älteren Frau, die alle 3 Minuten aus dem Fenster rotzt. Eine interessante Reiseerfahrung, die uns jedoch ordentlich Geld spart. Der lokale Bus und die Bahn kosten für uns beide nur 300 IR (4€), während eine private Anreise mit einem Taxi etwa 3000 IR (38€) gekostet hätte.

Durch die Berge nach Thekkedy

Durch die Berge nach Thekkedy

In Thekkedy angekommen werden wir am Busbahnhof natürlich direkt wieder abgefangen und  mit Ausflugszielen bombadiert, aber wir nehmen nur einen Flyer mit und fahren schnurstracks zur Unterkunft. Heute schlafen wir das erste Mal in einem Homestay. Gerade in Urlaubsgebieten vermieten viele Inder einige Zimmer, was für die Reisenden eine günstige Unterkunft und die Bewohner eine gute zusätzliche Einnahmequelle ist. Leider haben wir zunächst kein Glück – obwohl wir erst spätabends ankommen, ist das Zimmer noch nicht fertig und wir müssen übergangsweise in einem alten Kinderzimmer schlafen. Das angekündigte WiFi funktioniert nicht, genauso wenig wie das warme Wasser in der Dusche. Anstatt mich auch endlich ausruhen zu können, muss ich nochmal los um uns ein Ticket für die morgige Tour zu besorgen. Erschöpft und ein wenig unglücklich schlafen wir in unseren Schlafsäcken (die angebotene Bettdecke sieht nicht sehr einladend aus) ein.

Tag 65: Thekkedy Nationalpark

Aranya Nivas Nationalpark Thekkedy

Aranya Nivas Nationalpark Thekkedy

Ein Unterschied zwischen Urlaub und Reisen? – Der Wecker klingelt wieder um viertel vor sieben. Mit dem TukTuk fahren wir zum „Aranya Niwas Thekkedy“, dem hiesigen Nationalpark, wo um kurz nach acht unsere Tour startet.

Die Tour beginnt mit einer Überfahrt auf einem Bambusfloß und wenig später wandern wir dann durch den Dschungel. Die Affen springen über uns durch die Bäume und überall sind Insekten zu hören. An einem Baum sehen wir die Spuren eines Tigers, der sich hier die Krallen gewetzt haben muss. Wir sind zu Fuß unterwegs, von daher ist es vielleicht ganz gut, dass wir dieses Mal kein Glück haben und den Tiger nicht zu Gesicht bekommen.

Nach der Wanderung geht es mit dem Bambusfloß weiter. Ich habe Glück und bekomme ein Paddel in die Hand gedrückt, so dass ich heute noch ein Gratisworkout bekomme. Wir sind über 2 Stunden mit dem Floß unterwegs. Zwischendrin machen wir glücklicherweise eine längere Pause und es ist tatsächlich erlaubt im See des Nationalparks schwimmen zu gehen. Eine Gelegenheit die ich mir nicht entgehen lasse!

Am Abend machen wir uns dann auf die Suche nach einer Unterkunft für die nächste Nacht, da unser Homestay für morgen ausgebucht ist. Da das Internet im kompletten Dorf ausgefallen ist, können wir nicht einfach recherchieren und buchen, sondern müssen ganz „oldschool“ in die Hotels reinmarschieren und fragen. Leider sind alle Hotels wegen der Diwali-Ferien ausgebucht und die einzigen Unterkünfte mit freien Zimmern sind deutlich über unserem geplanten Budget. Somit beschließen wir nach einiger Überlegung am nächsten Mittag, nach unserer geplanten Tour durch die Tee- und Gewürzplantagen, in die nächste Stadt weiterzureisen. Auch bei diesem Plan fehlt das Internet, denn auch für Munnar können wir nichts im Voraus buchen. Als wir schließlich in unserem Homestay ankommen, haben wir jedoch Glück. Unsere Gastmutter ist sehr hilfsbereit und organisiert uns eine Unterkunft und einen Taxiahrer für den nächsten Tag. Unser eigentliches Zimmer ist auch endlich fertig und deutlich schöner. Warmes Wasser funktioniert ebenfalls wieder und zudem bietet sie uns ein typisch indisches Frühstück für den nächsten Morgen an. Unsere Meinung zum Homestay hat sich um 180° geändert.

