Buddha, Mutter Theresa und Ankunft in Kolkatta

Tag 48: Autofahrt nach Bodhgaya

Überfüllte Straßen prägen jedes Stadtbild

Überfüllte Straßen prägen jedes Stadtbild

Ausnahmsweise starten wir den Tag zu einer humanen Uhrzeit und fahren mit dem Reisebus nach Bodhgaya. Obwohl die heutige Fahrtstrecke gar nicht so lang ist, sitzen wir wieder lange im Auto. Die Straßen sind holprig und in den Städten und Dörfern wie üblich überfüllt.

Die Stadt ist sehr bedeutend für den Buddhismus, da Buddha hier seine Erleuchtung gefunden hat. Es gibt zahlreiche buddhistische Tempel unterschiedlicher Nationalitäten, die sich durch Architektur, Dekoration und den stattfindenden Ritualen voneinander unterscheiden. Wir besuchen einen tibetanischen und einen chinesischen Tempel, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Tag 49: Zwangsauszeit

Die Nacht ist leider ziemlich unruhig. Es gibt zahlreiche Stromausfälle und der Notstromgenerator steht scheinbar direkt neben unserem Zimmer. Zudem hat es Yvonne erwischt und sie hat den berühmten indischen Durchfall.

Hinter diesem Tempel fand Buddha seine Erleuchtung

Hinter diesem Tempel fand Buddha seine Erleuchtung

Ich muss leider ohne sie den berühmten buddhistischen Tempel besichtigen. Es wimmelt hier von Mönchen, die beten oder sich in Meditation befinden. Hinter dem Tempel befindet sich ein großer Baum, unter dem Buddha drei Wochen geschlafen haben soll, bevor er seine Erleuchtung bekommen hat. Leider ist das Betreten des Tempels nach einem terroristischen Anschlag nur noch ohne digitale Geräte gestattet. Später erfahren wir, dass wir nach Zahlung einer Gebühr und Sicherheitskontrolle doch hätten Fotos machen dürfen, aber zu diesem Zeitpunkt ist es auch für mich zu spät, denn die Toilette ruft nun auch bei mir ziemlich dringend. Den Rest des Tages verbringen wir daher im Hotel und gönnen uns Ruhe.

Tag 50: Lange Bahnfahrt nach Kolkatta

Zum Glück können wir diese Nacht etwas besser schlafen und stehen früh auf. Die Bahnfahrt nach Kolkatta dauert über 8 Stunden. Die Bahn hat jedoch Verspätung, so dass das wir eine zusätzliche Stunde auf dem Bahngleis verbringen. Währenddessen bekommen wir eine „Zirkusvorstellung“ von drei Kindern geboten (geschätzt zwei(!), sieben und zwölf Jahre alt) und müssen einige penetrante Bettler abwimmeln. Dieses Mal sitzen wir von der Gruppe getrennt, aber wir haben mit unserem Abteil noch Glück und die Bahnfahrt verläuft ruhig. Die anderen hat es nicht so gut getroffen: Bhu sitzt inmitten einer indischen Großfamilie und Sarah und Jon müssen ihre Plätze gegen ein paar ignorante Inder behaupten und schließlich auf andere Plätze (trotz Reservierung) ausweichen.

Megastau am Bahnhof in Kolkatta

Megastau am Bahnhof in Kolkatta

Am Abend kommen wir in Kolkatta an und die nächste Überraschung wartet auf uns. Obwohl wir überfüllte Straßen gewöhnt sind, kann der Verkehr am Bahnhof noch einen draufsetzen. Es dauert alleine über eine Dreiviertelstunde, bis wir den Parkplatz des Bahnhofs endlich verlassen. Mit einem Bärenhunger kommen wir im Hotel an, da wir den ganzen Tag bis auf ein paar Kekse nichts gegessen haben. In der Bahn laufen zwar an jeder Haltestelle Bauladenhändler durch die Abteile und bieten Tea, Snacks und sogar heißes Essen an, aber wir sind nach der Durchfallzwangspause am Vortag vorsichtig und verzichten. Leider können unsere Mägen selbst das Hotelessen noch nicht vertragen, so dass wir mit schmerzendem Magen schlafen gehen.

