Cape Reinga, Whangarei Heads & Auckland

Tag 231: Cape Reinga, 90 Mile Beach und Kauri-Bäume

Sonnenaufgang am Cape Reinga

Sonnenaufgang am Cape Reinga

An der Nordspitze Neuseelands klingelt der Wecker heute bereits um 06:45 Uhr. Etwas verschlafen brechen wir auf und fahren zum Sonnenaufgang zum Cape Reinga. Wir haben einen blauen Himmel und die tief stehende Sonne macht ein tolles Licht. Ausgezeichnete Bedingungen für ein paar schöne Fotos.

Leuchtturm am Cape Reinga

Leuchtturm am Cape Reinga

Der 90 Mile Beach

Der 90 Mile Beach

Auf dem Rückweg wollen wir uns dann auch den 90 Mile Beach näher anschauen. Auf halber Strecke gibt es eine Zufahrtsstraße, der wir bis zum Strand folgen. Wort-wörtlich bis zum Strand! Wir fahren mit dem Auto bis fast bis zum Wasser und sehen in beiden Richtungen den Strand im Horizont verschwinden.

Laut GPS fahren wir im Meer

Laut GPS fahren wir im Meer

Von einer Seite kommt ein Touristenbus auf uns zu und fährt vorbei. Der Strand ist breit, der Sand fest und offensichtlich ist gerade Ebbe. Wenn die Touristenbusse hier lang fahren, dann können wir doch eigentlich… Wenig später rauschen wir mit 70km/h über den Strand. Links fliegen die Dünen an uns vorbei und keine 10 Meter auf der rechten Seite befindet sich das Meer. Eine tolle Erfahrung, die wir über mehr als 30 Kilometer genießen können.Watch movie online The Transporter Refueled (2015)

Der Wanderweg wird ständig von Flüssen unterbrochen

Der Wanderweg wird ständig von Flüssen unterbrochen

Wir verlassen den Strand und haben wieder festen Asphalt unter den Rädern. Nachdem wir die Landzunge und den 90 Mile Beach verlassen haben, gehen wir kurz einkaufen und wollen danach eigentlich wieder eine kurze Wanderung machen. Obwohl die Wanderung auf der DOC-Website beschrieben ist, sind Zufahrtsstraße und der Wanderweg in einem extrem schlechten Zustand. Nachdem wir fast einen Abhang heruntergerutscht sind und beim Überqueren eines Flusses beide nasse Füße bekommen haben, beschließen wir die Wanderung zu verschieben, weiterzufahren und woanders noch einmal zu starten.

Der Größte Kauribaum ist 70 Meter hoch und 12 Meter dick

Der Größte Kauribaum ist 70 Meter hoch und 12 Meter dick

Wir haben eine mehrstündige Fahrtstrecke vor uns und müssen einmal mit einer Fähre übersetzen. Unser Ziel ist der „Kauri Wald“, in dem hunderte von Kauri-Bäumen zu finden sind. Diese riesigen Bäume sind sehr alt, dick und hoch. Während der Fahrt machen wir einen kurzen Stopp bei einem 1200 Jahre alten Baum, der etwa 4 Meter dick und 70 Meter hoch ist. Unser Campingplatz liegt ebenfalls an einem kleinen Pfad, wo wir zahlreihe Kauri-Bäume bewundern können.

Hier gibt es strikte Regeln und das Verlassen des ausgeschriebenen Pfades ist verboten. Wir lernen, dass die Kauri-Bäume trotz ihrer beeindruckenden Größe ein sehr empfindliches Wurzelwerk haben und vergleichsweise leicht zum Einsturz gebracht werden können. Die Bäume beherbergen viele Vogelarten und andere Pflanzen und natürlich halten wir uns an die Regeln und desinfizieren auch jedes Mal brav unsere Schuhe.

Desinfizieren ist hier Pflicht

Desinfizieren ist hier Pflicht

Am Abend stellen wir überraschend fest, dass wir unseren Camper einen Tag länger gemietet haben, also ursprünglich gedacht. Diese Feststellung machen wir gerade noch rechtzeitig und können unsere Unterkunft in Auckland umbuchen und die Reisepläne anpassen. Reisen ist manchmal auch verwirrend, aber es gibt nichts, was sich nicht regeln lässt.