Tag 66: Teeplantagen, Gewürzgarten und Weiterreise nach Munnar

Teeplantage in Thekkedy

Teeplantage in Thekkedy

Gestern haben wir einen Schweizer Weltenwandler im Touristenbüro angetroffen und spontan beschlossen, zusammen die Teeplantagen- Tour zu erkunden  – obwohl wir vorher keine drei Sätze miteinander gesprochen haben. Wie wir heute erfahren ist Joel ebenfalls für ein Jahr auf Weltreise und hat für diesen Traum seinen Job und sein vorheriges Leben zurückgelassen – kommt uns bekannt vor.

Unsere Tour beginnt mit einer Wanderung in den Teeplantagen, wo wir einige interessante Informationen bekommen. Die Bäume in den Plantagen dienen beispielsweise als Wasserspeicher für die Teebüsche und werden zudem zum Anbau der Pfeffergewächse genutzt. Ein cleveres Ökosystem!

Ich zeig' euch wo der Pfeffer wächst!

Ich zeig‘ euch wo der Pfeffer wächst!

Danach fahren wir in einen Gewürzgarten und riechen und probieren diverse Gewürze. Unser Guide spricht zum Glück adäquates Englisch und so bekommen wir wieder jede Menge Informationen über Anbau und Herstellung. Wir lernen „Allspice“ kennen, was nicht etwa eine Gewürzmischung ist, sondern ein Gewürz, das fünf Geschmäcker unterschiedlicher Gewürze auf natürliche Weise beinhaltet. Wir erfahren, dass sich grüner, roter und schwarzer Pfeffer nicht durch unterschiedliche Zucht, sondern durch einen anderen Erntezeitpunkt unterscheidet. Es gibt fußballgroße Zitronen, Grapefruits in unterschiedlichen Farben und Sträucher und Pflanzen mit interessanten Blüten und Geschmäckern. Wir probieren eine unglaublich süße Pflanze, mit der der in Indien berühmte Chai-Tee gesüßt wird und natürlich probiere ich auch eine winzige Chilli, die wie erwartet höllisch scharf ist.

Das dritte vereinbarte Tourziel ist ein Aussichtspunkt, aber scheinbar hat unser Guide keine Lust mehr, denn wir fahren zu einer völlig unspektakulären Stelle direkt an der Straße.

Was geht ab?

Was geht ab?

Wenigstens belustigt uns hier ein Affensenior mit seinen Gesichtsgrimassen.

Da die lokalen Busse nur morgens fahren, fahren wir am frühen Nachmittag mit einem privaten Fahrer nach Munnar.

Die Strecke durch die Tee- und Gewürzplantagen ist wieder kurvig, aber sehr schön. Am Abend schlafen wir dann in unserem nächsten Homestay, das dieses Mal sehr schön ist. Zudem dürfen wir in einem benachbarten Hotel das Internet nutzen, so dass wir die nächsten Tage wieder eigenständig planen können.

Tag 67: Tee, Wasserfälle und eine Wanderung

Obwohl das Wetter am Vorabend sehr bescheiden ist und es aus Kübeln regnet, begrüßt uns am Morgen die Sonne. Wir haben uns einen Fahrer organisiert und fahren durch die Teeplantagen auf dem Weg zu einem weiteren Nationalpark, wo wir eine mehrstündige Wanderung geplant haben.

