Canyon, Wein und Ankunft in Kapstadt

Tag 18: Fishrivercanyon

Der Fishriver-Canyon, der zweitgrößte Canyon der Welt

Der Fishriver-Canyon, der zweitgrößte Canyon der Welt

In den nächsten Tagen haben wir lange Fahrtstrecken vor uns, unser finales Ziel heißt Kapstadt. Heute erreichen wir aber erst einmal den „Fishriver-Canyon“ – pünktlich zum Sonnenuntergang. Zudem hat uns unsere Tourguide Liz eine Überraschung versprochen, so dass wir die lange Fahrtzeit gut gelaunt überstehen. Der Canyon ist sehr beeindruckend! Es gibt sogar einen Wanderweg, der über 80km lang ist und in 5 Tagen und 4 Nächten zu schaffen sein soll. Der Weg hinunter in den Canyon ist heute aber leider gesperrt, so dass wir „nur“ die Aussicht von oben genießen.

Sonnenuntergang, Käse, Snacks und Wein :-)

Sonnenuntergang, Käse, Snacks und Wein 🙂

Wir wandern etwa zwei km den Canyon entlang und kommen an einer Aussichtsplattform an, wo Liz schon mit der Überraschung auf uns wartet. Am Aussichtspunkt des Canyons stehen Cracker, Käseplatten, Biltong, Erdnüsse und Wein bereit. So lässt sich ein Sonnenuntergang natürlich noch besser genießen.

Tag 19: Orange River und (erneute) Ankunft in Südafrika

Am nächsten Tag erreichen wir nach einer 7 stündigen Fahrt über die Sandpisten Namibias die Grenze zu Südafrika. Da alle Reisenden bereits über Johannesburg erstmals nach Südafrika eingereist sind, geht die erneute Einreise sehr schnell und unproblematisch. Kurz nach der Grenze folgen wir dem Orange River, der die Grenze zwischen Südafrika und Namibia bildet. Kurz darauf folgt unsere Mittagspause, die wir aus Zeitgründen an der Straße verbringen müssen. Also wird hier kurzer Hand die Küche aufgebaut und Sandwiches zubereitet.

Direkt hinterm Fluss ist wieder karge Wüstenlandschaft

Direkt hinterm Fluss ist wieder karge Wüstenlandschaft

Doch wir werden durch eine Horde von gelben kleinen „Wespen“ (sehen jedenfalls so ähnlich aus) gestört, die unglücklicherweise auch beißen, wenn sie auf unserer Haut oder sogar Kleidung sitzen, so dass wir diese Mittagspause sehr schnell beenden und uns dann schnell wieder in den Truck verziehen.

Hier befinden sich leider auch schon viele Wespen, die erst einmal erledigt werden müssen. Heute schlafen wir in einem Camp, direkt am Fluss und sind glücklicherweise bereits am frühen Nachmittag dort, so dass wir die Sonne und ein Bad im Orange River genießen können. Die geführte Wanderung fällt leider mangels Interessenten (nur zwei = wir) aus, aber wir erkundigen uns an der Rezeption und ziehen auf eigene Faust los.

Unser Campingplatz von oben

Unser Campingplatz von oben

Die Betreiber des Campingplatzes warnen uns noch vor Skorpionen und Schlagen, die zwischen den Felsen auf uns warten könnten, und empfehlen festes Schuhwerk.  Wir erklimmen einen hohen Felsen direkt oberhalb des Campingplatzes und haben eine schöne Aussicht über das Flussbett und die Landschaft Drumherum.

Der Fluss wirkt grün und belebt, direkt dahinter startet wieder die felsige Wüste. Auch unseren Campingplatz können wir dank 20-fachen Zoom unserer neuen Kamera sehr genau unter die Lupe nehmen.

Tag 20: Weinprobe und Party bei Highlanders

Unser Campingplatz - eine umgebaute Weinterrasse

Unser Campingplatz – eine umgebaute Weinterrasse

Unser nächster Campingplatz ist ein weiteres Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes: Highlanders. Wir campen direkt oberhalb eines Weingutes auf einer als Campingplatz ausgebauten Weinterrasse. Unsere Zelte stehen auf kurzgemähten und ebenerdigen Rasen und es ist kein Staub mehr in der Luft. Das grüne Südafrika ist eine schöne Abwechslung zu den sandigen Dünen Namibias.

Am Nachmittag steht ein sehr naheliegender Programmpunkt auf dem Plan: Weinprobe. Wir probieren Rotweine, Weißweine, einen Schaumwein und „African Ruby Vernom“, einem süßlichen Wein, der aktuell noch nicht exportiert wird.

Sparky erklärt uns seine Weine nd wir dürfen natürlich probieren

Sparky erklärt uns seine Weine nd wir dürfen natürlich probieren

Sparky, unser Gastgeber, verrät uns, dass alle anderen Weine in größeren Mengen nach Europa, auch nach Deutschland, exportiert werden. Wer also einen „Klawer Cellars“ in Deutschland findet: Hier wird er hergestellt.