Tag 232: Whangarei Heads und Snells Beach

Auf der Überfahrt ist es sehr nebelig

Auf der Überfahrt ist es sehr nebelig

Den ungeplanten zusätzlichen Campertag nutzen wir für eine Fahrt zu den Whangarei Heads. Dafür müssen wir zwar die Küstenseite wechseln, aber das Wetter ist auf der anderen Seite ohnehin besser angesagt. Auf der Überfahrt liegt noch morgendlicher Nebel in der Luft, was ein schönes Naturschauspiel darstellt. Glücklicherweise können wir die Wanderung an den vulkanischen Felsen der Whangarei Heads heute bei bestem Wetter genießen.

Eine Wanderung zu den Whangerai Heads

Eine Wanderung zu den Whangarei Heads

Der Weg ist gut ausgeschrieben und markiert. Über die vielen Treppenstufen gewinnen wir schnell an Höhe und haben den Aussichtspunkt nach weniger als 45 Minuten erreicht. Von hier aus haben wir einen ausgezeichneten Blick auf das umliegende Land. Man könnte zwar noch höher kletter, aber der Weg ist nicht mehr ausgeschrieben und eher ein gefährliches Klettern über einem Steilhang, als ein Weg. Nach ein paar Metern siegt die Vernunft und wir kehren um.

Tolle Aussicht

Tolle Aussicht 1/2

Tolle Aussicht 2/2

Tolle Aussicht 2/2

Weinprobe in Neuseeland

Weinprobe in Neuseeland

Die Mittagspause verbringen wir an einem Fluss und genießen die Sonne. In den nächsten Tagen soll das Wetter wieder schlechter werden. Am Nachmittag haben wir uns eine Weinprobe vorgenommen. Nach Südafrika und Australien wollen wir auch den Neuseeländischen Wein auf die Probe stellen. Leider finden wir nur ein sehr edles Weingut, dessen Weine zwar schmecken, die mit über 30$/Flasche aber deutlich über unser Budget liegen.

Unser letzter Campingplatz liegt am Snells Beach

Unser letzter Campingplatz liegt am Snells Beach

Unseren Camper können wir in der letzten Nacht auf einem Parkplatz am „Snells Beach“ abstellen. Unsere Camp-Nachbarn verbringen auch den letzten Abend ihrer Reise hier und wir stellen fest, dass wir fast identische Überreste haben. Reis, Essig, Salz und Nudeln kann man nicht in kleinen Verpackungen kaufen. Unsere Nachmieter werden sich freuen.

Tag 232: Ankunft in Auckland

Auckland

Auckland

Heute müssen wir unser liebgewonnenes Eigenheim wieder verlassen. Wir packen alle Klamotten wieder in die Rucksäcke und das nächste Kapitel unserer Reise steht kurz bevor. Bevor wir mit dem Flieger für eine Woche nach Fiji fliegen, haben wir aber noch 2 Tage in Auckland. Wir haben uns dort wieder eine private Unterkunft über AirBnB gebucht und haben wieder eine interessante Erfahrung:
Bei unserer Ankunft ist keiner da und wir lassen uns selbst (mit dem Schlüssel unter der Fußmatte) in die Wohnung. Das Appartement ist klein, aber wir haben ein eigenes kleines Zimmer. Wir bringen den Camper zurück und machen danach einen Abstecher in die City. Heute ist es wieder recht frisch und nach einem leckeren Abendessen beim Koreaner machen wir uns auf den Rückweg. Unsere Wohnung ist fußläufig zu erreichen und kurz nachdem wir angekommen sind, machen wir Bekanntschaft mit unseren Vermietern. Maurice hatte schon ein paar Feierabendbiere und ist in Trinklaune. Seine Freundin Helen ist ebenfalls gut gelaunt und obwohl wir etwas müde sind, lassen wir uns von den beiden anstecken. Wir erfahren, dass die beiden erst seit wenigen Monaten ein Zimmer an Touristen vermieten und neben der zusätzlichen Einnahmequelle vor allem den Austausch und die Gesellschaft der Menschen aus aller Welt genießen.