Die Teeplantagen von Munnar

Die Teeplantagen von Munnar

Der Weg durch die Plantagen ist traumhaft. Wir halten an einigen Wasserfällen und machen regelmäßig Stopps für ein paar Fotos. Die Teeplantagen liegen alle an Steilhängen und es wird ausschließlich mit der Hand geerntet. Wir können in Europa den Tee nur so günstig kaufen, weil die hiesigen Personalkosten überschaubar bleiben. Der Tagessatz liegt nach Angaben unseres Fahrer bei 200 IR (2,50 €) plus einem kleinen Bonus, wenn die Erntemenge höher ausfällt. 8 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche = 15€ pro Woche / 60€ Monatsgehalt. Will jemand tauschen?!

Wanderung durch das Buschwerk im Nationalpark

Wanderung durch das Buschwerk im Nationalpark

Nach dreistündiger Fahrt kommen wir am Nationalpark an und vereinbaren eine zweistündige Wanderung durch das hügelige Buschwerk. Wir bekommen einen Führer abgestellt, der uns den Weg zeigt und die Umgebung immer im Auge behält. Wir können ein paar tolle Aussichten genießen und gegen Ende der Wanderung erschließt sich auch die Sinnhaftigkeit unseres Führers, als direkt vor uns ein wilder Büffel durch das Buschwerk bricht und wir überrascht zügig zurückweichen müssen. Körperkontakt ist hier weniger ratsam.

Auf dem Rückweg fängt es leider an zu regnen, so dass wir ohne Stopps zurückfahren. Auch in den nächsten Tagen soll das Wetter schlecht bleiben und so entschließen wir uns nach langem hin- und her am nächsten Tag Munnar zu verlassen (obwohl es hier grundsätzlich sehr schön ist) und somit wieder zurück an die Küste fahren werden. Während wir am frühen Abend im Hotelfoyer im Internet recherchieren, kommen wir ins Gespräch mit einem Inder, der eine Reisegruppe aus Mumbai leitet. Nach wenigen Sätzen lädt er uns ein, der Reisegruppe beim Abendessen Gesellschaft zu leisten.

Einladung zu Fish-Masala? Klar!

Einladung zu Fish-Masala? Klar!

Der freundlichen Einladung zu Fish-Masala können wir nicht wiederstehen. Er führt uns runter in den Keller und zeigt uns die selbstmitgebrachte Küche und die Crew, die auf Gasplatten das Fishmasala und weitere Gerichte zubereitet. Zwei Stunden später werden wir pünktlich um 20.00Uhr zum Essen abgeholt. Das Abendessen ist köstlich und sowohl für uns, als auch für die meist älteren Mitglieder der Reisegruppe etwas Besonderes. Wir erleben ein schönes gemeinsames Dinner auch wenn die meisten nur wenig englisch sprechen. Zugleich wird an jedem Tisch getuschelt und wir werden genaustens beobachtet. Aus Prinzip haben wir das angebotene Besteck abgelehnt (unsere Gastgeber essen schließlich auch Ohne) und es scheint belustigend zu sein, wie wir unsere Mahlzeit ausschließlich mit den Fingern essen.

Tag 68: Regen, Rückfahrt, Ruckelei

Die Rückfahrt nach Cochin ist alles andere als entspannend. Die Straßen sind wieder kurvig, von Schlaglöchern regelrecht durchsiebt und der Bus wieder relativ voll. Obwohl es sehr nebelig ist, jagt der Bus mit einem Affenzahn um die Kurven. Hier gilt scheinbar das Gesetz des Stärkeren – die kleinen TukTuks und Autos müssen sich in Sicherheit bringen und die Bushupe wahrscheinlich nach jeder Fahrt gewartet werden. Nach einiger Zeit fängt es dann auch noch monsunartig an zu regnen und obwohl die Frontscheibe beschlägt und das Scheibenwischerblatt seine besten Tage schon seit Jahren hinter sich hat, geht der Fahrer nicht vom Gas. Nach drei Stunden Fahrt meldet sich dann auch noch die Blase. Da es aber keine längeren Stopps gibt, müssen wir noch weitere 1 ½ Stunden aushalten. Am Ende kommen aber wieder einmal gesund am Busbahnhof an und können uns endlich erleichtern. Was eine Fahrt… Zum Glück ist das Bahnfahren deutlich entspannter.