Die Weine schmecken gut und nach dem Abendessen besuchen wir Sparky noch ein zweites Mal in seiner Bar, wo wir auf die letzte Nacht im Zelt mit einem Teil der Gruppe anstoßen. Morgen geht es zurück in die Zivilisation und wir erreichen Kapstadt.

Tag 21: Grüne Straßen und die Ankunft in Kapstadt

Eine riesige Blumenwiese - in manchen Teilen Afrikas eine Seltenheit

Eine riesige Blumenwiese – in manchen Teilen Afrikas eine Seltenheit

Die Fahrt nach Kapstadt ist wunderschön. Grüne Weinberge, rote Blumen und blaues Wasser, welches in der Sonne schön schimmert. Die Landschaft erinnert mich zwischenzeitlich ein wenig an Korsika, wo ähnliches saftgrünes Buschwerk umgeben von Bergen zu sehe ist. Auf dem Weg zum Campingplatz halten wir an einer Wiese, auf der tausende kleine Blumen blühen. Dieses Mal sind unsere afrikanischen Tourguides (Liz kommt aus Namibia) begeisterter als wir. Blühende Felder gibt es am Niederrhein und in den Niederlanden wie Sand in Namibia.

Nach einer schönen Weiterfahrt über einige Pässe mit einer schönen Aussicht über die Ebenen erreichen wir dann endlich Kapstadt. Dafür, dass die Stadt 3,5 Millionen Einwohner zählt, kommt sie uns relativ überschaubar vor.

Unsere Aussicht auf dem Weg nach Kapstadt

Unsere Aussicht auf dem Weg nach Kapstadt

Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass die Stadt im Süden Afrikas sehr weitläufig ist und unzählige Townships angeschlossen sind. Wir räumen den Truck leer und beziehen unsere Unterkunft, dass „Lady Hamillton“, welches sich oberhalb der Long Street, der Bar- und Backpackerstraße Kapstadts befindet. Wir sind erschöpft von der langen Reise und gönnen uns erst einmal eine frische Dusche bevor wir mit der ganzen Truppe noch ein letztes Mal zum Abendessen aufbrechen. Hier treffen wir leider nicht den Sänger der Band „Tenacious D“, aber zumindest das gleichnamige Bier „Jack Black“, das vorzüglich schmeckt. Da es keine festen Frühstückszeiten gibt, ist heute der Tag des Abschiedes. Wir haben viele interessante Menschen aus der ganzen Welt zwischen 20 und 63 kennengelernt und die Unterhaltungen sehr genossen. Mit einigen werden wir in den nächsten Tagen in Kontakt bleiben und Kapstadt gemeinsam erkunden. Bei ein paar anderen Mitreisenden fiel uns der (nicht vorhandene) Abschiedsgruß allerdings auch sehr leicht.

Ein kleines Fazit der 21-tägigen Tour mit G-Adventures:

  • 5.500 gefahrende Kilometer
  • 4 Länder (Sambia, Botswana, Namibia, Südafrika)
  • 15 unterschiedliche Camps, die alle ihren eigenen Charme hatten
  • 5 Nächte in 4 Städten (Livingstone, Windhoek, Swakopmund und Kapstadt)
  • Atemberaubende Atmosphären im Okawango-Delta und im Etosha Nationalpark
  • Unzählige Tiere (Löwen, Giraffen, Nilpferde, Leoparden, Elefanten, Nashörner, Zebras uvm.)
  • Natürliche Sehenswürdigkeiten ohne Ende: Victoriafälle, Canyons, Dünen, Wüste, Wasserlöcher, Flüsse
  • Aktion wie Wild Water Rafting, Sandboarding und es wäre noch viel mehr möglich gewesen!
  • Kurze Einblicke in das Leben der einheimischen Bewohner, die wir sehr interessant fanden!
Unsere Reise mit G-Adventures: http://www.gadventures.com/trips/dunes-deltas-and-falls/DZLD/2013/itinerary/

Unsere Reise mit G-Adventures: http://www.gadventures.com/trips/dunes-deltas-and-falls/DZLD/2013/itinerary/

Uns hat es alles in allem sehr gut gefallen. In sehr kurzer Zeit haben wir sehr viel gesehen und erlebt. Die Tourguides waren freundlich, kannten sich über Land und Leute gut aus und das selbstgekochte Essen im Camp war überraschend gut. Sehr vielfältig, lokal und würzig. Die Tour war für uns zwar teurer als erwartet, da viele Attraktionen, Getränke, einige Tours und Aktionen extra gezahlt werden mussten, aber wir hatten einen tollen Einstieg in unsere einjährige Reise. Jetzt sind wir sehr gespannt was uns Kapstadt, die Stadt der tausend Möglichkeiten (so wurde sie uns angepriesen), zu bieten hat.