Tag 51: Victoria Memorial Hall, Mutter Theresa House und ein Dodgy Market

Die Victoria Memorial Hall

Die Victoria Memorial Hall

Am nächsten Morgen fühlen wir uns zum Glück ein besser und fahren mit dem Taxi zur Victoria Memorial Hall. Dieses pompöse Gebäude wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zu Ehren von Queen Victoria (ach, nee?!) errichtet und wird von einer großzügigen Parkanlage umschlossen. In dem Gebäude befindet sich ein Museum mit Gemälden und Waffen. Interessanterweise ist das Gebäude nicht klimatisiert, obwohl es in Kolkatta sehr schwül ist und die vielen Ölzeichnungen ein Vermögen wert sein müssen. Im Gebäude sind leider auch keine Fotos erlaubt, aber ich warte auf einen günstigen Moment und mache ein paar Bilder von der zentralen Halle.

Direkt an einer befahrenen Straße befindett sich das "Mother House"

Direkt an einer befahrenen Straße befindett sich das „Mother House“

Im Anschluss fahren wir zum Mutter Theresa Haus. Das Haus ist sehr sauber wird nach wie vor von Nonnen bewohnt. Im Gebäude befindet sich in einem Raum das Grab Mutter Theresas womit wir nicht gerechnet hätten. Wir bekommen einen kleinen Anhänger und eine Broschüre überreicht und verweilen eine Weile. Jim aus unserer Gruppe ist zutiefst berührt und bricht in Tränen aus. Verständlich, da er Mutter Theresa vor einigen Jahren in einer ihrer Missionen in Afrika persönlich getroffen hat und sich an ihre Worte und Ratschläge noch gut erinnern kann.

Wir sehen auch ihr spartanisch eingerichtetes Zimmer (ca. 6m² mit Bett, Schreibtisch und kleinem Schrank) in dem Sie gelebt und tausende von Briefen persönlich beantwortet hat. Dieser Besuch im Haus war auch für uns sehr berührend und ihre Taten sehr bewundernswert!

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Bereits auf dem Weg zum Markt werden wir dauernd angesprochen

Am Abend gibt es dann ein Kontrastprogramm und wir besuchen einen sogenannten „Dodgy“ Market“, eine große Markthalle mit tausenden kleinen Ständen. Der Begriff (Dodgy Market = Gaunermarkt) unseres Guide Bhu trifft es auf den Punkt. Hunderte Händler (mit billiger und gefälschter Ware) versuchen uns an ihre Stände zu locken, in Gespräche zu verwickeln und schimpfen hinter uns her, wenn wir ohne Interesse weitergehen. Am Abend essen wir ein letztes Mal mit unserer Reisegruppe. Mit dem Wissen und den Informationen der letzten zwei Wochen sind wir ab morgen auf uns alleine gestellt.

Fazit unserer Indienreise mit G-Adventures

Unser Guide Bhu ist spitzenklasse!

Unser Guide Bhu ist spitzenklasse!

Ursprünglich hatten wir geplant, Indien komplett auf eigene Faust zu erkunden, sind aber heilfroh doch noch eine geführte Reise gebucht zu haben. Bedingt durch die Armut und gerade an touristischen Stellen wimmelt es von Gaunern und auch indisches Feilschen will gelernt sein.

Mit Bhu, der im letzten Jahr in London durch die Zeitschrift „Wanderlust“ als drittbester Tourguide weltweit geehrte wurde, hatten wir einen echten Volltreffer. Er wusste über Land, Leute und Sehenswürdigkeiten bestens Bescheid, hat uns immer ein sicheres Gefühl gegeben und wir hatten zudem eine Menge Spaß mit ihm. Er hat uns zudem für unsere Weiterreise ein paar Tipps gegeben und uns bei der Buchung unserer Weiterreise in Indien geholfen, was sich als durchaus kompliziert herausstellt. Vielen Dank, Bhu! Thanks a lot, Bhu!

Unsere Tour mit G-Adventures von Delhi nach Kolkata

Unsere Tour mit G-Adventures von Delhi nach Kolkata

 

Auch die Tour selbst, die Nutzung lokaler Verkehrsmittel, die Vielfältigkeit der Stopps, Attraktionen und Aktivitäten haben uns sehr gut gefallen.

Durch die Tour haben wir zudem einen Einblick in die indische Kultur bekommen. Eine Reise nach Indien ist ein echtes Erlebnis und eine Gruppenreise mit G-Adventures (über STA-Travel gebucht) sehr zu empfehlen.