Am Abend checken wir in unserer Unterkunft in Fort Cochin ein. Dadurch, dass wir sowohl in Thekkedy als auch in Munnar situationsbedingt um einen Tag verkürzt haben, sind wir nun zwei Tage zu früh zurück.

Back to Varkala?

Back to Varkala?

Jetzt haben wir noch vier Nächte in Fort Cochin und die Stadt ist leider nicht besonders schön und dazu auch noch teuer. Die Ausflugsziele haben wir schon gesehen und die nächsten schöneren Orte sind mindestens vier Stunden Bahnfahrt weit weg. Nach einiger Überlegung und zwei völlig überteuerten Mahlzeiten entschließen wir uns dann spontan wieder eine lange Bahnfahrt auf uns zu nehmen und für 2 Nächte zurück nach Varkala zu fahren. Hier gibt es einen schönen Strand, eine gute und günstige Unterkunft und klasse Essen zu fairen Preisen.

Tag 69: Back to Varkala!

Zum Glück und Dank dem zuvorkommenden Personal konnten wir das reservierte Zimmer in Fort Cochin nach Varkala (Hostelkette) umbuchen, so dass keine unnötigen Kosten entstehen. Die Bahnfahrt ist auch nicht teuer (3,50€), sondern nur zeitaufwändig.

Als wir am frühen Nachmittag in unserer Unterkunft ankommen, werden wir freudig empfangen. Der Hostelmanager war uns schon letzte Woche sympathisch und er empfindet es als großes Kompliment, dass wir wiedergekommen sind. Bei einem frisch gepresstem Mangosaft (der aufs Haus geht) berichten wir ihm von schlechtem Wetter, ausgebuchten Hotels und das wir nun unsere letzten indischen Tage hier verbringen werden. Am Abend gehen wir dann wieder gut und günstig essen und ich spiele danach ein wenig Gitarre im Foyer.

Hier ist es deutlich entspannter

Hier ist es deutlich entspannter

Im Hostel ist nicht viel los und so gesellt sich der Manager, Vaneesh, dazu. Wir erfahren, dass er erst 24 Jahre alt ist und das Hostelmanagement seit 2 Monaten übernommen hat. Er kommt ursprünglich aus Munnar, was acht Fahrstunden von hier entfernt ist. Da er sechs Tage die Woche arbeitet, sieht er seine Familie maximal einmal pro Monat. Urlaubstage gibt es nicht. Vaneesh ist zufrieden mit seinem Job und extrem freundlich und zuvorkommend. Da wir Interesse an einem Kochkurs kundtun, bietet er uns an am nächsten Tag gemeinsam zu kochen.

Tag 70: Strand, Kochkurs und indische Brettspiele

Ein unterhaltsamer indischer Koch

Ein unterhaltsamer indischer Koch

Heute ist unser letzter komplett freier Tag vor der Weiterreise und wir schlafen lange, frühstücken ausgiebig und baden ein letztes Mal im indischen Ozean. Das gemeinsame Kochen mit Vaneesh haben wir auf das morgige Frühstück verschoben und zusätzlich noch einen offiziellen Kochkurs gebucht, der sich als echter Glücksgriff erweist. Der Koch ist richtig gut drauf und fordert mich zum Chilliwettessen auf, wo ich aber schnell kapitulieren muss. Wir lernen etwas über die indische Kochkunst und machen kunstvolle Chaphathis. Zum Schluss machen wir noch ein lustiges Video zur Bewerbung der Weihnachtsjam am 7. Dezember in Ratingen. Das Essen schmeckt köstlich und wir haben schon wieder etwas gelernt.

Am Abend gibt es zunächst noch etwas Livemusik in einer Bar, die aber nur „geht so“ ist, so dass wir zurück ins Hostel gehen.