Tag 233: Shopping, Zahnarzt und Kino
Vor fast 4 Wochen hat sich bei mir eine Zahnfüllung gelöst und seit dem kaue ich nur noch auf der rechten Seite. Irgendwie ging das ganze gut und wir wollten keinen Reisetag opfern, aber heute haben wir einen vollen Tag in einer Großstadt – und gehen das unangenehme Thema an. Unsere Vermieterin Helen ist sehr hilfsbereit und fährt morgens mit uns zu einer Praxis. Dort erfahren wir, dass es nur noch einen Termin am Nachmittag gibt, aber immerhin haben wir Einen.

Auckland mit Blick vom Mount Eden

Auckland mit Blick vom Mount Eden

Die Zeit in Auckland nutzen wir für eine Wanderung auf den Mount Eden, der mitten in der Stadt liegt und von wo man eine gute Aussicht genießen kann. Mount Eden ist ursprünglich auch ein Vulkan, aber seit Jahrhunderten nicht mehr aktiv und der Berg und der Krater sind mit Gras bewachsen. Vom Mount Eden laufen wir nach Newmarket, wo ich eine neue Hose und einen Friseur finde. Yvonne braucht für Fiji noch dringend einen neuen Bikini, aber hier werden wir leider nicht fündig.
Am Nachmittag treffen wir uns wieder mit Helen, die uns ein zweites Mal zum Zahnarzt fährt. Dieses Mal ist es unangenehm, d.h. alles verläuft nach Plan. Damit die Füllung dieses Mal besser hält, hat der Zahnarzt das Loch großzügig erweitert und ich bin gespannt, was mein deutscher Zahnarzt dazu sagt. Nach einer Stunde habe ich es endlich geschafft. Zahnarztbesuche machen auch am anderen Ende der Welt keinen Spaß.
Nach dem Zahnarzt gehen wir zur Ablenkung ins Kino. Auf etwas „normales“, wie einen Kinobesuch haben wir uns während der Reise mal wieder sehr gefreut und auch der Film „The Grand Budapest Hotel“ gefällt uns gut. Nach dem Kino darf ich endlich wieder etwas essen und wir gönnen uns ein kostengünstiges Buffet, bei dem ich erstmals wieder auf beiden Seiten kauen kann. Juhu!

Tag 234: Abreise mit Komplikationen

Bye Bye Neuseeland

Bye Bye Neuseeland

Unser Flug geht laut Reiseplan erst um 14:00 Uhr und wir lassen es entspannt angehen. Kurz nach 11:00 Uhr brechen wir im Appartement auf und fahren mit dem Bus zum Airport. Dort angekommen werfen wir einen Blick auf den Monitor und sind irritiert. Es wird angezeigt, dass der Check-In zu unserem Flug vor wenigen Minuten geschlossen wurde. Wir laufen umgehend zum Schalter, der sogar noch besetzt ist. Dort erfahren wir, dass der Flug vorverlegt wurde und wir eigentlich darüber informiert werden sollten. Wurden wir aber nicht und obwohl es noch 50 Minuten bis Abflug sind, können wir nicht mehr einchecken. Stattdessen werden wir auf einen Flug in viereinhalb Stunden später umgebucht. Immerhin, aber wir wollten eigentlich noch in Nadi nach einem neuen Bikini für Yvonne gucken und entspannt bei Tageslicht ankommen. Mit dem neuen Flug kommen wir erst um 22:00 aus dem Flughafen und jegliche Chance auf einen Besuch in Nadi ist vertan. Ohne Bikini in das Tauchparadies Fiji? Keine gute Idee! Es gibt noch eine Airport-Shoppingmall, die man noch zu Fuß erreichen kann und wir machen uns auf den Weg. Dabei beginnt es auch noch an zu regnen und unsere Laune ist mittlerweile genauso dunkel wie die Regenwolken. Das ändert sich allerdings, als wir nach kurzer Suche einen brauchbaren Bikini in der richtigen Größe für nur wenige Dollar im Ausverkauf finden. Wieder gut gelaunt geht es durch den Regen zurück zum Flughafen, wo wir kurz vor dem Flug auch noch bei der Suche nach einer neuen Kamera fündig werden. Fiji, wir kommen!