Carrom - ein indisches Brettspiel

Carrom – ein indisches Brettspiel

Dort fordert mich Vaneesh zu einer Partie Schach heraus, doch das ist meine Paradedisziplin, so dass ich ohne Mühe gewinne. Danach spielen wir Carrom – ein indisches Brettspiel, das unserem Billard ähnelt, außer, dass es statt Kugeln Chips gibt und diese nicht mit einem Kö sondern mit dem Finger geschnipst werden. Anfangs bin ich natürlich nicht so gut, verliere aber später nur knapp.

Tag 71: Abreise und ByeBye

1,5 Stunden Vorbereitung für ein Frühstück - nichts für Langschläfer

1,5 Stunden Vorbereitung für ein Frühstück – nichts für Langschläfer

Wir verlassen Indien zwar erst morgen, aber da wir die nächste Nacht im Airporthotel verbringen, ist heute der letzte Reisetag. Umso schöner, dass dieser Tag so gut beginnt. Wir bereiten gemeinsam mit Vaneesh ein indisches Frühstück zu, was wieder sehr interessant, aber überraschenderweise knapp eineinhalb Stunden dauert. Wir müssen sogar unsere geplante Bahnfahrt verschieben, um in Ruhe zu Ende zu kochen und das Frühstück in vollen Zügen genießen zu können.

Indisches Frühstück am letzten Tag

Indisches Frühstück am letzten Tag

Vaneesh ist nicht nur ein freundlicher Manager sondern kennt sich zum Glück – dank seiner Mutter – auch in der Küche aus. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns freundschaftlich und fahren zurück zur Bahn. Es war genau die richtige Entscheidung nochmal zurückzufahren. Erst durch einen längeren Aufenthalt lernt man die Menschen besser kennen und kommuniziert auf einem anderen Level. Wir hatten zwei wirklich schöne Tage. Morgen früh geht unser Flug nach Nepal – wir sind gespannt.

Fazit Indien

Indienreise? Empfehlenswert!

Indienreise? Empfehlenswert!

Zu diesem Thema könnte man Bücher schreiben. Indien ist eine völlig andere Welt und nicht mit Europa zu vergleichen. Die vielen (armen) Leute in den Großstädten, der wilde Verkehr, Gauner und Betrüger und die Unkenntnis von Traditionen und Religion machen die ersten Tage in Indien zu einer Herausforderung. Wir sind heilfroh, dass wir in den ersten zwei Wochen mit einer Tour unterwegs waren und so eine sanfte Einführung bekommen haben. In Internetforen steht oft „Indien – du wirst es lieben oder hassen“ und wenn man nur hintergangen wird und den Lärm und die Armut nicht erträgt, ist Indien kein Vergnügen. Wir haben aber so viele schöne Seiten des Landes kennengelernt, dass wir uns eher zu den Liebenden zählen. Die religiösen Städte und die Reise am heiligen Ganges haben uns sehr imponiert, ebenso wie Rajasthan mit seinen Palästen und Nationalparks. Auch Nord- und Südindien unterscheiden sich in vielen Punkten voneinander und wir sind froh, diese beiden Seiten kennengelernt zu haben. Die Mentalität im Süden ist ganz anders (irgendwie entspannter), das Wetter deutlich feuchter und selbst die Reiserei ist hier völlig anders (wesentlich einfacher, da Bahnen und Busse nicht wie im Norden im Voraus gebucht, sondern wir einfach vor Ort bezahlen konnten). Wir haben uns zwar mit vielen Genauer herumschlagen müssen (hauptsächlich im Norden), aber auch eine Menge sehr hilfsbereite und freundliche Inder kennengelernt. Um es kurz zu machen: Uns hat die Reise durch Indien sehr gefallen und wir können das Land jedem weiterempfehlen, der etwas erleben möchte und bereit ist, sich auf etwas neues und abenteuerliches einzulassen.

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